Reichlich Fahrkomfort

Für seine Modelle ASX und Outlander hat Mitsubishi ein neues Automatikgetriebe im Angebot. Damit soll der Absatz gesteigert werden.

Engelskirchen. 23 565 Autos hat Mitsubishi, die einst stärkste Allradmarke Deutschlands, 2012 bei uns abgesetzt. Das entspricht einem Minus von mehr als 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den glanzvollen Zeiten der 1980er Jahre verkaufte der Importeur mehr als 100 000 Fahrzeuge in zwölf Monaten.
Ein kleiner, aber treuer Kundenstamm denkt an die glorreiche Epoche zurück, als einem Colt, Lancer, Galant und der Geländewagen Pajero häufig auf den Straßen begegneten. Die Käufer haben die Qualität der japanischen Marke schätzen gelernt, die im Heimatland als der Mer cedes unter den nationalen Anbietern gesehen wurde.
Mit einer sachten Modernisierung des Modellangebots will Mitsubishi nun wieder für eine Steigerung der Verkaufszahlen in Europa sorgen. Ein Drittel der Kunden, so heißt es, würde ein automatisches Getriebe bevor zuge. So wird als Erstes der ASX, ein gerade erst modellgepflegtes kompaktes sportliches Mehrzweckfahrzeug (SUV), damit ausgerüstet. Der 4,30 Meter lange Wagen ist ab 18 990 Euro (Frontantrieb, 117 PS/86 kW) zu haben. Mit der neuen Leistungsspitze, einem 150 PS/110 kW starken 2,2-Liter-Diesel, der mit einer sechsstufigen Automatik kombiniert ist, will die Marke im aufstrebenden Segment ordentlich mithalten. 28 190 Euro kostet das Spitzenmodell des ASX. Das ist nicht wenig, aber immer noch das günstigste Angebot in dieser Leistungsklasse. Die Baureihe hat es immerhin wieder auf den sechsten Platz in der Beliebtheitsskala der kompakten SUV geschafft. Und wer sich vor dem 30. September für einen neuen ASX entscheidet, kann 2000 Euro Rabatt beanspruchen.
Trotz des von 1,8 auf 2,2 Liter gesteigerten Hubraums verbraucht der starke Japaner nur 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilo meter - lediglich 0,2 Liter mehr als die schwächere Version. 360 New tonmeter Drehmoment liegen schon bei 1500 U/min an. Das erlaubt entspanntes Fahren und zwingt die Automatik nicht zu konsum steigernden Übersetzungswechseln, wenn plötzlich Leistung abgerufen wird. Sie arbeitet sanft und unauffällig.
Spontan nimmt der allradgetriebene Fünftürer Fahrt auf und beschleunigt in 10,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h. Die weiche Federung verwöhnt mit viel Fahrkomfort und vermag in schnellen Kurven dennoch zu bestehen. Allerdings zeigt der leichte ASX als Zugwagen Defizite. Mit nur 1400 Kilogramm maximaler Anhängelast verpasst er die Gruppe der Fahrer, die mit größeren Wohnwagen oder schweren Booten auf Anhängern unterwegs sind. Assistenzsysteme wie Spur halte- oder Müdigkeitswarner sind im Mitsubishi ASX nicht zu finden. Allein eine Rückfahrkamera ist als erwähnenswertes Extra zu haben.
Der Outlander, der gerade seinen zehnten Geburtstag in Deutschland feiert, bekommt ebenfalls die sechsstufige Automatik (36 290 Euro). Sie wird mit dem 2,2-Liter-Dieselmotor kombiniert. Alternativ steht ein stufenloses CVT-Getriebe zur Wahl (33 440 Euro). Noch in diesem Jahr soll der Outlander PHEV (Plug-in-Hybrid) das Angebot von Mitsubishi erweitern und für ordentliche Zuwächse sorgen. Ob das gelingt, wird in erster Linie am Preis des sparsamen Siebensitzers liegen. Über den aber schweigt Mitsubishi noch.