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{Scaron}kodas Bestseller übertrumpft sich selbst

{Scaron}kodas Bestseller übertrumpft sich selbst

Länge läuft - das weiß auch die tschechische Marke {Scaron}koda. Die neue Generation des Octavia ist spürbar größer als das aktuelle Modell und überzeugt mit hohem Komfort und vorzüglichem Fahrverhalten.

Weiterstadt. {Scaron}koda stellt die Weichen in Richtung Wachstum. Das zeigt sich nicht nur in der Erweiterung der Modellpalette. Innerhalb eines Jahres wurden der Kleinstwagen Citigo und die kompakte Limousine Rapid vorgestellt. Alle sechs Monate soll künftig ein neues Modell auf die Straßen kommen. Nun ist die dritte Generation des Octavia an der Reihe. Der Bestseller startet am 15. Februar mit dem neuen Familiengesicht. Auf 4,66 Meter streckt sich der Schrägheckwagen in die Länge, das sind neun Zentimeter mehr als beim aktuellen Octavia.
Beim Radstand ist der Sprung noch größer: Um 10,8 Zentimeter sind die Achsen auseinandergerückt - auf 2,69 Meter. Die Breite hat um vier Zentimeter auf 1,81 Meter zugenommen.
Vor allem im Innenraum profitiert der Octavia vom Wachstum. Die Passagiere im Fond genießen eine Beinfreiheit, die der im großen Superb kaum nachsteht. Der Kofferraum des Octavia schluckt 590 Liter und markiert damit einen Rekordwert. Die Laderaumlänge wächst nach dem Umklappen der Rückbank auf 2,40 Meter, das Volumen auf 1580 Liter. Die Versionen mit umklappbarer Beifahrersitzlehne können sogar bis zu 2,74 Meter lange Gegenstände transportieren. Wer noch mehr Platzbedarf hat, muss auf den Kombi warten, der im Herbst erscheinen wird.
Trotz seines Wachstums ist der neue Octavia 102 Kilogramm leichter geworden. Gemeinsam mit dem auf 0,29 optimierten Luftwiderstandsbeiwert sorgt dies für geringeren Treibstoffkonsum. Je vier Benzin- und vier Dieseltriebwerke mit Leistungen von 86 PS/63 kW bis 180 PS/132 kW stehen zur Verfügung. Die sparsamste Version, der Octavia Greenline mit seinem 105 PS/77 kW starken Diesel, verbraucht nach der Norm 3,4 Liter.
Das Basismodell für 15 990 Euro ist mit seinem 86 PS/63 kW starken 1,2-Liter-Benziner nicht eben übermotorisiert. Um halbwegs flott voranzukommen, muss man das Fünfganggetriebe fleißig schalten. Der Normverbrauch von 5,2 Litern Super markiert ebenfalls keinen Spitzenwert. Das Grundmodell soll eher die Preisliste verschönern als den Kunden begeistern. Die kräftigeren Versionen sind gleich ein hübsches Sümmchen teurer. Der 105-PS-Benziner kostet 1800 Euro mehr, für den kleinsten Diesel mit identischer Leistung sind über 3000 Euro mehr zu berappen.
Die Federung arbeitet vorzüglich, das Fahrverhalten und die Leistung der Bremsanlage sind tadellos. Und auch bei der Wahl der Materialien steht der Octavia dem deutlich kleineren (und teureren) Golf nicht nach - zumindest, wenn man nicht zu genau hinschaut.
Um moderne Assistenzsysteme kommt {Scaron}koda nicht herum. Spur- und Abstandswächter gehören unter anderem dazu, ebenso ein Müdigkeitswarner und das Notbremssystem. Bis zu neun Airbags gibt es.