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Heizung: Zuschüsse bei Modernisierung

Heizung: Zuschüsse bei Modernisierung

Haus- und Wohnungseigentümer, die ihre Heizung modernisieren lassen wollen, können sich jetzt auf höhere Zuschüsse freuen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im Rahmen ihres Marktanreizprogramms (MAP) den Fördersatz zum Jahresbeginn 2016 angehoben.

Anspruchsberechtigt ist, wer in nachhaltige Heiztechnik investiert und seinen Bedarf an Wärme und Kälte mit erneuerbaren Energien deckt - also auf die Kraft aus Sonne, Biomasse und Erdwärme setzt. Private Verbraucher und Unternehmer können sich auf der Öko 2016 am 20. und 21. Februar im Messepark Trier darüber informieren, wie sie ihr Haus oder ihre Wohnung mit energieeffizienter Technik ausrüsten und dabei die staatliche Förderung ausschöpfen können.
Mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten unwirtschaftlich. "Für das Heizen wird immer noch viel Energie verbraucht", sagt Axel Bettendorf vom Umweltzentrum (UWZ) der Handwerkskammer Trier, das die Öko jährlich veranstaltet. "In Deutschland sind etwa zehn Millionen Kessel älter als 15 Jahre.
Ein Austausch zum jetzigen Zeitpunkt zahlt sich langfristig aus. Mit den Förderprogrammen der staatlichen KfW lassen sich viele Vorhaben zum Energiesparen günstig umsetzen."
So erhalten Antragsteller, die einen ineffizienten Heizkessel ersetzen, jetzt einen Zusatzbonus von 20 Prozent des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Austausch und zusätzlich eine Pauschale von 600 Euro für die Heizungsoptimierung. Bezuschusst wird auch der Einbau von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen. Die Förderung erhalten Privatpersonen, Freiberufler und Unternehmen.
Um neue Innovations- und Investitionsimpulse im Heizungskeller zu setzen, startete am 1. Januar 2016 die Förderkomponente "Heizungs- und Lüftungspaket". Diese finanzielle Hilfe zielt darauf ab, Heizungssysteme mit fossiler Energienutzung aus dem Verkehr zu ziehen. Die Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt über das KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" - als Zuschuss oder Kredit.
Das Lüftungspaket fördert die Erneuerung oder den erstmaligen Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. In Verbindung damit muss der Eigentümer auch die Energieeffizienz an der Gebäudehülle verbessern, indem er etwa die Wände dämmt oder moderne Fenster einsetzt. Das Heizungspaket besteht mindestens aus der Erneuerung der Heizungsanlage und der darauf abgestimmten Optimierung der Wärmeverteilung. Wer eine veraltete Heizung gegen eine moderne, viel sparsamere austauscht und zugleich die Heizungsrohre dämmt oder moderne Thermostatköpfe einbaut, erhält dafür Unterstützung. Gefördert wird auch der Umstieg auf effizientere Gasheizungen oder erneuerbare Energien-Heizungen.
Kreditnehmer erhalten für das jeweilige Maßnahmenpaket einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent, jedoch maximal 6250 Euro auf den Förderhöchstbetrag von 50 000 Euro pro Wohneinheit.
Wer Eigenkapital einsetzt, kann künftig mit einem Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50 000 Euro, maximal 7500 Euro, pro Wohneinheit rechnen. red
Informationen zu den Förderungen sind im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.kfw.de" text="www.kfw.de" class="more"%> oder über die KfW unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/539 9002 erhältlich.
Extra

Vorträge zum Thema auf der Öko Samstag, 20. Februar11.30 Uhr: Ran an die Fördertöpfe - Sparkasse Trier 15.30 Uhr: Nutzen Sie Solarenergie - es lohnt sich! Energieagentur Rheinland Pfalz 15.30 Uhr: Energieeinsparung durch Kraft-Wäme-Kopplung - EC Power Sonntag, 21. Februar11.30 Uhr: Wohnraumförderung 2016 - damit Wohnen und Bauen bezahlbar bleibt! - Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) 13.30 Uhr: Moderne Solar- und Speicherlösungen von RWE 14.30 Uhr: Schöner wohnen und sparen - KfW-Förderung optimal eingesetzt - WGZ Bank/Volksbank Trier 16.30 Uhr: Hohe Wirkungsgrade in der Heizungsunterstützung - solare Nutzung auch bei bedecktem Himmel - SE-System GmbH red