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Frische Ideen mit vielen Farben

Wie eine idealisierte Blumenwiese präsentieren sich die neuen Wechselflorbeete mit blauem Mehlsalbei, pink- und limonengelben Zinnien und weißer Spinnenblume. TV-Foto: Kathrin Hofmeister
Wie eine idealisierte Blumenwiese präsentieren sich die neuen Wechselflorbeete mit blauem Mehlsalbei, pink- und limonengelben Zinnien und weißer Spinnenblume. TV-Foto: Kathrin Hofmeister
Sommerblumen blühen im Beet von jetzt an bis zum Frost. Mit dem einjährigen Flor kann man innerhalb einer Saison ein Idealbild einer Pflanzengesellschaft schaffen. Die neue Gartengestaltung wählt sich dabei die naturhafte Blumenwiese zum Vorbild. Da haben auch mehrjährige Pflanzen Platz. Von unserer Mitarbeiterin Kathrin Hofmeister

Trier. Es gibt sie, die mehrjährigen Dauerblüher: Der Storchschnabel Jolly Bee (Geranium wallichianum) führt die Hitliste mit einer Blütezeit von Mai bis November an. Die würzig duftende Mexikonessel Blue Fortune (Agastache x rugosa) gehört dazu sowie die graulaubigen Katzenminzen (Nepeta x faassenii und grandiflora in Sorten).

Phloxblüte kann man mit einem Trick verlängern



Wo es "nur" für sechs Wochen Blütezeit reicht, hilft man mit einem Trick nach. Um die Blütezeit des Hohen Phloxes zu verlängern, kann man einige Stängel zurückschneiden. Nach dem verzögerten Frühlingsstart ist das in diesem Jahr jetzt noch möglich: Die vorderen Stängel bis auf 25 Zentimeter kappen! So kommen die eingekürzten Triebe zur Blüte, wenn die hinteren bereits abgeblüht sind.

Weiterer Vorteil: Die vorderen, hoch gewachsenen Blütentriebe verdecken den dann runterzuschneidenden hinteren Teil.

Flache Teppichbeete sind nicht mehr zeitgemäß



Phlox gehört zu jenen Stauden, die man wie Sonnenhut und Sonnenbraut in der neuen Gartengestaltung gerne mit Sommerflor kombiniert.

Vorbei sind die Zeiten flacher Teppichbeete. Heute werden Pflanzen in abgestuften Höhen vergesellschaftet und strahlen Naturhaftigkeit aus.

Manch einer wird sich noch an die frischen Beetideen auf der Trierer Landesgartenschau erinnern. Was die Garten- und Landschaftsarchitektin Christine Orel auf 4000 Quadratmetern Wechselflor präsentierte, lässt sich auch auf kleinere Flächen übertragen.

Mit durchschnittlich 16 Pflanzen pro Quadratmeter orientiert man sich bei der vielfältigen Verzahnung der Formen und Farben an einer Blumenwiese.

Dahlien müssen jetzt schleunigst in den Boden



In einem vollsonnigen Terrassenbeet beipielsweise übernehmen Dahlien die Funktion der Leitpflanze. Wo noch nicht geschehen, müssen die Knollengewächse schleunigst in den Boden. Um sie herum sorgen großblütige Tagetes, Zinnien oder einjährige Sonnenhüte für Farbfülle.

Kontraste in Textur- und Struktur lassen sich mit Ziergräsern schaffen. Mit ihren Wedeln lässt sich das Wogen des Windes einfangen und damit ein Gefühl von Freiheit und Naturverbundenheit in den Hausgarten holen.

Blattschmuck sollte immer eingebaut werden



Wiesenhafte Verschleierung lautet das Geheimnis fließender Übergänge. Dabei helfen Verbenen (Verbena bonariensis und rigida) und Zauberschnee Diamond Frost (Euphorbia).

Im Vordergrund eignen sich klein- aber vielblütige Kissenpflanzen wie Husarenknöpfchen (Sanvitalia probumbens) oder eine Kombination aus kriechendem Blattschmuck und Blütenpflanzen wie Hängepetunien und silberweißem Lakritzkraut (Helichrysum petiolare). Blattschmuckpflanzen sollten immer wieder eingebaut werden, um das Blütenspektakel zu beruhigen.

Für Harmonie im Beet sorgen auch Ton-in-Ton-Arrangements. So kann man sich an einem vollsonnigen Standort ein nach dem Gott benanntes "Apollobeet" von tiefem Rot über Orange- und Gelbtöne bis zu Cremeweiß anlegen.

Wer es hingegen etwas kontrastreicher liebt, baut Blau-Violett ein. Ein hoher Anteil an weißen Blüten wirkt verbindend und steigert gleichzeitig die Leuchtkraft einzelner Farben.

Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie uns! Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten