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Mazdas Kleine mit optimierter Fahrdynamik

Mazdas Kleine mit optimierter Fahrdynamik

Der japanische Hersteller hat die Erfolgsbaureihen CX-3 und 2 überarbeitet. Technik und Innenraum wurden verbessert. Außen bleiben sie unverändert.

Äußerlich bleibt der Mazda2 unverändert. Technik und Innenraum wurden jedoch modernisiert. Foto: Christoph Boerries
Mazda verbaut jetzt im Kleinwagen 2er hochwertigere Materialien. Das ist auch im SUV CX-3 der Fall.

Leverkusen Fast 25 000-mal hat Mazda in Deutschland den CX-3 verkaufen können und das in nur zwei Jahren. Knapp 21 700 Kunden haben sich im nahezu gleichen Zeitraum für den Kleinwagen Mazda2 entschieden. Aber der Erfolg ist ein flüchtiger Gast. Kein anderer weiß das besser als die japanische Marke, die sich als einziger Autobauer heute noch dem Kreiskolbenmotor widmet und in der Vergangenheit mit der eindrucksvollen, aber erfolglosen Xedos-Baureihe viel Lehrgeld bezahlt hat.
Damit das Schiff auf Kurs bleibt, hat Mazda nun den 2er und den CX-3 aufgefrischt. Von außen betrachtet ist von der Erneuerung freilich nichts zu entdecken. Die Siegertypen gehen optisch unverändert ins Rennen. Die Technik dagegen wurde umfassend modernisiert. Wichtigste Neuerung ist die Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control, die aus anderen Baureihen der Marke bereits bekannt ist. Per Software greift das System in die Drehmomentabgabe des Motors ein, wertet dazu den Lenkwinkel aus und senkt die Kraft beim Einlenken in Sekundenbruchteilen einen Wimpernschlag lang. Dies beeinflusst, vom Fahrer unbemerkt, die Lastverteilung auf die Achsen. Den Vorderrädern wird mehr Gewicht zugeteilt, die dadurch bessere Traktion erhalten. Lenkkorrekturen sind laut Mazda deutlich seltener erforderlich als bei herkömmlichen Fahrdynamikregelungen. Auch das Lenkgefühl soll an Qualität gewinnen.
Auffällig ist beim Mazda2 und beim CX-3 die weitaus größere Laufruhe. Eine verbesserte Karosserie-Dämmung senkt das Innengeräusch deutlich, ohne das Gewicht zu erhöhen. Weder Dröhn- noch Brummgeräusche mindern den Fahrkomfort. Auch das Abrollgeräusch der Reifen ist leiser geworden.
Neu ist das optionale Head-up-Display, das dank hoher Auflösung sehr gut ablesbar ist. Die im Innenraum verarbeiteten Materialien sind hochwertiger als bisher, vor allem in den gehobenen Ausstattungsversionen Executive-Line und Sports-Line hinterlassen sie einen sehr angenehmen Eindruck. Geschrumpft ist unterdessen das Lenkrad. Es fühlt sich sportlich an und vermittelt gute Rückmeldung vom Traktionszustand der angetriebenen Vorderräder. Obendrein sind die Fernbedienungstasten am Multifunktionslenkrad nun stärker voneinander abgesetzt, die Tastenbedienung wurde vereinfacht. Elektrisch anklappbare Außenspiegel gibt es jetzt bei beiden Baureihen. Ein höhenverstellbarer Beifahrersitz erweitert die Ausstattungsliste. Im CX-3 kann der Kunde gegen Aufpreis einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz mit Memory-Funktion ordern. Das gibt es in dieser Klasse bislang nur bei den Premium-Modellen wie etwa dem Audi Q2.
Das Angebot an Assistenzsystemen war beim Mazda2 ohnehin schon nicht von schlechten Eltern. Zusätzlich gibt es jetzt einen Müdigkeitswarner und den City-Notbrems-Assistenten Plus, der beim Parken und Rangieren Hindernisse hinter dem Fahrzeug erkennt und notfalls automatisch bremst.
Das macht auch der erweiterte Notbrems-Assistent im CX-3, der dank Radarkamera jetzt bis 80 km/h aktiv ist und außer anderen Fahrzeugen auch Fußgänger erkennt. Neu sind der Müdigkeitswarner und die Verkehrszeichen-Erkennung. Und eine radarbasierte Geschwindigkeits-Regelanlage samt Bremseingriff ist für das kleine SUV zu haben. Auch Mazda bewegt sich mit großen Schritten in Richtung automatisiertes Fahren.
Bei den Motoren hat sich nichts geändert. Der Mazda2 wird weiterhin mit einem 1,5-Liter-Benziner in den Leistungsstufen 75 PS/55 kW, 90 PS/66 kW und 115 PS/85 kW angeboten. Erste Testfahrten bestätigen, dass die schwächere Motorisierung, die für immerhin 183 km/h Spitze gut ist, in allen Lebenslagen völlig ausreicht. Sie ist die richtige Wahl für pragmatische Fahrer, die vor allem entspannt und wirtschaftlich ihr Ziel erreichen wollen. Wer etwas mehr Dynamik erfahren will, dem sei zur 115-PS-Version geraten, denn die kann vor allem bei Durchzugsstärke und Kraftreserven punkten. Eine Alternative ist der 105 PS/77 kW starke 1,5-Liter-Diesel, der dank seines ordentlichen Drehmoments von 270 Newtonmetern flink und munter zu bewegen ist.
Die Preise für den Mazda2 beginnen weiterhin bei 12 890 Euro für den 75-PS-Benziner und reichen bis 19 990 Euro für den Diesel mit Vollausstattung.
Für den CX-3 verlangt Mazda mindestens 17 990 Euro. Dafür gibt es das kompakte SUV mit dem 120 PS/88 kW starken 2,0-Liter-Einstiegsbenziner und Frontantrieb. Darüber rangiert die 150-PS-Version, die es ausschließlich mit Allradantrieb gibt. Zur Wahl stehen für beide Triebwerke ein manuelles Sechsgang-Getriebe und eine Sechstufen-Automatik.
Auch der CX-3 ist mit dem 1,5-Liter-Dieselmotor mit 105 PS/77 kW erhältlich (ab 21 990 Euro). Der Kunde kann zwischen Front- und Allradantrieb sowie Handschaltung und Automatik wählen.