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Trumpf in einer begehrten Fahrzeugklasse

Trumpf in einer begehrten Fahrzeugklasse

Sporliche Mehrzweckfahrzeuge (SUV) haben sich von harten Geländewagen zu komfortablen Lifestyle-Autos gewandelt. Sie verkaufen sich weiterhin gut, so dass Hyundai bereits die dritte Gene ration seines Modells Santa Fe ins Rennen schickt.

Neckarsulm. Bei Autos hat das SUV-Segment inzwischen einen Anteil von zwölf Prozent am Gesamtmarkt. Hyundai ist in der oberen Mittelklasse mit dem Santa Fe vertreten, der seit kurzer Zeit bereits in der dritten Generation antritt. Zu seinen Gegnern zählen Audi Q3, BMW X3, Mazda CX-7 und Volvo XC 60.
Schon optisch kommt der neue Santa Fe markanter daher. Bei der 4,49 Meter langen Karosserie sollen die ausgefeilte Front und die Keilform die Aerodynamik verbessern. Der Neue ist fünf Millimeter länger als das Vorgängermodell und 75 Millimeter niedriger (1,69 Meter). Hyundai hat nicht nur das Design aufgefrischt, sondern auch den Nutzwert gesteigert. So kann die Rückbank künftig um zwölf Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden, zusätzlich sind die Rückenlehnen in ihrer Neigung verstellbar. In den Kofferraum passen 534 Liter, nach dem Umklappen der dreigeteilten Rücksitzlehnen wächst das Volumen auf bis zu 1680 Liter, das sind 100 Liter mehr als beim Vorgänger. Hochfeste Stahlsorten helfen, das Gewicht im Zaum zu halten. Dennoch sind es beim Topmodell 2.2 CRDi 4WD bis zwei Tonnen. Unter anderem sieben Airbags sorgen für passive Sicherheit, dazu kommen diverse Assistenzsysteme wie eine Berganfahrhilfe. Bei den Sonderausstattungen fällt auf, dass die herkömmliche Sechsstufen-Wandlerautomatik nur für den stärksten Diesel lieferbar ist (Aufpreis: 1800 Euro) - und ein Stopp-Start-System vorläufig überhaupt nicht.
Unter dem schönen Kleid findet man also nicht allzu viel Neues, zumindest was Motoren und Antrieb angeht. Ansonsten bietet schon die unterste von drei Ausstattungsstufen (Trend, Style und Premium) viel. Klimaanlage, Rückfahrkamera und Dachreling sind bereits an Bord. Drei Modi dienen zur Lenkunterstützung, bringen aber nicht viel. Fünf Jahre Garantie sind dagegen ganz nett. Innen schmeicheln Chrom und Leder den Sinnen. Nicht zuletzt kann sich die Anhängelast sehen lassen: bis zu zwei Tonnen.
Viele Kunden verzichten heute beim SUV auf den Allradantrieb, weshalb Hyundai mehrere Versionen des Santa Fe mit Front antrieb im Angebot hat. Nur den mindestens 39 200 Euro teuren Diesel 2.2 CRDi gibt es mit vier angetriebenen Rädern. Beim Vorgänger war die Nachfrage nach dem 2,2-Liter-Diesel mit 197 PS/ 145 kW besonders groß. Rund 90 Prozent der Verkäufe entfielen auf diese Version. Hyundai rechnet künftig mit ähnlichen Anteilen. Der starke Diesel zieht überzeugend durch und bringt den Wagen bis auf 190 km/h, dann regelt er automatisch ab. Der Normverbrauch liegt bei 6,1 Litern (CO{-2}-Ausstoß: 159 g/km).
Der kleinere Diesel 2.0 CRDi mit 150 PS/110 kW, der ab Januar lieferbar sein soll, liegt im Verbrauch praktisch auf gleichem Niveau, sein Einstiegspreis beträgt 32 920 Euro.
Einziger Benziner in der Palette ist der 2.4 GDI, den Hyundai ab 29 990 Euro anbietet. Er leistet 192 PS/141 kW und konsumiert nach der Norm 8,7 Liter Super, was einem CO{-2}-Ausstoß von 202 g/km entspricht.