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Spartipps für das erste eigene Auto

Vergleichen lohnt sich : Spartipps für das erste eigene Auto

Der Führerschein ist in der Tasche, das 18. Lebensjahr ist erreicht - nun wird es Zeit für ein Auto. Gerade jungen Menschen steht dabei kein besonders großes Budget zur Verfügung, immerhin ist es schon relativ teuer, den Führerschein überhaupt zu machen. Deshalb gilt es, an den richtigen Stellen zu sparen.

So kommen junge Fahrer in den Genuss eines eigenen Autos ohne Abstriche bei den Themen Sicherheit oder Komfort zu machen.

Eltern kaufen für die Kinder

Nicht selten sind es die Eltern oder andere Verwandte, die für die Finanzierung von Führerschein oder Auto sorgen. Dies hat den Vorteil, dass die Kinder selbst nicht den großen Belastungen ausgesetzt sind. Zum einen ist es möglich, dass die Eltern ein neues Auto kaufen und auf ihren Namen anmelden. So läuft die Versicherung ebenfalls auf ihren Namen - und ist automatisch günstiger. Die Kinder werden lediglich als Fahrer eingetragen und dürfen den Wagen jederzeit nutzen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Kinder, wenn sie sich wirklich selbst ein Auto kaufen, in der Versicherung automatisch weniger zahlen müssen. Gerade bei den Änderungen der Versicherungstarife zum 1. Januar 2020 ist es hilfreich, hier möglichst viel Geld zu sparen.

Zum anderen gibt es die Option, dass die Eltern sich selbst ein neues Fahrzeug kaufen und den älteren Wagen den Kindern überlassen. Vor allem Fahranfänger sind unfallanfälliger, sodass sich die Nutzung eines älteren Fahrzeugs anbietet. In jedem Fall ist es günstiger, wenn die Eltern sich um den Kauf und die Anmeldung des neuen Autos kümmern.

Ein Kreditvergleich lohnt sich

Um den Autokauf zu finanzieren, greifen viele Menschen auf einen Kredit zurück. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die mit Vor- und Nachteilen verbunden sind.

Der klassische Bankkredit

Natürlich ist es möglich, mit einem Kredit für das eigene Auto zu arbeiten und so die Finanzierung auf sichere Beine zu stellen. Ein spezieller Autokredit ist dabei oft günstiger als ein allgemeiner Ratenkredit. Ein Autokredit ist zweckgebunden, der Fahrzeugbrief des neuen Wagens muss in der Regel als Sicherheit bei der Bank hinterlegt werden. Im Gegenzug wird der Kauf des Autos mit einem Bankkredit insgesamt oft günstiger. Da der Käufer die gesamte Summe auf einmal zahlen kann, gewähren Händler hier gern großzügige Rabatte. Sowohl Raten- als auch Autokredite werden von vielen großen Kreditinstituten angeboten. Ein Vergleich lohnt sich daher, um die günstigsten Konditionen zu finden.

Die Händlerfinanzierung

Eine weitere Option ist es, das Auto direkt beim Händler zu finanzieren. Die Autohändler kooperieren dazu ebenfalls häufig mit den bekannten Kreditinstituten. Schließt der Kunde nun einen Kredit über seinen Autoverkäufer ab, erhält dieser eine Provision. Häufig bedeutet das, dass der Kredit für den Kunden teurer wird als ein Bankkredit, den er selbst abschließt. Der Autohändler tritt dabei als Zwischenhändler auf. Hier können Kunden nur dann profitieren, wenn der Zinssatz sehr viel niedriger ausfällt als beim Autokredit oder wenn der Barzahlerrabatt sehr viel höher ist. Viele Vergleichsportale bieten heute die Möglichkeit, Händlerkredite und Bankkredite zu vergleichen. So finden Verbraucher die Finanzierungsoption mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gebraucht statt neu

Wer beim Autokauf auf das Geld achten muss, sollte sich zunächst nach gut erhaltenen Gebrauchtwagen umsehen. Bekanntlich verliert ein Auto im ersten Jahr am meisten an Wert. Das bedeutet, dass bereits Jahreswagen sehr viel günstiger sind als Neuwagen. Diese Autos sind modern, meist gut ausgestattet und oft unfallfrei. Der Kunde bekommt also viel Qualität für wenig Geld. Gebrauchtwagen werden heutzutage sowohl von Autohändlern als auch von Privatleuten verkauft, online gibt es zahlreiche Angebote. Der ADAC gibt zahlreiche Tipps für den Gebrauchtwagenkauf, mit denen Kunden sich vor Betrug schützen können. Wichtig ist in jedem Fall, eine fachkundige Person mitzunehmen. Vier Augen sehen mehr als zwei! Zudem sollte eine Probefahrt obligatorisch sein, um sich mit dem möglicherweise neuen Auto vertraut zu machen.

Tipp: Der ADAC führt, wie viele andere Prüfstellen auch, Gebrauchtwagenuntersuchungen durch. Bei diesen wird das Auto detailliert auf Mängel hin überprüft. Möchte der Verkäufer nicht, dass eine solche Untersuchung durchgeführt wird, ist vom Kauf abzuraten.

Die richtige Versicherung macht den Unterschied

Wer ein Auto fährt, muss es versichern. Hier gibt es verschiedene Versicherungstypen, die unterschiedliche Arten von Schäden absichern. Dabei ist lediglich die Kfz-Haftpflichtversicherung obligatorisch. Sie deckt Schäden ab, die durch das eigene Auto an anderen Verkehrsteilnehmern entstehen. Dazu gehören körperliche Schäden, Schäden an anderen Autos ebenso wie Folgeschäden durch einen selbst verschuldeten Unfall. Zudem ist es freiwillig möglich, eine Kaskoversicherung abzuschließen. Die sogenannte Teilkasko deckt folgende Schäden ab:

· Schäden durch Feuer und Explosion

· Diebstahl

· Diebstahl von Autoteilen

· Unwetterschäden

· Wildschäden

· Marderschäden

· Glasbruch

· Kurzschluss an der Verkabelung

Der große Unterschied zwischen einer Vollkasko- und einer Teilkaskoversicherung liegt darin, dass die Teilkasko keine Schäden absichert, die der Autobesitzer selbst verschuldet hat. Die Vollkasko übernimmt zudem die Kosten für Unfallschäden und Schäden durch Vandalismus. Insgesamt können sich die Leistungen der einzelnen Versicherer stark unterscheiden. Eine Vollkaskoversicherung ist insbesondere für junge Autos, die nicht älter als fünf Jahre sind, ratsam. Bei der Wahl der Versicherung sollten Autohalter Kosten und Leistungen vergleichen. Der Abschluss einer guten Versicherung kann in der Folge hohe Ausgaben für Schäden am Fahrzeug vermeiden.

Ein Auto für mehrere Fahrer

Neben den Anschaffungs- und Versicherungskosten sind die Unterhaltskosten für ein Auto der größte Punkt, um den sich Fahranfänger Gedanken machen müssen. Die Benzinpreise steigen nach wie vor an, im Durchschnitt kostet der Liter Super E10 heute rund 1,40 Euro. Wer viel unterwegs ist, muss also auch viel tanken. Hier lässt sich Geld sparen, wenn sich mehrere Fahrer das Auto teilen. Fahrgemeinschaften, Carsharing oder die Mitfahrzentrale sind einfache Möglichkeiten, das Spritgeld aufzuteilen. Jeder Mitfahrer zahlt seinen Anteil, sodass die Kosten für Benzin nicht am Hauptfahrer hängenbleiben. So sind junge Leute günstig und schnell unterwegs.

Wichtig: Wer im Bereich Carsharing das Auto regelmäßig komplett an andere Fahrer übergibt, sollte ein Fahrtenbuch führen. Darin werden gefahrene Kilometer und etwaige Schäden eingetragen. Zudem gilt hier, dass der Tank bei Rückgabe immer genauso voll sein sollte wie bei der Übergabe. So lässt sich Streit vermeiden.