Ruckfrei und ohne Nähmaschinengeräusch

Ruckfrei und ohne Nähmaschinengeräusch

Das jahrelange Tüfteln hat sich gelohnt: Subaru spendiert dem Outback mit Dieselmotor nun das stufenlose CVT-Getriebe Lineartronic. Damit ist das Automatikzeitalter für alle weiteren Boxer-Diesel eröffnet.

Friedberg. Die Wahl zwischen Handschaltung und Automatik gibt es bei Subaru schon länger, allerdings nur für Autos mit Benzinmotor. Dies war bedauerlich, da hierzulande die meisten Kunden zu einem Dieselmodell des japanischen Allradspezialisten griffen. Jetzt hält die Automatik auch Einzug in den Outback Diesel, der sich in die Nische der Kombis mit erhöhter Boden freiheit à la Audi A4 Allroad, VW Passat Alltrack oder Volvo XC60 einreiht.
CVT steht für Continuously Variable Transmission. Es handelt sich um eine stufenlose Vollautomatik. Die Änderung der Übersetzung geschieht ohne Unterbrechung der Zugkraft, wodurch der Motor seine Nenn leistung schnell erreicht. Das führt zu einem ruckfreien Fahrkomfort, günstigerem Kraftstoffverbrauch und besserer Elastizität. Etwas ungewohnt ist allerdings der Geräuschpegel, weil er mit steigender Geschwindigkeit und gleichzeitig sinkender Drehzahl allmählich leiser wird. In der Praxis geht damit häufig ein Summen wie von einer Nähmaschine einher - nicht so bei der Outback-Lineartronic. Subarus Ingenieure haben von der Außendämmung über die Feinarbeit an der Laschenkette bis hin zur Auswahl des Öls alles getan, um das Surren zu minimieren. Eine Elektronik simuliert sieben sanfte Fahr stufenwechsel.
Die Schaltvorgänge verliefen während erster Testfahrten auf kurvigen Bergstraßen rasch. Sie sind kaum wahrzunehmen, aber gut nachvollziehbar. Wer auch mal gern selbst Hand anlegt, kann über Wippen am Lenkrad oder den Wählhebel am Mitteltunnel schalten. Der Allrad antrieb verteilt die Kräfte stets zuverlässig zwischen Vorder- und Hinterachse.
Die Ausführung mit Automatik verbraucht nach der Norm 6,3 Liter Diesel, 0,4 Liter mehr als der 150 PS/110 kW starke Outback mit Sechsgang-Schaltung. Das ist der bescheidene Aufpreis für diese komfortable Art des Fahrens. Im Testbetrieb lagen wir bei gemäßigter, jedoch keinesfalls langsamer Fahrweise nur 0,1 Liter über dem Normverbrauch. Tritt man allerdings kräftig aufs Gaspedal, liegt der Verbrauch etwa eineinhalb Liter darüber.
Subaru hat den Outback an der Bugpartie und im Innenraum leicht überarbeitet. Die elektro nische Feststellbremse sitzt jetzt griffgünstig in der Mittelkonsole, und ein neues Navigationssystem erleichtert die Streckensuche. Die Basisversion verfügt serienmäßig über eine Zweizonen- Klimaautomatik sowie eine Rückfahrkamera.
Der Outback Diesel mit Lineartronic kostet ab 39 000 Euro, 2000 Euro mehr als die Version mit Sechsgang-Handschaltung. Der Benziner (173 PS/127 kW) ist nur mit Lineartronic-Automatik erhältlich. Er ist ebenfalls zu Preisen ab 39 000 Euro erhältlich.