Gut genährt

Zurückgekehrt von der Landpartie stellten wir die in der Kiesgrube erworbenen Sandeimer vorm Rittersporn ab.

Sand braucht man ständig im Garten. Die meisten Kräuter wollen mager stehen. Mit einer Schaufel Sand - unter die Erde gemischt - fühlen sie sich gleich viel heimischer.

Ganz anders die Hungrigen: Ihnen sollen fruchtbare Böden eine Art "Döppekooche" - jenes Traditionsgericht aus Kartoffeln, Eiern, Speck und Zwiebeln - für strotzende Bauerngartenpflanzen bereiten.

Eine deftige Mahlzeit in Form von abgelagertem Mist wissen Pfingstrosen, Phlox und Rittersporn zu schätzen. Der Mist ist nur, dass man selbigen kaum noch bekommt. Dann tut's organischer Volldünger.

Wenn ich Stauden neu pflanze, gebe ich eine Handvoll Hornspäne ins Pflanzloch. "Mein Rittersporn bekommt Blaukorn", erzählt mir eine Hobbygärtnerin. Doch Achtung: Mineralische Kurzzeitdünger zum falschen Zeitpunkt auszubringen sei so, als ob man ein Neugeborenes mit Steak und Branntwein nähren wolle, meinte eine Gartengestalterin. Die Pflanzen müssen im Wachstum sein.

Und was soll der eingangs erwähnte Sand? Er wird um den Rittersporn gestreut, um den Wurzelhals trocken zu halten. Das beugt Pilzkrankheiten vor. Gestreut wird auch Schneckenkorn. Hungriger noch als Pflanzen auf Nährstoffe sind Schnecken auf nahrhaftes Frühlingsgrün. Alternative zum Gift: Schnecken sammeln und eimerweise wegkarren. So haben wir uns die nächste Landpartie nicht vorgestellt. ek/dr

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