Nicht nur als Dienstwagen

Nicht nur als Dienstwagen

Mercedes E-Klasse, BMW 5er, Audi A6: Wer es beruflich zu etwas gebracht hat, greift gern zu einem dieser Modelle. Und wer für Musterkoffer, Golfsack oder Ski Platz braucht, kann einen Kombi nehmen, der längst auch in diesen Kreisen als schick gilt. Im September kommt die neue Generation des A6 Avant.

Ingolstadt. Audi verkauft seine A6-Limousine seit Februar in neuer, vielfach gelobter Form. Im September folgt der Avant, der mit der coupéartigen Linie fast noch eleganter als die Limousine wirkt. Er ist mit 4,93 Metern nicht länger und mit 1,46 Meter Höhe genauso sportlich-flach. Fast 1,7 Kubikmeter Stauraum und zahlreiche Details machen den A6 Kombi selbst in dieser teuren Klasse zu einer Ausnahme erscheinung. Dies beginnt mit der Heckklappe, die elek trisch aufschwingt, wenn der Fahrer den (optionalen) Komfortschlüssel in der Tasche hat und einen Fuß unterm Heck hin und her bewegt. 1680 Liter passen in den Laderaum des A6 Avant. Das ist nicht besonders viel, denn der einen halben Meter kürzere Dacia Logan Kombi steckt fast 700 Liter mehr weg. Noble Kombis indes werden selten als reine Lastenträger gekauft. Als Zugfahrzeug überzeugt der A6 dafür umso mehr. Bis zu 2,1 Tonnen dürfen angehängt werden.
Wie die Limousine wurde auch der Avant gegenüber dem Vormodell um etwa 70 Kilogramm leichter. Innen entspricht er der Limousine mit schönen Materialien und akkurater Verarbeitung. Sieben Zentimeter mehr Radstand schaffen auch im Fond viel Platz.
Zu den Wunschausstattungen zählen ein Navigationssystem samt Google Earth und Sprachsteuerung, Nachtsicht-Assistent, Radar-Abstandsregelung mit Stop-and-go-Funktion sowie das System Audi pre sense, das Auffahrunfälle und ihre Folgen verringern kann.
Basismotor ist wie in der Limousine der 2,0-Liter-TDI mit 177 PS/130 kW und 380 Nm Drehmoment bereits ab 1750 U/min. In Dienstwagen dürfte er die erste Geige spielen. Den 3,0-Liter-V6-Diesel gibt es in drei Leistungsstufen: mit 204 PS/ 150 kW, mit 245 PS/180 kW und ganz neu als Biturbo mit stolzen 313 PS/230 kW. Zusätzlich werden zwei Benziner offeriert - wie die Diesel mit Stopp-Start-System: der 2,8-Liter-FSI mit 204 PS/150 kW und der starke 3.0 Kompressor-TFSI mit 300 PS/220 kW und satten 440 Nm Drehmoment.
Highlights an allen Front antriebs-Fahrwerken sind die elektronische Differenzialsperre und Drive Select. Erstere bremst das innere Vorderrad bei scharfer Kurvenfahrt. Das Auto wirkt agiler, es wird sanft in die Kurve gezogen, dazu wird dem äußeren, höher belasteten Rad mehr Antriebskraft zugeteilt. Drive Select verändert per Tastendruck den Charakter der Lenkung und dazu der Gaspedal- und bei Automatik der Schaltkennlinie in vier Stufen von sanft bis sportlich. Die größeren Motoren gibt es auch in Verbindung mit Luftfederung und regelbarer Dämpfung - und mit Allradantrieb Quattro. Der Grundpreis des neuen A6 Avant von 40 850 Euro liegt rund 3000 Euro niedriger als bei den entsprechenden Basismodellen von BMW und Mercedes-Benz.

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