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Neuauflage: Der Kia Rio im TV-Check

Neuauflage: Der Kia Rio im TV-Check

Nach nur fünf Jahren Laufzeit hat Kia den Rio komplett erneuert. Der nur noch als Fünftürer erhältliche Kleinwagen steht ab 11. Februar bei den regionalen Händlern.

Mit markantem Tigernasen-Kühlergrill, mehr Platz und üppiger 7-Jahres-Garantie soll die vierte Generation des Fließheckmodells mehr denn je zum Jäger des VW Polo werden. Mit Start-Stopp-Automatik und CD-Radio, aber ohne Klimaanlage ausgestattet, kostet die 11 690 Euro teure Basisversion keinen Cent mehr als der vergleichbare Vorgänger. Der Sprung zur nächsthöheren Motorisierung mit besserer Ausstattung muss aber mit mindestens 15 090 Euro bezahlt werden.

Der Fünfsitzer wurde mit 4,07 Meter geringfügig länger, der Radstand mit 2,58 Meter erfuhr ein Plus von zehn Millimeter. Luftig präsentiert sich der Innenraum, hinten gibt es sechzig Millimeter mehr Beinfreiheit. Fast schon Kompaktklasse-Niveau hat der Gepäckraum mit 325 bis 980 Liter. Die um 87 Millimeter verschlankten C-Säulen erleichtern die Übersicht nach hinten - ein Kritikpunkt beim letzten Rio.

Das neue Cockpit gefällt mit geschwungenen horizontalen Linien. Ab der zweithöchsten Ausstattung ist ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung serienmäßig, das ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich. Die vom Start weg verfügbare Sonderedition Dream-Team bietet einen Kundenvorteil von 3 910 Euro. Sie ist mit allen Motoren kombinierbar und bietet 16-Zoll-Räder, LED-Tagfahrlicht, Klimaautomatik, Parksensoren und beheiztes Lederlenkrad. Der Rio kommt mit neuer Lenkung und komfortabler abgestimmtem Fahrwerk.

Für den neuen Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner, der aus dem kompakten Cee´d stammt und im Rio 100 und 120 PS (74 und 88 kW) leistet, wird sich nach Schätzungen der Kia-Strategen beinahe jede dritte Rio-Kunde entscheiden. Er steht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,7 und 10,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 186 und 190 km/h, der Normverbrauch ist mit 4,5 und 4,7 Liter je 100 Kilometer angegeben. Basismotor bleibt der 1,2-Liter-Sauger mit 84 PS/62 kW, darüber rangiert ein 1,4-Liter-Benziner ohne Turbounterstützung mit 99 PS/73 kW. Der 1,4-Liter-Turbodiesel leistet 77 und 90 PS (57 und 66 kW). Fünf- und Sechsgangschaltgetriebe sowie im 1,4-Liter-Otto eine optionale Vierstufenautomatik bringen die Kraft auf die Straße, ein modernes Siebengang-DSG ist für 2018 geplant.

Martina Göres / (jcb)