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Ein Fertighaus bauen – in 7 Schritten zum Eigenheim!

Kurze Bauzeit und eine hohe Kostentransparenz : Ein Fertighaus bauen – in 7 Schritten zum Eigenheim!

Viele Bauherren in Deutschland entscheiden sich mittlerweile für die Fertigbauweise, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Dabei war vor Jahren noch die Massivbauweise die vorherrschende Bauart in Deutschland. Doch ist der Marktanteil für Fertighäuser in Deutschland mittlerweile auf mehr als 20 Prozent gestiegen.

Die Tendenz ist weiter steigend, so dass in Zukunft mit deutlich mehr Fertighäusern zu rechnen ist. Die Vorteile eines Fertighauses liegen dabei klar auf der Hand: eine kurze Bauzeit und eine hohe Kostentransparenz. Denn im Vergleich zu anderen Bauweisen können sich Bauherren bei einem Fertighaus sicher sein einen genauen Kostenüberblick zu haben. Viel zu oft kommt es bei der Massivbauweise oder anderen Häusertypen zu einer Kostenexplosion, da unvorhergesehene Extrakosten auf Bauherren zukommen können. Dies ist bei einem Fertighaus ganz anders. Denn hier werden verschiedene Einzelelemente von einem Bauträger bestellt und auf dem entsprechenden Baugrundstück aufgebaut. Dies gibt Bauherren eine größtmögliche Planungssicherheit. So ist die Fertigbauweise vor allem für Bauherren eine gute Wahl, wenn man schnell und kostengünstig in die eigenen vier Wände einziehen möchte. Der Rohstoff bei der Fertigbauweise ist meistens Holz, so dass die Bauelemente deutlich kostengünstiger sind als ein vergleichbarer Bau eines Massivhauses. Auf Wunsch haben Bauherren jedoch auch die Möglichkeit die Anfertigung von Bauelementen durch Beton und Leichtbeton zu mischen, um für mehr Robustheit zu sorgen.

Auch beim Thema Energieeffizienz sind Fertighäuser deutlich weiter als viele andere Neubauten in Deutschland. So gelingt es durch den Bau eines Fertighauses auf lange Sicht große Einsparungen bei den Energiekosten zu verbuchen. Denn die moderne Bauweise der Fertighäuser ermöglicht es einen großen Spareffekt zu nutzen. Nicht nur durch die Produktion der einzelnen Bauelemente gelingt es im Vergleich zu anderen Bauweisen viel Geld einzusparen. Bauherren haben einem Fertighaus auch die Möglichkeit auf ein Plusenergiehaus aufzurüsten.So bietet das Fertighaus eine Menge Vorzüge für Bauherren. Doch ist es auch bei einem Fertighaus ein langer Weg bis zum schlüsselfertigen Haus. Eine Menge Dinge müssen vor dem Bau und ein Einzug berücksichtigt werden. So haben wir Ihnen im Folgenden einen Ratgeber entworfen, der Sie mit einigen nützlichen Tipps und Tricks beim Bau eines Fertighauses unterstützt. So bieteen wir Ihnen hier eine Anleitung aus sieben Schritten zum Fertighaus. Wer diese elementaren Schritte beim Bau eines Fertighauses beachtet, schafft es schnell und problemlos in sein Traumhaus einzuziehen.

Schritt 1: Die Kostenkalkulation für das Fertighaus angehen

Wie auch bei anderen Bauvorhaben sollte vorab der finanzielle Rahmen gesteckt werden. Dabei lässt sich ein Fertighaus ganz individuell an die Finanzen von Bauherren anpassen. Die Kosten und Preise, um ein Fertighaus zu bauen, können je nach Baupartner ganz unterschiedlich ausfallen. Um sich einen groben Überblick von den Kosten eines Fertighauses zu machen, empfiehlt sich ein Blick ins Internet. Einige Plattformen halten Listen von Preisen und Fertighäusern bereit, so dass sich Bauherren schon frühzeitig über entstehende Kosten informieren können. Danach gilt es einen Finanzierungsplan aufzustellen. Denn nur die wenigsten Menschen in Deutschland können ein Hausbau komplett aus dem Eigenkapital finanzieren. So wird in den meisten Fällen ein Baukredit benötigt, um den Hausbau zu realisieren. Dabei lässt sich entweder ein Baudarlehen bei der Hausbank oder einem externen Kreditinstitut in Anspruch nehmen. Viele Bauträger bieten zudem auch die Möglichkeit die Finanzierung direkt über das Bauunternehmen abzuschließen. Auf diese Weise gelingt es Bauherren auf den zusätzlichen Gang zu einer Bank oder einem Kreditinstitut zu verzichten. Dabei ist die Höhe des Eigenkapitals entscheidend zu welchen Konditionen man ein Baudarlehen erhält. Umso mehr Eigenkapital Eigenheimbauer aufbringen können, desto günstiger wird meistens auch das Darlehen zum Hausbau. Ist ein passendes Kreditinstitut und ein Darlehen zur Finanzierung beantragt, gilt es für zukünftige Eigenheimbesitzer auch die Möglichkeit auf Fördergelder auszuloten. Hier lohnt es sich gemeinsam mit einem Energieberater den Anspruch auf Fördergelder zu prüfen. Durch einen energetischen Hausbau und eine hohe Energieeffizienz gelingt es verschiedene Fördergelder der KfW zu beantragen. Auf diese Weise wird der Hausbau nochmals kostengünstiger. Ebenso sparen Hausbesitzer bei einem "grünem" Hausbau auch zukünftig eine Menge Geld für Strom und Heizenergie. In jedem Fall sollten Bauherren den Markt für Baudarlehen vergleichen, um die individuell besten Konditionen zu finden. Außerdem sollten zukünftige Eigenheimbesitzer bedenken, dass nach dem Hausbau auch mit weiteren Kosten verbunden ist. So sind die Grundsteuern, sowie Instandhaltungskosten bereits bei der Kostenkalkulation für ein Fertighaus zu beachten.

Schritt 2: Ein geeignetes Baugrundstück finden

Ist die Finanzierung für den anstehenden Hausbau erst einmal geklärt, gilt es für Bauherren ein geeignetes Baugrundstück zu finden. Dabei sollte das Baugrundstück perfekt zu den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen passen. Vielen ist die Nähe zur Familie, zum Arbeitgeber, zu einer Schule oder ein Grundstück auf dem Land oder in der Stadt besonders wichtig. Dies sollte unter allen Umständen berücksichtigt werden. Schließlich baut man nur einmal im Leben ein Haus, so dass der Standort für den Hausbau eine entscheidende Rolle spielt. Auch der Bebauungsplan nimmt eine wichtige Rolle bei der Suche nach einem Baugrundstück ein. Denn für die meisten Baugrundstücke in Deutschland liegt ein exakter Bebauungsplan vor, welcher die Rahmenbedingungen für den Hausbau stellt. Denn nicht auf jedem Grundstück lässt sich jedes Haus errichten. So hängt es an den Rahmenbedingungen in einem Gebiet, um die persönlichen Vorstellungen auch tatsächlich umsetzen zu können. Wer beispielsweise den Bau eines Mehrfamilienhauses plant, sollte sich kein Grundstück aussuchen, welches nur für den Bau von Bungalows vorgesehen ist. Demnach nimmt die Wahl des idealen Baugrundstücks oftmals eine wichtigere Rolle ein, als es die meisten Bauherren erahnen.

Schritt 3: Sich für einen Fertighaus-Typ entscheiden

Natürlich hat man schon grobe Vorstellungen wie das Haus der Träume aussehen soll und dementsprechend Vorplanungen mit einem Baupartner vorgenommen. Doch sind Kredit bewilligt und das perfekte Baugrundstück gefunden, gilt es sich ein letztes Mal mit einem Bauanbieter für Fertighäuser zu treffen. So ist die Art der Ausführung detailliert und sorgfältig zu entscheiden. Schließlich lässt sich die Entscheidung über die Bauart des Fertighauses im Nachhinein nicht mehr ändern. Die wichtigste Regel vor dem Fertighause ist daher: Sich ausreichend informieren und beraten lassen!Demnach gibt es ganz unterschiedliche Fertighaus-Typen, die alle ihre unterschiedlichen Vor- und Nachteile mit sich bringen. So gilt es sich vorab einen Überblick von verschiedenen Fertighaus-Typen zu verschaffen:

- Fertighaus mit effizienter Bauweise
Die Energiepreise sind seit der Jahrtausendwende um mehr als 100 Prozent gestiegen. Momentan kostet eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich mehr als 31,0 Cent. Das Thema Energiesparen und Umweltschutz ist so verständlicherweise immer mehr in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Auch beim Hausbau hat das neue Umweltbewusstsein keinen Halt gemacht. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich bei einem Bau eines Fertighauses auf eine zusätzliche effiziente Bauweise, die sich auf lange Sicht auszahlen wird. Durch eine ideale Dämmung gelingt es ein Fertighaus sowohl im Sommer als auch Winter kostengünstig zu akklimatisieren. Durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach in Verbindung mit einer energetischen Bauweise ist es möglich die Kosten für Strom und Heizenergie deutlich zu senken.

- Smarthome in der Fertigbauweise
Rolladen, das Licht, der Haustürschlüssel und andere elektrische Helfer im Haushalt lassen sich in einem Smart-Home ganz einfach per Knopfdruck bedienen. Mit einer Fernbedienung und verschiedenen Touchscreen-Station im Haus wird die Bedienung verschiedener Elemente zum Kinderspiel. Fertighausanbieter haben demnach eine große Auswahl für Zusatzgeräte, die den Wohnkomfort durch technische Unterstützung verbessern können. Das Wohnen in einem Smart Home ermöglicht es ebenso Strom und Heizenergie zu sparen.

- Schon jetzt an die Zukunft denken
Wer sich dafür entscheidet ein Fertighaus zu bauen, plant in den meisten Fällen auch bis ins hohe Alter im Eigenheim zu verbringen. Demnach lohnt es sich beim Bau eines Fertighauses schon jetzt an die Zukunft zu denken. So kann ein späterer Kinderwunsch durch eine smarte Raumaufteilung auch in jungen Jahren sinnvoll sein. Auch für das fortgeschrittene Alter sollte man durch einen entsprechenden barrierefreien Ausbau vorgesorgt haben. Ebenerdige Türdurchgänge sowie eine hürdenfreie Bewegung im Bad ermöglichen es schon jetzt den Grundstein für spätere Tage zu legen.

Schritt 4: Den richtigen Anbieter für den Hausbau auswählen

Die Wahl des richtigen Hausanbieter sollte sorgfältig überlegt werden. Der Bauanbieter für ein Fertighaus ist im Idealfall sehr erfahren und vertrauenswürdig. Demnach lohnt es sich nicht immer den günstigsten Bauanbieter auszuwählen. Nur, wenn man mit den Bauplanungen zu 100 Prozent zufrieden ist, sollte man den Bau der eigenen vier Wände zustimmen. So kann sich auch der Besuch in einem Fertighauspark lohnen, um sich einen Überblick von verschiedenen Bauvarianten eines Anbieters zu machen. Das Angebot und die Leistung sollten stimmen, ehe man einen Bauvertrag unterschreibt. Wenn die Bauplanungen sorgfältig auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind und ein entsprechender Fertighaus-Typ gefunden ist, lässt sich die Entscheidung für einen Hausbau fällen. Die Qualität steht über dem Preis, wenn es darum geht einen geeigneten Bauanbieter zu finden. Dazu sollte eine Baufirma gewählt werden, die möglichst alle Leistungen aus einer Hand anbietet, um die Kosten nicht explodieren zu lassen. Hier sollten sich Häuslebauer unbedingt ausreichend Zeit lassen und Angebote von verschiedenen Bauanbietern vergleichen. Auch der Besuch mehrerer Musterparks kann sich auszahlen, um sein Traumhaus zu guten Konditionen zu finden.

Schritt 5: Die Planung des Hauses

Die Planung eines Hauses kann bis zu sechs Monate dauern. So kommt es immer auf die individuellen Bedürfnisse eines Bauherrens an. Wer sich lediglich für den Bau eines Fertighauses aus einem Musterpark entscheidet, kann sich in der Regel über die kürzeste Bauzeit freuen. Dagegen müssen offene Architekturen meistens sehr individuell auf ein Baugrundstück abgestimmt werden, was oftmals viel Zeit benötigt. Umso individuell und ausgefallener der Hausbau ist, desto länger dauert es auch einzelne Bauelemente bei der Fertigbauweise herzustellen.Ist der Bauplan ausgereift, sollte man den Bauplan unbedingt auch noch von einem unabhängigen Fachmann vorlegen. Nur, wenn der Bauplan fehlerfrei und vollends auf die Wünsche der Bauherren abgestimmt ist, sollte man einen Vertrag für Hausbau unterschreiben.

Schritt 6: Der Innenausbau muss geplant werden

Soll ein Kellerausbau geplant werden? Wie sieht es mit dem Dachboden aus? Sind alle Bauplanungen abgeschlossen lässt sich der Rohbau mit einer Firma für Fertighäuser meistens sehr schnell erledigen. Der Rohbau und das Dach sind innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebaut. Anders sieht es mit einem zusätzlichen Kellerausbau aus. Für den Ausbau eines Keller können noch einmal mindestens 7 Tage Bauzeit berechnet werden. Der Kellerausbau kostet durchschnittlich 15 bis 20 Prozent des Wohnobjekts ohne Kellerausbau. Nachdem das Außengerüst des neuen Eigenheims steht, gilt es den Innenausbau durchzuführen. Dabei gelingt es ein Fertighaus besonders schnell zu errichten, wenn der Bauanbieter alle Leistungen inklusive Innenausbau anbietet. Die Baustelle und die Fortschritte sind so unter nur einem Bauleiter, die regelmäßige Kontrollen durchführt und Mängel sofort erkennt. Die Koordination ist beim Innenausbau alles, um nicht nur Zeit zu sparen, sondern um auch die Kosten für Hausbau niedrig zu halten. Wer schnell ins eigene Haus will, sollte sich nicht scheuen selbst Hand anzulegen. Mit dem entsprechenden handwerklichen Geschick lassen sich beim Innenausbau viele Arbeiten selbständig durchführen. Seriöse Bauanbieter erkennen sie an realistischen Zeitplänen. Der Innenausbau kann je nach individuellen Wünschen innerhalb von einer bis sechs Wochen erledigt werden.

Schritt 7: Bauabnahme und ein Einzug ins neue Traumhaus

Wenn der Hausbau abgeschlossen ist, wartet auf Häuslebauer der beste Teil während den Bauplanungen: Die Bauabnahme. Bei einem schlüsselfertigen Haus gehen Bauherren und Bauleiter gemeinsam durch das Haus, um die Bauabnahme durchzuführen. Dabei sollte Häuslebauer unbedingt alle Mängel notieren. So lohnt es sich vor der Bauabnahme mit einem Fachmann das Haus bereits ein paar Tage zuvor auf Fehler zu inspizieren. Demnach besteht ein Anspruch von Bauherren verschiedene Mängel zu beheben, ehe die Bauabnahme vollständig vollzogen wird. Aber auch vor der vollständigen Bauabnahme können Häuslebauer schon einmal den Umzug planen. Hier gilt es zusammen mit einem Umzugsunternehmen den Einzug in das Eigenheim möglichst stressfrei zu planen. Auch an eine rechtzeitige Kündigung der aktuellen Wohnung sollten Häuslebauer denken, um keine zusätzlichen Kosten entstehen zu lassen. Die Organisation der alten Wohnung und dem neuen Traumhaus sollten daher sorgfältig geplant werden. So steht vor dem Einzug in die neuen vier Wände auch die Auflösung der bisherigen Wohnung.