Immobilien verkaufen: Diese Möglichkeiten haben Eigentümer heute

Viele Wege führen zum Verkauf : Immobilien verkaufen: Diese Möglichkeiten haben Eigentümer heute

Angesichts des angespannten Wohnungs- und Wohnimmobilienmarkts sollte es doch heute einfach sein, die eigene Immobilie angemessen zu veräußern. Mitunter stimmt dies, jedoch nur, wenn das Heim in den Metropolregionen oder den Speckgürteln einer Stadt steht.

Ist dies nicht der Fall, handelt es sich gar um eine ländliche Immobilie oder um ein älteres, teils sanierungsbedürftiges Haus, so stellt der Verkauf auch heute noch eine gewaltige Hürde dar. Trotzdem ist eine Veräußerung möglich, wenn der bisherige Besitzer seine Möglichkeiten kennt.

Bedeutet, dass ein Makler beauftragt werden kann, aber auch eigene Schritte und Wege genutzt werden können. Die einzige Maßgabe ist, dass keiner der Verträge andere Möglichkeiten zur Veräußerung ausschließt. Dies könnte eventuell in einem Maklervertrag als Klausel aufgenommen werden. Trotzdem bleiben Makler die klassischen Helfer beim Verkauf, mit Vorteilen:

- Kontakte - Makler leben natürlich davon, Kontakte rund um das Vermittlungsgeschäft zu haben. Selbst wenn sie gerade keine passenden Kunden haben, so kennen sie oft jemanden, der wiederum einen Kunden haben könnte.

- Kunden - Immobiliensuchende beauftragen wiederum einen Makler, sodass es gut möglich ist, dass für das jeweilige Haus bald ein Kunde gefunden wird.

- Arbeitserleichterung - allgemein ist es des Maklers Job, den Klienten Arbeit abzunehmen. Er regelt Besichtigungen, Klärungen, unterstützt oft auch bei den späteren notariellen Angelegenheiten. Je nach Auftragsumfang prüft auch der Makler die finanziellen Verhältnisse der Interessenten.

Allerdings ist es nicht möglich, die Kosten für den Makler stets an den Käufer zu übertragen. Sicherlich können sie irgendwie in den Kaufpreis eingerechnet werden, doch gilt nicht immer, dass der Käufer die Kosten zahlt. Sollte der Fall eintreten, dass sowohl Verkäufer als auch Käufer schon vorab Kunden bei dem Makler waren, so wird oft eine Kostenteilung vereinbart. Grundsätzlich bestimmt allein der Maklervertrag das Kostenrecht. Allerdings ist zumindest angedacht, die Verkäufer die Maklergebühren künftig selbst zahlen zu lassen.

Rund um die Maklerarbeit gibt es jedoch noch weitere Wege, die sich speziell auf das Internet beziehen. Es gibt eigens für den Hausverkauf gedachte Portale, die nach einer Begutachtung die gesamte Maklerarbeit ins Internet verlegen. Die Anzeigen zu den Häusern stehen online und Interessenten können so per Mail eine Kaufabsicht formulieren. Nicht selten arbeiten sogar klassische Makler zusätzlich mit diesen Portalen, was für Verkäufer natürlich bedeutet, dass das Verkaufsgesuch allgemein eine größere Reichweite hat.

Eine Anzeige online veröffentlichen

Auch dies ist eine Option, allerdings sollten Veräußerer wissen, dass rund um die Anzeige viel Arbeit entsteht. In diesem Fall ist der Verkäufer für alles zuständig, was, je nach allgemeiner Belastung oder Berufstätigkeit, durchaus anstrengend sein kann. Wichtig ist:

- Bilder - sie müssen hochwertig und qualitativ sein. Die meisten Käufer schauen sich die Bilder einer Immobilie ganz genau an und entscheiden aufgrund der Fotos, ob überhaupt der Anbieter kontaktiert wird.

- Grundriss - schon Mieter kontaktieren selten Anbieter, wenn kein Grundriss einer Anzeige beigefügt wird, Käufer machen dies noch weniger. Der Grundriss muss sauber und lesbar eingescannt werden.

- Beschreibung - hier gibt es einige Haken. Die Beschreibung muss korrekt sein, aber Lust auf das Haus machen. Die Örtlichkeiten müssen gut aufgezeichnet werden. Wer in der Anzeige beispielsweise bei den »Örtlichkeiten des täglichen Bedarfs« nicht allzu ehrlich ist, dem kann spätestens bei der Besichtigung der Kunde abspringen.

- Besichtigungen - wer alles selbst in die Hand nimmt, der ist auch für die Besichtigungen zuständig. Das kann, je nach Menge der Anfragen, stressig und zeitintensiv sein. Grundsätzlich sollten Hausverkäufer in den meisten Fällen einen Gutachter beauftragen. Dieser bestimmt den Wert des Hauses, zeichnet im Gutachten jedoch auch Mängel oder Probleme auf. Sicherlich kann das Gutachten den Kaufpreis senken, doch schützt es auch davor, dass ein Verkäufer im Nachhinein für verschwiegene Mängel verantwortlich gemacht werden kann. Immerhin erhält der Käufer das Gutachten und kann die Mängel somit rechtssicher vor der Kaufentscheidung einsehen.

Die eigene Immobilie versteigern

Die Auktion ist eine zwar recht unbekannte, jedoch gängige Option. Jeder Immobilieneigentümer hat das Recht, seine Immobilie bei einem entsprechenden Dienstleister über eine freiwillige Versteigerung verkaufen zu lassen. Dies funktioniert zum einen bei beliebten Objekten gut, weil hier viele Interessenten zusammenkommen und sich am Ende ein echter Marktpreis bilden kann.

In Randlagen bietet die Auktion zudem den Vorteil, das große Verkehrskreise (über 200.000 Personen) angesprochen werden können, die ein lokaler Makler nicht hat. Wer seine Immobilie unkompliziert und schnell verkaufen möchte, der sollte einmal darüber nachdenken:

- Abgelegene Lage - für die einen ist es ein Traum, für die anderen ein Albtraum. Handelt es sich bei der, eventuell geerbten, Immobilie um ein Haus, das sehr abgelegen steht und vielleicht sogar »grandiosen Raum zur freien Entfaltung dank fehlender Nachbarschaft auf Kilometer« bietet, so findet es selten Käufer. Doch gerade auf Versteigerungen kommen viele Interessenten für diese Gebäude zusammen.

- Stark renovierungsbedürftig - vielleicht wurde das Haus geerbt und stand jetzt einige Jahre leer. In der Folge ist es stark renovierungsbedürftig, sodass sich kaum ein Käufer auf dem normalen Wege findet. Die Versteigerung könnte Abhilfe schaffen.

- Landwirtschaftliche Gebäude - alte Teilhöfe, Bauernhöfe oder allgemeine landwirtschaftliche Gebäude lassen sich ebenfalls gut versteigern.

- Denkmalschutz - bei einem entsprechend attraktiven Mindestgebot lässt sich auch ein unter Denkmalschutz stehendes Haus über eine Versteigerung an einen guten Käufer verkaufen.

Es gibt natürlich keine Garantie, dass eine Auktion wirklich einen Käufer zutage bringt. Doch die Chancen steigen erheblich, zumal das Auktionshaus alle Marketingmaßnahmen übernimmt und zudem für ansprechende Objektunterlagen (Exposé) sorgt.

Fazit - viele Wege führen zum Verkauf

Die einzige Frage ist, wie viel Mühe und Aufwand der Eigentümer selbst in den Verkauf einbringen möchte. Die einfachsten Lösungen sind natürlich die Beauftragung eines Maklers oder die freiwillige Versteigerung des Objekts über ein Auktionshaus. Die Verkaufsarbeit wird dem Klienten abgenommen, jedoch fallen dafür natürlich Kosten an. Wer alles selbst in die Hand nimmt, der sollte zumindest in ein ordentliches und rechtssicheres Gutachten investieren, um sich gegen etwaige Forderungen nach dem Verkauf zu schützen. Zudem muss in diesem Fall damit gerechnet werden, dass ein großer Zeitaufwand entsteht: Besichtigungen, Terminvereinbarungen Rückfragen, Nachbesichtigungen und etwaige rechtliche Klärungen gehören bei der Eigenveräußerung quasi mit dazu.

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