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Erneuerbare Energien wieder im Fokus

Erneuerbare Energien wieder im Fokus

Angesichts der vergangenen drei Landtagswahlen und der Debatte um die Flüchtlingskrise geriet eines fast schon in Vergessenheit - die Bemühungen der Parteien, die Entwicklung erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben.

Zwar gilt die Energiewende als eine Art Generalkonsens unter allen Parteien, doch kommt sie nicht wirklich ins Rollen. Eine Meldung des Instituts für Regenerative Energiewirtschaft (IWR) lässt nun hoffen, dass in naher Zukunft auch die letzten klimaschädlichen Atom- und Kohlekraftwerke in Europa durch Solar- und Windanlagen ersetzt werden.Vor fünf Jahren hat die Nuklearkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima die Debatte um erneuerbare Energien innerhalb der deutschen Parteien entfacht. Seitdem gab es Veränderungen - jedoch nur in kleinen Schritten. Wirtschaft und Forschung arbeiten nun an einer effizienteren Nutzung von regenerativen Energien. Geplant sind unter anderem die Satellitennutzung für eine bessere Standortwahl von Windanlagen sowie der Ausbau von On- und Offshore-Windparks.

Ausbau von WindparksDer deutsche Anlagenbauer Ferrostaal hat bspw. bereits in der Mongolei, in Uruguay und in der Türkei hunderte Millionen Euro in Onshore-Windparks investiert , um dort den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Die Ferrostaal GmbH nutzt dabei den Vorteil, dass Onshore-Windpark-Anlagen an fast jedem Standort errichtet werden können, wenn dort relativ konstante Windverhältnissen herrschen. Da bei Windparks an Land der teure Netzausbau wegfällt, weil die Verbraucher sich in der Nähe befinden, sind diese oft kostengünstiger als Offshore-Windparks . Ob sich die Windräder nun an Land oder auf See befinden - durch modernere Windanlagen lässt sich Strom heute viel günstiger erzeugen als noch vor wenigen Jahren. Das ist u. a. auf verbesserte Technologien zurückzuführen.

Satelliten zur DatenlieferungLaut dem Institut für Regenerative Energiewirtschaft (IWR) sollen ab jetzt auch Satellitenbilder und -Daten dabei helfen, möglichst viele Haushalte und die Industrie flächendeckend mit sauberem Strom zu versorgen. Bislang werden Solar- und Windparks in der Regel so geplant: Eine Fläche wird ausgewählt, das Gelände besichtigt. Für die Bauplanung stehen Kartenmaterial aus dem Katasteramt und im Idealfall Luftbilder Verfügung. Zuletzt werden noch Daten des Deutschen Wetterdienstes> und der European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites (EUMETSAT) zu einer groben Einschätzung der Wind- und Wetterverhältnisse zu Rate gezogen - und dann wird gebaut. Um schon im Vorfeld zu erkennen, ob eine Anlage wirklich sinnvoll geplant ist, sollen nun Langzeitinformationen über Wind und Wetter mit in die Planung miteinfließen. Das Projekt mit dem Namen COP4EE wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

Vorbild DänemarkDänemark deckt bereits einen Großteil des Stromverbrauchs durch Windenergie ab. Nur mit der Kraft von Offshore-Parks hat das Land im vergangenen Jahr einen neuen Windenergierekord aufgestellt. Dabei blieb sogar noch etwas für Norwegen, Schweden und Deutschland übrig. Theoretisch könnte man mit den Windressourcen in den Flachwassergebieten der Meere rund um Europa sogar den gesamten europäischen Stromverbrauch abdecken. Dänemark zeigt, dass der Ausbau von Windkraftanlagen im Gegensatz zu Braunkohlekraftwerken zu den effizientesten Strategien für saubere Elektrizität gehört: Laut Auskunft der dänischen Energieversorger (EVU) sind die Kosten für eine Kilowattstunde Elektrizität aus Wind genauso hoch oder niedriger als für Strom, der aus Kohlekraftwerken gewonnen wird. Zudem stößt eine moderne Windkraftanlage im Gegensatz zu Braunkohlekraftwerken kein klimaschädliches Kohlendioxid aus.

Über Ferrostaal:

Ferrostaal ist ein internationaler Projektentwickler und EPC-Dienstleister für Industrieanlagen. Zu dem Portfolio der Ferrostaal Gruppe zählen neben Petrochemieprojekten auch Windenergie-, Recycling- und Beleuchtungslösungen in vielen Anwendungsgebieten. Durch Haldor Topsoe konnte dieses Angebot nun um Katalysatoren- und Prozesstechnik erweitert werden. Weltweit ist Ferrostaal in rund 40 Ländern vertreten und leistet mit seinen 2.700 Mitarbeitern maßgeschneiderte Projekte im Industrie- und Finanzierungssektor.