Viel Raum im Kleinwagen

Der Mitsubishi Space Star sieht knuffig aus. Mit nur 3,71 Metern Außenlänge ist er gut 20 Zentimeter kürzer als der Vorgänger Colt, im Innenraum aber praktisch identisch.

Rüsselsheim. Von Form und Größe her ähnelt der komplett neu entwickelte Space Star des japanischen Herstellers Mitsubishi am ehesten dem Hyundai i10. Zu seinen direkten Gegnern zählen auch der VW Up, der Seat Mii, der {Scaron}koda Citigo und der Nissan Micra. Für Mitsubishis Kleinwagen stehen zwei Dreizylinder-Benziner mit 1,0 und 1,2 Litern Hubraum zur Verfügung. Die Preisliste beginnt bei 8990 Euro für das simpel ausgestattete Basismodell.
Im Space Star, der vier Türen und eine große Heckklappe bietet, finden bis zu vier Insassen ordentlich Platz, notfalls passen auch fünf Personen hinein. Im Kofferraum kann man 235 Liter Gepäck verstauen, maximal sind es dank geteilt umklappbarer Rücksitzlehne 912 Liter. Neben dem für diese Klasse großzügigen Raumangebot wartet der Space Star mit erhöhten Sicherheitsstandards auf - darunter sechs Airbags einschließlich Seiten- und Kopf-Airbags. Dank hochfester Stähle und Leichtbau an Fahrwerk und Motor liegt das Leergewicht bei 845 Kilogramm. Die beiden Dreizylinder-Motoren verfügen jeweils über vier Ventile pro Brennraum. Die 1,0-Liter-Version leistet 71 PS/52 kW, die 1,2-Liter-Ausführung kommt auf 80 PS/59 kW. Serienmäßig haben sie eine Fünfgangschaltung, auf Wunsch gibt es im 1.2 die stufenlose CVT-Automatik für 1000 Euro Aufpreis, lieferbar ab Juni. Der Normverbrauch des kleineren Motors liegt mit Clear-Technik bei 4,0 Litern Super, beim 1,2-Liter sind es 4,3 Liter. Wer öfters außerhalb der Stadt unterwegs ist, sollte zum stärkeren Triebwerk greifen.
Neben der Basisausstattung steht für den 1.0 die Light-Version (ab 10 990 Euro) zur Auswahl, die unter anderem Stopp-Start-System, CD-MP3-Radio und Klima anlage umfasst. Die Einstiegsausstattung im 1.2 heißt Shine (12 990 Euro); sie beinhaltet zum Beispiel Klima automatik, 15-Zoll-Alufelgen sowie Licht- und Regensensoren. Die Topversion Shine+ (unter anderem mit Navigationssystem) kostet ab 13 990 Euro. Als einziges Extra steht eine Metallic-Lackierung für 450 Euro in der Preisliste.
Bei ersten Testfahrten gaben sich die kleinen Dreizylinder im Stadtverkehr recht flink, auf Landstraßen und Autobahnen ziehen sie erst bei etwa 3500 Touren spürbar durch. Wer zügig vorankommen will, muss fleißig schalten. Immerhin beschleunigt die stärkere Version in 11,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Wer die Motoren ausdreht, nimmt den kernigen, für manchen etwas aufdringlichen Klang deutlich wahr. Ab 120 km/h überwiegen die Windgeräusche. Freilich ist der Space Star eher in der City zu Hause, da sprechen neben dem niedrigen Verbrauch auch seine Leichtfüßigkeit und Wendigkeit - nur gut neun Meter Wendekreis - für ihn.