Grill nicht unter Sonnenschirm stellen

Grill nicht unter Sonnenschirm stellen

Auch wenn er den Koch vor der heißen Sonne schützt - unter einem Sonnenschirm hat der Grill nichts verloren. Denn dort kann es zu giftigen Gas-Ansammlungen kommen.

Unter einem Sonnenschirm zu grillen, ist gefährlich. Denn wie in geschlossenen Räumen kann sich darunter giftiges Kohlenmonoxid stauen, erläutert die Aktion Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg. Der Standort des Grills ist am besten windgeschützt, damit Asche nicht aufwirbelt und herumfliegt. Ein Eimer Wasser sollte immer bereitstehen, falls doch einmal glühende Holzkohlestücke verwehen.

Brennspiritus, Benzin, Terpentin oder Petroleum sind als Anzünder tabu. Diese Stoffe können Stichflammen auslösen - und so Brandverletzungen zur Folge haben. Außerdem verderben die Brennstoffe den Geschmack des Grillguts, erläutert die Aktion. Gefährlich seien auch gelartige Anzündhilfen auf Alkoholbasis. Sie verlaufen bei Hitze auf der heißen Kohle, woraus ein entzündliches, explosives Gemisch entstehe. Sichere Anzündhilfen erkennen Verbraucher am Prüfzeichen DIN EN 1860-3 sowie einer Registriernummer der DIN CERTCO.

DSH-Broschüre „Feuer und Flamme für sicheres Grillen“ (pdf)

Wer am Waldrand grillt, kippt die Glutreste anschließend besser nicht ins Gebüsch. Das kann den ganzen Wald in Brand setzen. Darauf weist das Bundesministeriums für Landwirtschaft in Berlin hin. Grundsätzlich sollte daher nur auf ausgewiesenen Plätzen der Grill entfacht werden. Die Asche muss danach sorgfältig mit Wasser oder Sand gelöscht werden. Entsorgt werde sie am besten nur in extra dafür vorgesehenen Mülleimern aus Metall.

Im Jahr 2012 registrierte das Ministerium 701 Waldbrände in Deutschland. An 179 war fahrlässiges Verhalten schuld - etwa nicht richtig gelöschte Lagerfeuer oder weggeworfene Zigarettenkippen. Durch Brandstiftung entstanden 131 Brände, 42 Mal wurde eine natürliche Ursache wie ein Blitzeinschlag ausgemacht. Bei 289 Waldbränden ist die Ursache unbekannt.

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