Sport- und Sparkombi für Individualisten

Sport- und Sparkombi für Individualisten

Mit dem neuen Levorg erhofft sich Subaru größere Marktanteile im Segment der Mittelklassekombis, als sie das Vorgängermodell Legacy erreicht hat. Den Levorg liefert der japanische Autobauer nur als Kombi, mit nur einer Motorisierung, stets mit Allradantrieb sowie mit stufen losem Automatikgetriebe aus.

Friedberg. Die japanische Marke Subaru, Spezialist für Allrad fahrzeuge und mit einer Vorliebe für Boxermotoren, verkauft in Deutschland im Jahr weniger als 10 000 Autos, obwohl sieben Baureihen angeboten werden. Die Käufer sind jedoch ein ein geschworenes Völkchen, das einen Schuss Individualität sehr schätzt.
Nun steht ein neues Modell bei den Händlern, das den Absatz kräftig ankurbeln soll. Der Levorg löst das Mittelklassemodell Legacy ab. Der Name Levorg beinhaltet willkürlich gemischte Buchstaben aus den Wörtern Legacy, Revolution und Touring. Es handelt sich um einen Kombi, der gegen etablierte Konkurrenten wie Citroën C5 Tourer, Ford Mondeo Turnier oder Honda Accord Tourer antritt.
Vielfältige Familie



Eine Familienzugehörigkeit ist bei Subarus Modellen schwer auszumachen. Dazu sind die Baureihen zu unterschiedlich, vielleicht auch zu beliebig designt. Erkennungsmerkmal bleibt einzig das Markenemblem, das aus sechs Sternen gebildet wird, die im Oval angeordnet sind.
Gefällig wirkt der Levorg allemal. Die mächtige Lufthutze auf der Motorhaube macht keinen Hehl daraus, dass sie Aufmerksamkeit erregen will. Sie verweist auf den hochmotorisierten Impreza WRX STI und weckt Erinnerungen an Subarus Er folge bei der Rallye-Welt meisterschaft.
Im übersichtlichen Cockpit des Levorg findet man sich schnell zurecht. Im Fond geht es geräumig zu. An der Gepäckraumgröße von 522 Litern gibt es nichts zu meckern, auch wenn sich 40 Liter in einem Fach unter dem Lade boden verstecken. Sofern die Rücksitze umgeklappt werden, stehen dachhoch 1446 Liter Ladevolumen zur Verfügung.
Hatte man beim Legacy die Wahl zwischen Benziner und Diesel, wird einem diese Entscheidung nun abgenommen. Den Levorg gibt es bis auf Weiteres nur mit einem 170 PS/ 125 kW starken 1,6-Liter-Boxer-Benziner. Ein Turbolader versorgt den Motor mit zusätzlicher Luft, und der Kraftstoff wird direkt in den Brennraum ein gespritzt. Bei ersten Testfahrten haben wir uns von den physi kalischen Vorzügen des Boxermotors überzeugt, da weder Lärm noch Vibrationen störten.
Die Kraftübertragung übernimmt ein stufenloses Automatikgetriebe namens Lineartronic. Den sogenannten Gummiband effekt mit heftigem Aufbrausen beim Beschleunigen hat Subaru seiner Lineartronic abtrainiert.
Kultivierter Ton



Sechs Fahrstufen haben die Ingenieure dem stufenlosen Getriebe einprogrammiert, so dass es wie ein herkömmliches Getriebe wirkt. Ein kultivierter Ton und die weitgehende Ruckfreiheit zeichnen den Levorg aus. Den Normverbrauch gibt Subaru mit 6,9 Litern Super an. Im Verlauf erster Testfahrten lagen wir circa zwei Liter darüber. Man kann im Automatikmodus genüsslich dahingleiten, bei Bedarf mit Hilfe der Schaltwippen am Lenkrad aber auch zügig beschleunigen. Als Pluspunkte sind auch das gut abgestimmte, komfortable Fahrwerk und die angenehme Auslegung der Lenkung zu nennen.
Der Levorg kostet ab 28 900 Euro. Er bietet für diesen Preis unter anderem einen perma nenten Allradantrieb, Klima automatik, Rückfahrkamera und schlüssellosen Zugang. Wer mag, kann den attraktiven Preis zum Beispiel mit dem eines VW Golf Variant 1.8 TSI 4Motion ver gleichen. Der ist ab 33 050 Euro erhältlich. Differenz: 4150 Euro.