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Der Immobilienmarkt für Käufer im Fokus

Der Immobilienmarkt für Käufer im Fokus

Obwohl der Markt immer wieder immense Preissprünge verzeichnet, ist das Interesse deutscher Anleger an Immobilien im Inland und Ausland ungebrochen. Macht es, auch bei hohen Quadratmeterpreisen, Sinn, Geld zu investieren und ist der Immobilienmarkt überhaupt noch sicher?

Der Immobilienmarkt für Käufer im Fokus
Foto: commons.wikipedia.org © Assumulator CC BY-SA 3.0

Ein Blick in die Schaufenster von Immobilienmaklern, Anzeigen in Zeitungen und Onlineplattformen zeichnen ein deutliches Bild. Die Preise für Immobilien scheinen an vielen Orten nur den Weg nach oben zu kennen. Grade in Zeiten von finanziellen Turbulenzen gilt "Betongold" als eine sichere Geldanlage. Jeder Anleger spekuliert zusätzlich auf deutlich höhere Renditen als das gute, alte Sparbuch bieten würde. Jedoch ist die ganze Begeisterung für den Immobilienmarkt bei Experten durchaus auch kritisch im Focus und einige sind dem Kaufverhalten gegenüber skeptische eingestellt.

Droht ein Zusammenbruch des Marktes?

Immer wieder fällt auf Seiten der Skeptiker das Wort "Preisblase". Auch wenn es Märkte gibt, die sich auf Grund des Käufers und Anlegerverhaltens überreizt haben, deutet in Deutschland nichts auf eine Preisblase hin. Sobald aber vermehrt Immobilien mit Geld gezahlt wird, das nur auf dem Papier existiert, droht der Markt zu kippen. Positiv für die deutschen Immobilien ist zudem, dass die Preise zwar stellenweise hoch sind, aber im Verhältnis sehr stabil, berichtet dieser Artikel . Erst wenn Käufer im großen Stil ein finanziell ungesundes Verhalten an den Tag legen, kann es zu einer Immobilienblase kommen, so wie in den vergangenen Jahren in Japan, den USA aber auch in Ländern innerhalb der europäischen Gemeinschaft wie Irland und Spanien.

Trend oder Bewegung auf dem Markt?

Auch von einem echten und flächendeckenden Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt wollen die meisten Experten nicht sprechen. Es kommt viel mehr derzeit zu einer Preisdrift und diese ist wie immer Trends unterworfen. In den 90er Jahre zog es so viele Familien aufs Land. Dieser Trend aber hat sich inzwischen wieder umgekehrt. Mehr und mehr Menschen zieht es zurück in die Großstädte. An vielen, besonders beliebten Orten kann der Wohnungsbau diesem erhöhten Bedarf und der gestiegenen Nachfrage kaum mehr Schritt halten. Gutes Beispiel für eine derartige Marktentwicklung sind Standorte wie München, Düsseldorf, Frankfurt und Regensburg. Im Umkehrschluss aber bedeutet ein Trend zu Gunsten der Metropolen eine Wegbewegung von Landgemeinden. Während also in den beliebten Ballungsgebieten die Preise steigen, fallen die Preise auf dem Land bei bestehenden Immobilien.

Hinweise zum Kauf von Immobilien im Ausland

Doch, wie schaut es auf den Märkten außerhalb Deutschlands aus? Viele Bundesbürger blicken gerne über den Tellerrand des Bundesgebiets und haben Immobilien im Ausland im Auge. Während hierzulande der Markt als stabil gilt, sollten im Ausland einige, grundlegende Tipps eingehalten werden, wie folgender Ratgeber ebenfalls beschreibt.

1. Vor dem Kauf sollte der eigene Wunsch konkretisiert werden. Jedem Käufer sollte ein genaues Bild davon vorschweben, was er oder sie möchte und wie die Traumimmobilie aussieht. Genauso wichtig sind aber auch die Lage, die Ausstattung (so eine vorab vorhanden sein soll) und das eigene Budget. Je mehr Informationen einem Makler zur Verfügung stehen, desto besser kann er Angebote durchforsten und den Wünschen seiner Klienten und Kunden auch gerecht werden. Eine Anfrage wie "Wir suchen eine Immobilie auf Mallorca" wird sicherlich viele Ergebnisse hervorbringen, hilft dem Makler allerdings nicht ansatzweise vorzusortieren. Eine Anfrage wie "Wir sind auf der Suche nach einer 3-Zimmerwohung mit 80 m² auf Mallorca, für maximale 260.000 Euro mit offener Küche, ohne Möblierung. Diese sollte sich maximal 3 km vom nächsten Stadtzentrum entfernt befinden und im Idealfall einen Blick aufs Meer bieten" ist deutlich ko nkreter. Beiden Seiten, Makler und potentiellem Käufer, bleibt so viel Zeit erspart und beide Seiten können deutlich gezielter vorgehen. Die Angebote lassen sich für den Kunden erheblich wunschgemäßer zusammenstellen.

2. Apropos Makler. Es sollte immer versucht werden, den besten Makler für den eigenen Bedarf zu finden. Dies ist nicht der teuerste. Ein guter Makler ist vor Ort vernetzt, beherrscht die Landessprache, weiß in rechtlichen Belangen für den örtlichen Immobilienmarkt Bescheid und kennt die örtlichen Gepflogenheiten. Ein hervorragender Makler wird seinen Kunden sogar Dinge sagen, die sie nicht unbedingt hören möchten. Ein solcher Makler sieht sich nicht nur als Verkäufer, der einen Schnitt machen möchte, sondern viel mehr als einen Ratgeber, der an dem richtigen Verkauf beteiligt ist und um seinen eigenen Ruf bedacht ist.
Natürlich ist es auch wichtig, dass der Makler die Sprache des Kunden beherrscht und es nicht direkt zu Verständigungsproblemen kommt. Idealerweise ist er in den beiden Ländern gleichermaßen zu Hause. Hier hilft oft bereits vor dem ersten Kontakt ein Blick in den Internetauftritt und die dort angegebene Kurzbiographie. Am Beispiel von www.dostco-immobilien.de lässt sich im Internetauftritt bereits einiges über den aus Deutschland stammenden und auf Mallorca und Ibiza ansässigen Makler in Erfahrung bringen.

3. Der Kauf einer Immobilie bezieht sich nicht nur auf die Immobilie alleine. Die wenigsten befinden sich auf einsamen Inseln. Vor dem Kauf sollte also eine Ortsbegehung anstehen. Wichtig sind unter anderem Fragen wie die Verkehrsanbindung, nach dem nächsten Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus. Ist der Weg zum Strand weit? Wie weit entfernt liegt der nächste Flughafen? Nicht minder wichtig sind Themen wie Freizeitangebote, Internetanschluss und Telefonverbindung. Wird die Wohnung für einen selber gekauft, oder soll sie zur Vermietung dienen. Wenn der Kunde später selber in der Wohnung leben soll, sollte er sich genau darüber im Klaren sein, ob er auch noch in den nächsten 10 oder 20 Jahren dort leben möchte und ob die Umgebung auch etwas für eventuelle Kinder, Enkelkinder und besuchende Bekannte und Verwandte ist.

4. Fast alles ist Verhandlungssache. Die wenigsten Menschen haben etwas zu verschenken, die allerwenigsten, wenn es sich um den Kauf von teuren Objekten wie Immobilien dreht. Das gilt sowohl für Käufer als auch für Verkäufer. Es ist deutlich leichter Extras bei einem Kauf herauszuschlagen, wie eine Küchenzeile oder eine Klimaanlage, als über Preisnachlässe zu debattieren.