1. Magazin
  2. Bauen & Wohnen

Bunte Überraschung im Beet: Frühblüher-Zwiebeln auswerfen

Bunte Überraschung im Beet: Frühblüher-Zwiebeln auswerfen

Krokusse, Schneeglöckchen und Tulpen müssen nicht in Reih und Glied im Beet wachsen. Warum die Zwiebeln nicht einfach auswerfen und sich überraschen lassen, was wo im Frühjahr blüht?

Die Bepflanzung im Beet muss nicht bis ins letzte Detail geplant sein. „Ich mische verschiedene Arten und Sorten in einem Eimer und schmeiße sie einfach aufs Beet“, verrät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin ihren Pflanztrick fürs Frühjahrsbeet. „Wo sie liegenbleiben, werden sie gesetzt.“ Das Schöne: Keiner weiß, welche Gattung und Sorte mit welcher Blütenfarbe wo in einigen Monaten sprießen wird.

Die Frühblüher müssen noch bis Ende Oktober in die Erde. Gartenbesitzer sollten bei der Bepflanzung klotzen statt kleckern, findet Van Groeningen. „Ich setze mindestens 30 bis 50 Stück pro Quadratmeter.“ Im Pulk wirken die Zwiebelblumen im kahlen und tristen Garten nach dem Winterende viel besser. Van Groeningen mischt Sorten, deren Blütezeiten sich ein wenig überschneiden. „So habe ich über lange Zeit immer ein bisschen was Blühendes im Beet, aber auch einen Höhepunkt, zu dem alle Pflanzen gleichzeitig blühen.“

In Trögen für den Hauseingang und Blumenkästen auf dem Balkon werden Zwiebeln mit unterschiedlichen Blühzeiten am besten in Lagen übereinander in die Erde gesetzt. Die obersten Zwiebel sollten jene mit der geringsten Wuchshöhe sein - meist Krokusse und Traubenhyazinthen. Die Knollen der langen Tulpen müssen tiefer nach unten. Dazwischen kommen Schichten von Erde. Die Kästen sollten den Winter über an einer Hauswand stehen, da sie dort nicht zu nass werden, rät Van Groeningen. Sonst vergammeln die Zwiebeln.

Die geplante Bepflanzung kann manchmal durcheinander kommen. Schuld daran sei das Wetter, sagt Van Groeningen. Ist es zum Beispiel lange kalt und wird es dann plötzlich sehr warm, sprießen alle Zwiebeln auf einmal. „Dann explodiert der Trog fast. Aber auch das ist wirklich schön.“

Hier geht's zur Website der Königlichen Gartenakademie