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Außergewöhnliche Belastung bei Behinderung geht weit

Außergewöhnliche Belastung bei Behinderung geht weit

Mehrkosten für den behindertengerechten Neubau eines selbstgenutzten Hauses sind steuerlich als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Zu diesen Mehrkosten zählen auch die Aufwendungen für den Kauf eines größeren Grundstücks, um einen ebenerdigen, barrierearmen Neubau zu errichten.

Auf eine entsprechende Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen macht die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund aufmerksam (Az.: 14 K 399/11).
Im dem Fall errichtete ein Ehepaar aufgrund der schweren Erkrankung der Frau einen eingeschossigen Bungalow, der hinsichtlich Ausstattung und Zuschnitt behindertengerecht und barrierearm gestaltet wurde. In ihrer Steuererklärung machten die Eheleute Mehrkosten für den Kauf eines größeren Grundstücks von etwa 14 000 Euro geltend. Der Mehraufwand sei aufgrund baurechtlicher Vorschriften behinderungsbedingt gewesen. Dies bestätigte das Finanzgericht. Die mit der schwerwiegenden Behinderung der Klägerin verbundene Gestaltung des Wohnumfelds umfasse auch die Anschaffung des größeren Grundstücks. Die Klägerin sei krankheitsbedingt auf pflegerische Unterstützung angewiesen. Hierdurch ergebe sich ein größerer Grundflächenbedarf, zum Beispiel im Sanitärbereich. Ob es gegenüber einer eingeschossigen Bauweise Alternativen gebe, sei unbeachtlich. red