Alexa, Siri oder auch Google Assistent - wie Sprachassistenten unser Leben verändern können

Smart Home : Alexa, Siri oder auch Google Assistent - wie Sprachassistenten unser Leben verändern können

Unsere Welt zuhause wird immer digitaler und automatisierter. Smart Home heißt das Stichwort. Doch inwieweit sind die uns heute verfügbaren Geräte in der Lage, unseren Alltag zu erleichtern und damit unser Leben in gewisser Weise zu verändern?

Anfänge von Sprachassistenten

Es hat alles mit Siri angefangen. Natürlich, wie soll es auch sonst sein, war Apple damals der Vorreiter, auch wenn der Sprachassistent damals eher als witziges Gadget nebenbei auf dem Smartphone verfügbar war und keine sinnvolle Erleichterung für unseren Alltag darstellte.

Schnell haben dann aber andere Hersteller nachgerüstet und auf Ihren Smartphones jeweils auch Sprachassistenten zur Verfügung gestellt, die aber bis vor ein paar Jahren nicht wirklich hilfreich und nicht intuitiv zu bedienen waren.

Alexa & Co.

Erst als Ende 2016 der Sprachassistent Alexa in Form des Amazon Echo, der als Smart Speaker bezeichnet wird, auf den Markt kommt, ändert sich die Situation grundlegend. Alexa war endlich eine wirkliche Innovation, der eine intuitive Sprachbedienung zu Grunde lag.

Der Amazon Echo ist ein intelligenter, internetbasierter und sprachgesteuerter Assistent, der auf den Bediener persönlich zugeschnitten ist.

Der von dem US-amerikanischen Unternehmen Amazon hergestellte Sprachassistent ist unter anderem dadurch so innovativ, weil es ihm erlaubt ist, auf diverse herstellereigene Dienste oder auch Drittanbieterdienste zuzugreifen.

Neben Alexa gibt es mittlerweile auch noch intelligente Sprachassistenten von Google (Google Assistent) oder Apple (Siri). Im Folgenden wird das Thema anhand von Alexa beschrieben, da dieser zurzeit am fortschrittlichsten funktioniert. Ausführlichere Informationen zu modernen Sprachassistenten wie Alexa finden Sie auch hier, wo das Thema in verschiedenen Artikeln nochmal detailliert aufgegriffen wird.

Innovative Funktionsweise

Alexa erkennt die in einem Raum gesprochene Sprache und reagiert auf das Schlüsselwort Alexa. Jeden Befehl, der nach diesem Wort gesagt wird, wird vom Gerät registriert, über das Internet an den Hersteller weitergeleitet und dort verarbeitet. Darauf wird Alexa dann die gewünschte Information an den Benutzer weitergeben oder auch den Befehl, wie das Licht im Wohnzimmer auszuschalten, ausgeführt.

Letzteres ist die eigentliche Innovation, die dem Benutzer einen wirklichen Mehrwert gibt und sich von den bisherigen Sprachassistenten, die es vor 2016 gab, abhebt, die lediglich Informationen weitergeben oder Befehle am Smartphone selbst ausführen konnten.

Es ist also jetzt möglich, jegliche mit dem Internet, sprich dem gleichen WLAN, verbundene Geräte zu steuern - und das nur mit Sprachbefehlen über das Amazon Echo. Man kann theoretisch auch mehrere "Echos" im Haus haben. Die Stimme wird dann automatisch von dem Gerät erkannt, das am nähesten bei dem Benutzer steht. Dies ist dank der Funktion "Echo Spatial Perception" möglich.

Licht, Heizung, TV, etc.

Es gibt vielerlei Möglichkeiten diese innovative Technik zuhause zu nutzen. Man kann seinen TV einschalten, die Rolläden herunterfahren lassen, das Licht ausschalten, die Heizung einschalten, die Tür abschließen und vieles mehr.

Aber diese Beispiele sind wahrscheinlich aus den bekannten TV-Spots schon bekannt. Vorausgesetzt ist natürlich immer, dass die Geräte modern genug sind, um die technischen Anforderungen zu erfüllen und sich so mit dem Alexa-Gerät zu verbinden. Hauptsächlich wird natürlich eine WLAN-Konnektivität benötigt.

Die Skill-Funktion

Diese Funktionen werden von Amazon als "Skills" bezeichnet, die noch nachträglich zum Gerät hinzu erworben werden können. Ohne diese Skill-Erweiterungen des Amazon Echo kann er lediglich die normalen Funktionen ausführen, die schon länger bekannt sind, wie das Abspielen von Musik, das Stellen des Weckers, Kalendereintragungen oder auch Begriffserklärungen.

Die Skillfunktion ermöglicht es jedoch dem Benutzer, neben der Steuerung von Smart-Home-Geräten, auch Spiele zu spielen, Nachrichten zu versenden oder eine Kommunikation mit der Bank zu starten. Während es in den USA über 50000 solcher Skills gibt, bewegt sich die Zahl im deutschsprachigen Raum derzeit nur bei ca. 3000, was aber ebenfalls schon eine Menge Möglichkeiten bietet.

Man kann die Skills alternativ zur Sprachsteuerung auch über die in den App- oder Playstores der Smartphones verfügbare Alexa-App steuern.

Es gibt auch Skill-Apps wie beispielsweise von BMW, mit denen man über Alexa sein Auto auf- und zusperren kann.

Es gibt auch noch weitere Bedienmöglichkeiten außerhalb des Hauses wie das Bedienen des Rasensprengers oder auch kompatiblen Leuchten, die per App via WLAN steuerbar sind, und mit denen man die Beleuchtung des ganzen Hauses und im Garten steuern kann.

Zu guter Letzt kann man sich durch Alexa auch den Wachhund sparen, da sie in Verbindung mit einer Kamera auch als Alarmanlage dient und so Verbrecher vom Haus fern hält.

Mehr von Volksfreund