1. Magazin
  2. Auto & Motor

Opel setzt Offensive fort: TV testet neues Motorenangebot

Opel setzt Offensive fort: TV testet neues Motorenangebot

Opel setzt seine Produkt-Offensive mittel- und langfristig weiter fort. Mit neuen Modellen, aber auch mit neuen Motoren. Der TV hat einige Fahrzeuge, die die Rüsselsheimer aktuell mit neuen Triebwerken ausrüsten, bereits gefahren.

Mit einer Kampagne die das so genannte "umparken im Kopf" anspricht, ist der noch vor nicht allzu langer Zeit schwer angeschlagene Autobauer in den vergangenen Wochen und Monaten in die Offensive gegangen. Hinzu kam die Wiederbelebung des Motorsportprogramms der Marke. Mit Fußball-Bundesligisten und dem stets jugendlich und emotional wirkenden Fußballlehrer Jürgen Klopp als Frontmann an der Werbe-Bande.

Jetzt kommen neue Motoren zum frischen Offensivgeist hinzu. Denn daran krankte es am allermeisten bei der GM-Tochter. Beim Antrieb hinkte die Marke mit dem Blitz hinterher. Das soll sich ändern. 80 Prozent des bestehenden Antriebsangebotes will der Autobauer bis 2018 erneuern. 27 neue Modelle und 17 neue Motoren sind geplant. Ein Haufen Zeug, das das da (nicht nur im Kopf) "umgeparkt" werden muss. Zwei Selbstzünder und zwei Turbobenziner erweitern ab sofort das Angebot der Triebwerke. Rüsselsheim attestiert Ihnen Sparsamkeit, Sauberkeit (Erfüllung der Schadstoffnorm Euro 6) und eine bisher unbekannte Laufruhe. Das alles bei Kraft und Fahrspaß quer durch den "Laden": von A wie Astra bis Z wie Zafira.

Die beiden 1,6-Liter-Benziner leisten 170 und 200 PS. Die zwei 1,6-Liter-Diesel, entwickeln 110 und 136 PS. Wobei die Opel-Leute bei der Namensgebung der Selbstzünder sehr innovativ waren: Der interne Beiname "Flüsterdiesel" soll auch nach außen verdeutlicht werden, dass der ehemalige "Ölbrenner" spätestens mit der aktuellen Entwicklungsstufe domestiziert worden ist. So ist es den Ingenieuren beispielsweise mit Aluminium und einem maximalen Zylinderdruck von 180 bar gelungen, die Lautstärke im Vergleich zum Vorgänger um zwei Dezibel zu senken. Hört sich erst mal nicht viel an, hört man aber in Wirklichkeit trotzdem. Oder besser hört gesagt: hört man eben nicht mehr. Beispielsweise in dem 110 PS starken 1,6 CDTI Ecoflex, den es nur im Astra und im Meriva geben wird. Beide neuen Diesel, also auch die stärke 136-PS-Version, die wir in einem Astra Sports Tourer fuhren, erfüllen die EU-6-Norm. Den kleinen Diesel gibt es bereits ab 20.640 Euro.

Bei den Ottomotoren erweitern zwei neue Aggregate mit 170 und 200 PS das Angebot. Eingesetzt werden sie im neuen Cabriolet, dem Cascada, in den Astra-Modellen, dem Zafira und auch im Flaggschiff Insignia. Opel setzte bei der Entwicklung seiner Benziner darauf, Durchzugskraft und Laufruhe vor allem im unteren Drehzahlbereich zu verbessern. Mit Overboost schafft es das 170-PS-Triebwerk auf 280 Newtonmeter. Die 200 PS-Version legt sogar 300 Newtonmeter Drehmoment ab 1650 Umdrehungen hin. Im Vergleich zu den Vorgängern sollen beide Motoren etwa 15 Prozent weniger Schadstoffe emittieren. Parallel dazu soll jedoch eine Steigerung des Drehmoments um 22 Prozent erfolgen.

Die Preisliste für den Insignia mit 1,6-Liter-Ecotec-Motor beginnt bei 28.800 Euro für die Limousine.