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Einbruchs-Hochburg Deutschland: So schützen Sie Ihr Heim

Einbruchs-Hochburg Deutschland: So schützen Sie Ihr Heim

Einbrecher schlagen in Deutschland immer häufiger zu - und werden immer dreister: Zwar ereignen sich fast zwei Drittel aller Einbrüche, wenn es draußen dunkel ist.

Doch immer häufiger steigen Einbrecher tagsüber in Wohnungen und Häuser ein, wenn die Bewohner kurz abwesend sind. Die Zahl der Delikte steigt seit Jahren, aber nicht die Aufklärungsquote: 2015 konnte die Polizei gerade einmal 14,1 Prozent der Fälle aufklären.Umso wichtiger ist es, sich mit Präventivmaßnahmen so gut wie möglich vor Einbrechern zu schützen. Welche Maßnahmen besonders effektiv sind, erfahren Sie hier.

Außenwandlampen mit Bewegungsmelder sichern ab

Ein Klassiker ist die Überwachungskamera. In Kombination mit Außenwandlampen mit Bewegungsmelder springen Licht und Videoaufnahme erst an, wenn Einbrecher sich dem Haus nähern. Allein der Überraschungseffekt kann die Eindringlinge in die Flucht schlagen. Noch ein Vorteil: Außenleuchten mit Bewegungsmelder müssen nicht ständig angeschaltet sein, das spart Energiekosten.

Einbrecher meiden den Kontakt mit den Bewohnern. Deswegen könnten auch die neuen "virtuellen Mitbewohner" helfen. Sie schützen vor Einbruch, wenn man in den Urlaub fährt: Die Technik simuliert die Anwesenheit der Bewohner. Licht schaltet sich automatisch an- und aus, der Fernseher flimmert am Abend vor sich hin, Rollläden fahren abends herunter und morgens hoch. Oberflächlich betrachtet scheint für jeden Beobachter klar: Hier ist jemand zu Hause. Doch oftmals observieren Einbrecher ihre Zielobjekte vorher genau. Dabei achten sie auch darauf, ob und wann jemand das Haus verlässt.

Einbruchsichere Türen und Fenster

Gegen solch ein Auskundschaften hilft nur ein guter mechanischer Schutz, vor allem Zusatzschlösser und Querriegel an Eingangs-, Keller- und Balkontüren sowie abschließbare Fenstergriffe. Die Polizei empfiehlt speziell geprüfte Türen, Schlösser, Fenster und Tore - hier gibt es eine Liste der Hersteller . Die Investition lohnt sich, denn es kann jeden treffen: Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt. 2015 verzeichnete die Polizei über 167.000 Fälle, 2014 waren es noch etwa 15.000 Einbruchsdelikte weniger.

Täuschend echte Attrappen schrecken ab

Auch demonstrativ gut sichtbare Überwachungsmaßnahmen können Einbrecher abschrecken. So nützen bereits Schilder etwas, die lediglich auf eine Videoüberwachung hinweisen. Erweckt ein Gebäude den Eindruck, gut gesichert zu sein, versuchen Einbrecher es häufig gar nicht erst. Daher kann auch eine Alarmanlagen-Attrappe ihren Zweck erfüllen. Gute Modelle lassen sich nicht von echten Alarmanlagen und Überwachungskameras unterscheiden.