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Mit Macht ins Gelände - Im TV-Autotest der neue Kia Sorento

Mit Macht ins Gelände - Im TV-Autotest der neue Kia Sorento

Die sportlichen Freizeitmobile bestimmen immer mehr unser Straßenbild. Mögen sie nun von kleiner, wendiger, kompakter Statur, aber dennoch mit "inneren Werten" ausgestattet sein oder zu einem anderen Genre gehören. Zu den größeren, kantigeren, wuchtigeren ihrer Art nämlich. Zu solch einer Klassifizierung gehört auch der Kia Sorento, den der koreanische Autobauer jetzt einer gründlichen "Generalüberholung" unterzogen hat.

Während sich im äußeren Erscheinungsbild des 4,70 Meter langen Sorento eigentlich kaum etwas geändert hat, ist unter der blechernen Außenhaut quasi eine neue Sorento-Generation entstanden. Außer einem etwas schlankeren Kühlergrill, einer angepassten Heckklappe und neuen Stoßfängern wurde an der Optik des großen SUV kaum etwas verändert. Mit LED-Tagfahrlicht sind jetzt die Scheinwerfer ausgerüstet, komplett in LED sind die Heckleuchten gehalten.
Im Interieur dagegen hat sich eine Menge getan. Dort herrscht nun vor allem etwas mehr Platz für die Passagiere. Die Beinfreiheit in der zweiten Reihe ist um drei Zentimeter gewachsen. Die dritte Sitzbank kann je nach Bedarf versenkt oder eben aufrecht gestellt werden. Auch dort haben die Mitreisenden nun etwas mehr Bewegungsfreiheit. Ein bequemerer Einstieg ist die Folge des um einen Zentimeter abgesenkten Bodens. Das Kofferraumvolumen beträgt nach wie vor 660 Liter. Außerdem weist der Innenraum nunmehr matt verchromte Innentürgriffe, Schalter und Blenden sowie eine LCD-Anzeige für die Instrumente auf.
Vor drei Jahren wurde die damalige zweite Generation des Sorento statt eines Leiterrahmens mit einer selbst tragenden Karosserie versehen. Die jetzt weiter entwickelte Sorento-Generation steht auf einer neuen Plattform mit einem höheren Anteil hochfester Stähle. Diese Basis teilt sich das größere der beiden Kia-Suv's mit dem Konzernbruder von Hyundai, dem Santa Fe. Die neue Plattform ist einer der Gründe, warum der Hersteller auch nicht von einem Facelift, sondern von einem neuen Fahrzeug spricht, dem man lediglich die "Kapuze" gelassen hat.
Kia hat in Sachen Sicherheit und Karosserie-Steifigkeit gründlich nachgelegt. Das gilt sowohl für den zentralen Bodenträger wie auch die Seitenträger. Neu konzipiert wurden auch die Hilfsrahmen für Vorder- und Hinterradaufhängung, zudem wurden die vorderen Federbeindome jetzt mit einer zusätzlichen Stützstrebe verbunden. Das Ergebnis all dieser Maßnahmen ist eine um 18 Prozent höheren Steifigkeit.
Neben der Karosserie und dem mit höherwertigeren Materialien ausgestatteten Innenraum hat Kia sich auch der Modifizierung der Antriebe gewidmet. So arbeitet der 2,4-Liter-Vierzylinderbenziner, der ein maximales Drehmoment von 242 Newtonmeter aufweist, jetzt mit Direkteinspritzung. Heraus gekommen ist dabei ein Leistungsvolumen von 192 PS, das sind 18 Pferdestärken mehr als beim Vorgänger. Außerdem verspricht Kia gesenkte Verbrauchs- und Emissionswerte. Weiterhin 197 PS leistet der 2,2 Liter große Diesel, der mit einer neuen Abgas-Rückführung ausgerüstet wurde. Wie bisher können beide Sorento-Antriebsvarianten entweder als Fronttriebler oder Allradler bewegt werden.
Zu den Ausrüstungsmerkmalen des neuen Sorento zählt auch die optional erhältliche, variable Servolenkung Flex Steer. Künftig kann der Kunde auch auf eine größere Anzahl von Assistenzsystem zurückgreifen. Dazu gehören neben einer Gegenlenkunterstützung ein Spurhalte- und Spurwechselassistent, sowie eine Einparkhilfe. Die Preisliste für den Kia Sorento beginnt jetzt bei 29.990 Euro für den Benziner mit Frontantrieb. Die kostengünstigste Diesel-Variante mit nur zwei angetriebenen Rädern kostet 32.290 Euro. Zu den Konkurrenten des geländefähigen Koreaners zählen Modelle wie der neue Mitsubishi Outlander oder der Chevrolet Captiva.