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N wie Nürburgring

TRIER. Hyundais erstes Hochleistungs-Serienmodell wurde in der Region erprobt und entwickelt. JÜRGEN C. BRAUN

TRIER Ein Fahrzeug, ein Versprechen, ein Vergnügen: Mit dem i30N und dem I30N Performance betritt der südkoreanische Autobauer Hyundai ein neues Segment: Die Welt der Hochleistungs-Serienmodelle ist für den weltweit fünftgrößten Automobil-Produzenten ab sofort keine "terra incognita" mehr. Was steckt hinter den beiden Sportmodellen der i30-Baureihe, die bei dem mittlerweile größten asiatischen Importeur in Deutschland immerhin ein Fünftel des Gesamtabsatzes ausmacht?
Emotion oder Vernunft? Oder doch eher Emotion und Vernunft? Die Frage ist bei einem Fahrzeug, das (je nach Variante) entweder 250 oder 275 PS und eine abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h aufweist, nicht einfach zu beantworten. Die Menschen aus der Region, so sie denn Freunde schneller Autos und deren Auftritte sind, werden wissen, dass die Koreaner im Nürburgring Industriepark seit einigen Jahren ein eigenes Testcenter unterhalten.
Genau dort, auf der Nordschleife und auf den Eifelstraßen um den "Ring herum", wurde das Fahrzeug, das mit Modellen wie VW Golf GTI, Peugeot 308 GTI, oder Ford Focus RS konkurriert, (weiter) entwickelt und auf rund 10 000 Kilometern einer ständigen Dauer-Belastungsprobe unterzogen. Das "N" in der Namensbezeichnung steht also sowohl für Nürburgring, wie auch für das südkoreanische Hyundai-Zentrum in Namyang.
Die Zielsetzung für den Schritt des Autobauers in die Welt der Emotionen lautete: Ein sportliches Kompaktfahrzeug zu entwickeln, mit dem man auf der Rennstrecke Spaß und größtmögliche Sicherheit haben kann, das aber gleichzeitig auch die Anforderungen eines Alltagswagens in punkto Raumausnutzung, Konnektivität und einem akzeptablen Preis//Leistungsverhältnis erfüllt. "Der i30N und der i30N Performance sollen bei aller Emotion, allem Fahrspaß, aller verbauten technischen Features und Optionen bezahlbar sein. Das war uns ganz wichtig", sagen die Hyundai-Verantwortlichen.
Die Preise beginnen bei 29 7000 Euro für den i30N (250 PS) und den i30N Performance (275 PS), die das das Zweiliter-Vierzylinder-Turbo-Triebwerk an die Vorderachse schickt. Wobei der Kunde für den Aufpreis von 2500 Euro mehr als nur zusätzliche 25 PS erhält. Mit zusätzlichen gebündelten Ausstattungs-Variationen wie etwa einem Navigationspaket, einem Funktions- oder Komfortpaket, lässt sich der Hochleistungs-Kompakte aus dem Hause Hyundai individualisieren.
Die Wünsch-Dir-was-Kiste für den gehobenen Fahrspaß ist eine Drive-Mode-Taste für verschiedene Fahrmodi, wie Eco, Normal und Sport, und einer dreistufigen Zwischengasfunktion.
Auf einer eigenen Internet-Plattform (abrufbar über die Internetseite von Hyundai Motor Deutschland), können sich die "N-thusiasten" auf einer eigenen N-Community registrieren und sich dort austauschen, Tipps geben, Erfahrungen mitteilen oder auch Wünsche äußern. Bisher haben sich rund 2000 User auf dieser Community eingetragen.
Hyundai, das bisher eher für Attribute wie günstiges Preis/Leistungs-Verhältnis, mutiges Avantgarde- Design oder eine Fünfjahres-Garantie und damit für Langlebigkeit stand, will seine emotionale Seite in Zukunft weiter schärfen.
Der i30N, sagt der Hersteller, sei kein singuläres Projekt oder Produkt. Ähnliche Funmobile sind auch in anderen Modellreihen vorgesehen. Und auch dabei wird die Region, wird der Nürburgring, wieder bei der Erprobung und Entwicklung eine Vorreiterrolle spielen.
Der neue Hyundai i30 N und der i30N Performance sind ab sofort im Handel und bestellbar.