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Neues Modell
Die Russen kommen: Der TV hat sich die beiden neuen Kombi-Varianten beim Lada Vesta angesehen

Der neue Lada Vesta FOTO: Jürgen Braun
Trier. Lada ist mehr als nur alte Taiga-Romantik, erkundet mit alten Geländefahrzeugen aus russischer Produktion und (mindestens) ebenso alter Technik. Das will die Marke mit dem reichlich angestaubten Image nun mit neuen Produkten, mit Limousinen, Kombis und Cross-Elementen im Design unter Beweis stellen. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben. Alleine schon wegen der Kooperation mit neuen, starken Partnern. Der TV hat sich die neuen Modelle Vesta SW und Vesta SW Cross angesehen. Von Jürgen Braun

Renault-Nissan, das jetzt übrigens auch Mitsubishi als neuen Partner gewonnen hat, besitzt seit 2012 ein Aktien-Plus bei dem russischen Autobauer Lada. Das hat dessen Modellpalette gut getan. Sukzessive soll der Mief der alten Lada-Jahre nun beseitigt werden und eine neue Marke im preisgünstigen, aber gut ausgestatteten C-Segment entstehen. Seit dem Sommer des vergangenen Jahres gibt es den Lada Vesta als Limousine auch auf dem deutschen Markt.

Die 700 Einheiten, die bisher abgesetzt werden, sollen nun einen neuen Schub in Form des Vesta SW und des SW Cross erhalten. Ein modern geschnittener Kombi und eine etwas höher gelegene Variante mit Offroad-Applikationen. Allerdings ohne wirkliche Gelände-Eigenschaften. Denn die Geschichte, die Wurzeln des Hauses will man bei Lada nicht verleugnen. Und für solche Vorhaben gibt es ja immer noch den Niva 4X4.

Eigenentwickelte Plattform

Der Vesta steht ungeachtet des Allianzpartners auf einer selbst entwickelten Plattform. Die Russen liefern auch den einzigen erhältlichen Motor, einen 106 PS staken Benziner und die beiden Getriebe-Varianten. Das Design wird dominiert von einer X-Form im Kühlergrill, den Seiten und im Interieur. Der 4,4 lange Kombi wirkt modern geschnitten und kein Mensch kommt auf die Idee, dieses Fahrzeug mit der angesprochenen verstaubten Lada-Historie in Verbindung zu bringen.

Lada ist von Anmutung und Design her durchaus mit den Renault-Tochter Dacia auf eine Stufe zu stellen. Die Erscheinung zeitgemäß, die Materialien im Interieur eher schlicht, aber mit ergonomisch gefälliger Anordnung . Alles hat eine solide Anmutung, Ein paar sinnvolle Details in punkto Alltagsnutzen zeigen, dass sich die Entwickler nicht nur Gedanken gemacht sondern diese auch umgesetzt haben. Die Sicherheitsausstattung umfasst vier Airbags, ABS, ESP und einen Bremsassistenten.

Reichlich Austattung im Basispaket

Schon in der Basis-Ausstattung bekommt man eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit Bluetooth, einen Tempomat, ein gekühltes Handschuhfach. Der Kofferraum nimmt zwischen 480 und 825 Litern auf. Die beiden Ladeböden kann man einzeln herausnehmen. Hinzu kommen elektrische Außenspiegel, Licht- und Regensensor, Audiosystem mit Bluetooth, Zentralverriegelung, Parksensoren, Klimaanlage und Sitzheizung für die Vordersitze. Eine Rückfahrkamera und ein Navigationssystem gibt es in der Ausführung „Comfort“. Darüber rangiert noch ein „Luxus“-Paket mit Frontscheibenheizung, Klimaautomatik, USB-Steckdose für die Fondpassagiere und Sitzheizung für die hinteren äußeren Sitze.

Beim SW Cross beginnt die Angebotspalette mit der „Standard“-Ausstattung, Dazu gehören 17-Zoll-Felgen und eine um 14 Millimeter erweiterte Spur. Der erwähnte Einheitsmotor, ein Sauger-Benziner, stemmt 106 PS auf die Kurbelwelle bei einem maximalen Drehmoment von 148 Newtonmetern. Bei der Kraftübertragung hat der Kunde die Wahl zwischen einem manuellen Fünfgang-Getriebe oder einem automatisierten Fünfgang-Getriebe für 700 Euro Aufpreis. Beide Varianten kommen auf 180 km/h Spitzengeschwindigkeit, der Verbrauch soll zwischen 6,5 und 6,9 Litern liegen.

Der normale Kombi Vesta SW beginnt bei 12 990 Euro, der „Standard“ bei 14 990 Euro, die „Comfort“-Variante bei 15 950 Euro. 16.250 kostet die Luxus-Ausführung. Beim Vesta SW Cross beginnt die Preisliste für den „Standard“ bei 15 990 Euro, „Comfort“ kostet 16 950 Euro und „Luxus“ ab17 290 Euro. Lada bietet für beide Modelle fünf Jahre Garantie: drei Jahre Neuwagen- plus zwei Jahre Anschlussgarantie.

Der neue Lada Vesta FOTO: Jürgen Braun