Immobilienfinanzierung: Lassen Sie sich beraten

Empfehlung : Immobilienfinanzierung: Lassen Sie sich beraten

Viele träumen ihn - den Traum vom Eigenheim. Umso ernüchternder ist da oftmals die widerspenstige Realität. Denn Fakt ist, dass nur die wenigsten genügend Kapital haben, um sich ein Haus oder eine Wohnung wirklich leisten zu können.

Die Mehrheit muss Kredite aufnehmen. Hier aber nun wird es durchaus kompliziert. Nebulöse Kreditbedingungen und falsche Versprechen lassen viele Träumer geradewegs in eine Falle tappen. Die Konsequenz: Lebenslange Abhängigkeit von Institutionen, deren Strukturen man nicht versteht und von Menschen, deren Gesichter man nicht kennt. Wer also mit einer Immobilienfinanzierung liebäugelt, sollte sich unbedingt professionell beraten lassen.

Günstige Zeiten für eine Immobilienfinanzierung

In Zeiten eines historisch niedrigen Leitzinses sind die Bedingungen für die Aufnahme eines Kredites extrem günstig. Seit nunmehr rund zwei Jahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bei null Prozent eingefroren. Auch die jüngste EZB-Konferenz auf Sintra nahe Lissabon hat offensichtlich keine konkreteren Pläne durchsickern lassen. So verlautbarte EZB-Präsident Mario Draghi lediglich, man werde hinsichtlich des Timings der Zinserhöhung geduldig bleiben und schrittweise vorgehen. Okay, konkret ist etwas anderes. Gleichwohl ist es für viele Verbraucher positiv: Wer eine Immobilienfinanzierung anstrebt, sollte jetzt handeln. Und das ist wohl auch genau das Zeichen, das Draghi und Co. mit ihrer zaghaften Geldpolitik setzen wollten.

Der renommierte US-Ökonom Larry Summers ließ es sich derweil in seiner Rede beim EZB-Kongress natürlich nicht nehmen, die Feststellung zu tätigen, dass die Welt für die nächste Rezession sehr schlecht gerüstet sei. Was aus der makroökonomischen Perspektive vielleicht stimmen mag, ist aus Verbrauchersicht zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings höchst erfreulich: Die Konditionen für Kredite sind so günstig wie lange nicht mehr. Was die Immobilienfinanzierung angeht, so heißt dies freilich nicht, dass man sich nun in Panik stürzen und das nächst beste Finanzierungsangebot annehmen sollte. Es schadet jedoch keineswegs, sich diesbezüglich zu informieren.

Entscheidend ist die Ist-Analyse der individuellen Vermögenssituation

Eine Immobilienfinanzierung erfordert eine große Umsicht. Oftmals sind Menschen nämlich geneigt, allein die Kreditkonditionen zu betrachten und sich bei ihrer Entscheidung dann von ihren Emotionen leiten zu lassen. Sie folgen dann dem Muster: »Je mehr im Angebot, desto besser«. Mit dieser Logik gibt es aber so gut wie keine Grenzen nach oben. Denn nur, weil einem »viel« versprochen wird, heißt dies nicht, dass man tatsächlich auch »viel« benötigt. Entscheidend bei Finanzierungsgeschäften jeglicher Art ist folglich die möglichst konkrete Bestimmung des Bedarfes sowie der gegenwärtigen Vermögenssituation. Die Fragen, »was hätte ich gerne?« und »was kann ich mir leisten?« münden also in einen Balanceakt, bei dem es möglichst rational zu klären gilt, was, umgangssprachlich formuliert, tatsächlich »drin ist«. Dieses Unterfangen ist jedoch eines, welches man kaum eigenständig bewältigen kann - es sei denn, man ist Vermögensberater von Beruf, aber dann benötigt man wahrscheinlich auch keinen Kredit. Für die Finanzierungsgeber ist bei jedem Kunden nämlich prinzipiell mehr »drin« als dies objektiv der Fall sein mag. Denn das, wofür sie in den Vertragsbedingungen jeweils immer als erstes vorsorgen, ist die Tatsache, dass sie ihre Zinsen und damit ihr Einkommen auf jeden Fall bekommen. Der Rest ist eher nachrangig. Deshalb ist man als unkundiger bzw. nur laienhaft involvierter Finanznehmer im Grunde auf eine professionelle Beratung bei der Immobilienfinanzierung angewiesen, die den Finanzierungsweg von vorne bis hinten durchplant und sicherstellt, dass er aufgeht. Und dafür lohnt sich sogar, etwas Provision in Kauf zu nehmen.