Nachrüstung von LED-Lampen im Wohnmobil lohnt sich

Nachrüstung von LED-Lampen im Wohnmobil lohnt sich

Der Umstieg von Halogen- auf LED-Lampen verspricht im Wohnmobil eine deutliche Entlastung der Batterien. Die folgende Anleitung beschreibt, wie bei der Umrüstung am besten vorgegangen wird, um ein ideales Ergebnis zu erzielen.

Die Innenbeleuchtung eines Wohnmobils ist wesentlich komplexer, als die meisten Personen zunächst vermuten. Sie ist so konzipiert, dass sich einzelne Bereiche gezielt ausleuchten lassen. Allerdings wurde bis vor kurzem fast durchweg auf Halogenlampen gesetzt, die einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch aufweisen. Neue Wohnmobile werden mittlerweile fast durchweg mit LED-Lampen ausgestattet.
Der Umstieg der Hersteller auf LED-Leuchtmittel hat einen einfachen Hintergrund. Primär geht es um den Stromverbrauch, der im Vergleich zu Halogenlampen deutlich niedriger ausfällt und somit eine spürbare Schonung der Batterien verspricht. Außerdem gelten LED-Lampen als sehr haltbar, die Nutzungsdauer liegt gegenüber Halogenlampen um ein Vielfaches höher.

Nachrüstung ist möglich
Nicht nur die Besitzer neuer Campingfahrzeuge können die Vorzüge der LED-Beleuchtung genießen. Es besteht die Möglichkeit, LED-Lampen in älteren oder gebraucht erworbenen Wohnmobilen nachzurüsten. Kosten und Aufwand einer solchen Maßnahme halten sich in Grenzen, vor allem wenn der Umbau in Eigenregie durchgeführt wird. Wer kein Fachmann in Sachen Elektroinstallation ist, sollte jedoch kein Risiko eingehen und sich lieber an einen Experten wenden.

Schritt 1: Entfernung der alten Leuchtmittel
Der erste Schritt der Nachrüstung besteht darin, die bestehenden Lampen auszubauen. Ziel ist es, die alten Leuchtmittel zu entfernen, um Platz für die neuen Leuchtmittel zu schaffen. Beim Ausbau gilt es vorsichtig zu sein, denn aufgrund der relativ hohen Betriebstemperaturen sind die Kunststofffassungen oft sehr spröde und neigen daher leicht zum Durchbrechen. Außerdem sollten die Lampen nicht eingeschaltet gewesen sein, denn sonst drohen beim Anfassen womöglich Verbrennungen.

Schritt 2: Sockel ausmessen
Damit der Kauf passender Leuchtmittel möglich ist, werden die alten Leuchten am Sockel abgemessen. Über den Durchmesser lässt sich das eigentliche Leuchtmittel identifizieren. Mit ein wenig Glück kann der Name des Leuchtmittels auch direkt abgelesen werden. Ansonsten gelten für die Zuordnung folgende Werte.
50mm: MR-16 Leuchtmittel für FU 5,3 Sockel
35mm: MR-11 Leuchtmittel für GU 4 Sockel
24mm: MR-8 Leuchtmittel ebenfalls für den GU 4 Sockel

Schritt 3: LED-Lampen kaufen
Im nächsten Schritt steht der eigentliche Erwerb der Leuchtmittel an. Preisbewusste Kaufinteressenten begeben sich im Web auf die Suche. Dort finden sich mehrere Onlineshops, die LED-Lampen zu attraktiven Preisen anbieten. Allerdings sollte genau feststehen, welche konkreten Leuchtmittel benötigt werden. Wer dies nicht genau weiß, sucht besser einen Spezialisten auf.

Hinweise zur Auswahl der Leuchtmittel
Es kommt häufiger vor, dass Personen beim Kauf ausschließlich auf den Preis achten. Dieser sollte jedoch nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Ergänzend empfiehlt es sich, auf Lichtfarbe und Leuchtstärke zu achten.
LED-Lampen, die Verwendung in Bad und Küche finden, werden am besten mit einer Lichtfarbe von ca. 3.500 Kelvin ausgewählt. Ihre Leuchtstärke sollte hoch bemessen sein und daher mindestens 300 Lux betragen. Die restlichen Lampen werden besser mit einer Lichtfarbe von 3.000 Kelvin erstanden, weil dieses Licht als wärmer und somit auch als angenehmer empfunden wird. Die Leuchtstärke kann von etwa 50 bis 300 Lux reichen.