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Sein Design erregt Aufmerksamkeit

Sein Design erregt Aufmerksamkeit

Nissans neuer Micra bringt eine für Kleinwagen sehr umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung mit. Im März kommt er in den Handel.

Brühl Der Nissan Micra hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Mal war er Weltauto, mal wurde er für regionale Märkte konstruiert. Er zeigte sich mit runden, weichgespülten Formen und versuchte mit Scheinwerfern, die wie die Nüstern eines Nilpferds aufgesetzt waren, durch Niedlichkeit zu punkten. Nach sieben Jahren Laufzeit der vierten Generation erneuert Nissan nun die Kleinwagenbaureihe. Die Neuauflage tritt mit ausdrucksstarkem Design an. Mehr als 100 Farb- und Dekorvariationen stehen zur Auswahl. Der neue Micra kommt Ende März zu Preisen ab 12 990 Euro in den Handel.
Sein Design wird polarisieren. Den wichtigsten ersten Eindruck gewinnen die meisten beim Betrachten der Frontpartie. Die ist aber nicht eben die Schokoladenseite des vier Meter langen Fünftürers. Kühlergrill und die zierende Chromspange in Form eines V betonen eher die Vertikale als die Horizontale. Dadurch wirkt der Bug schmalbrüstig, obwohl der neue Micra um acht Zentimeter in die Breite gegangen ist. Auch das Spiel mit konkaven und konvexen Flächen auf den Flanken muss nicht jedem gefallen. Immerhin macht die markant geschwungene seitliche Sicke den kleinen Nissan unverwechselbar.
Das Raumangebot ist gut, das Längenwachstum des Micra um 17 Zentimeter zeigt Wirkung. Der Fahrer findet dank Sitzhöhen verstellung und einer zweifach justierbaren Lenksäule eine an genehme Sitzposition. Gut ablesbare Instrumente und große Displays in fünf und sieben Zoll Größe vermitteln alle wichtigen Fahrdaten und zeigen die Navigationskarten an. Das alles wirkt aufgeräumt, nur das Lenkrad ist mit allzu vielen Tasten und Wippen übersät.
Gewonnen hat das Kofferraumvolumen. 300 Liter sind ein anständiger Wert für einen Klein wagen. Klappt man die asymmetrisch geteilte Rückbank um, stehen 1004 Liter Volumen zur Ver fügung. Dann stört allerdings eine massive Stufe auf dem Boden, die wie die hohe Ladekante nur durch das Einlegen eines Zwischen bodens weniger hinderlich wird.
Zwei Benzinmotoren und ein Dieseltriebwerk bietet Nissan für den Micra an. Basismotor ist ein Dreizylinder-Benziner mit 1,0 Litern Hubraum und 73 PS/54 kW. Er ist allerdings erst einige Wochen nach dem Marktstart zu haben. Einen guten Eindruck machte bei ersten Testfahrten der kräftigere Turbobenziner. Er hat ebenfalls drei Zylinder, schöpft aber aus nur 0,9 Litern Hubraum 90 PS/66 kW. Auf die gleiche Leistung kommt der 1,5-Liter-Turbodiesel mit vier Zylindern.
Während dem Turbobenziner die fünf Gänge der Handschaltung ausreichen, wäre dem Diesel ein Gang mehr dienlich. Ohnehin ist der Selbstzünder wegen seines um mindestens 2000 Euro höheren Preises eher für den gewerblichen Einsatz und längere Fahrstrecken geeignet. Eine stufenlose Getriebe automatik soll später auch ältere Käufer für den Micra gewinnen. Ebenso ist eine noch kräftigere Benzinerversion angekündigt.
Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Die in dieser Klasse keineswegs üblichen Assistenten wie Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung oder Spurhalte- und Toter-Winkel-Wächter gehören in der höchsten Ausstattungsstufe Tekna (19 990 Euro) zur Serie. Auch die 360-Grad-Kamera und der 90-PS-Turbobenziner sind an Bord. Sitzheizung, elektri sche Fensterheber vorn, Navigation und vor allem das Bose-Audiosystem, das mit zusätzlichen in den vorderen Kopfstützen inte grierten Lautsprechern arbeitet, werden hier außerdem geboten. Doch auch die Basisausstattung Visia bringt unter anderem sechs Airbags und Notbremsassistent sowie Lichtsensor mit.