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Keine Winterpause im Garten - Im Januar wird sogar gepflanzt

Keine Winterpause im Garten - Im Januar wird sogar gepflanzt

Viele Gartenbesitzer haben ihren Garten bereits winterfest gemacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass man Bäume und Beete in der kalten Jahreszeit sich selbst überlassen sollte. Gerade zu Jahresbeginn gibt es wieder einiges zu tun.

Der Januar ist einer der schönsten Monate für den Gärtner. Das sagt eine Pflanzenexpertin - Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Sie setzt sich dann an ihren Schreibtisch, wälzt stundenlang dicke Kataloge und bestellt Saatgut und Pflanzen. Sie plant das Gartenjahr 2013. Aber auch draußen gibt es etwas zu tun - das rät die Gartenplanerin:

- Wann immer der Boden im Winter frei ist, kann gepflanzt werden. Van Groeningen empfiehlt, winterblühende Gehölze wie den Winterjasmin zu setzen. Diese dekorieren den Garten umgehend mit ihren Blüten. „Sie treiben und blühen, solange es keinen Frost gibt.“ Sinken die Temperaturen unter Null, könne es sein, dass die Blüten abfallen. „Aber es gibt immer Ersatzknospen.“

- An frostfreien Tagen können bereits die Beete vorbereitet werden. Sie bekommen eine dünne Schicht Kompost und die Rosen am Fuß ein Häufchen abgelagerten Mist.

- Scheint die Sonne an frostigen Tagen, brauchen Immergrüne Schutz. „Am besten ein Bettlaken über die Krone legen. Wenn keines da ist, geht auch Zeitungspapier“, rät Van Groeningen. Vor allem Gehölze an der Ost- und Südseite brauchen einen Schattenspender. Bekommen sie den nicht, tauen die Blätter auf und benötigen dann Wasser. Dieses können die Pflanzen aber nicht aus dem gefrorenen Boden ziehen. Die Stämme von Obstbäumen werden mit Kalk vor Temperaturschwankungen geschützt. Das verhindert, dass sich Risse in der Rinde bilden.

- Immergrüne wie Koniferen sollte man von Schneedecken befreien, die dicker als zehn Zentimeter sind. Die Äste können sonst aufklaffen.

- Liegt kein Schnee, sollten die letzten Blätter, die die Bäume und Sträucher nun noch abwerfen, vom Rasen geholt werden. Das Laub könne faulen und mit ihm der Rasen. Bildet sich über den Winter Schneepilz und geht der Rasen durch Licht- und Sauerstoffmangel unter dem Schnee kaputt, kann man vorerst nichts tun. Im Frühjahr wird nachgesät.

- Streusalz von der Straße kann am Grundstücksrand in den Boden eindringen. Damit dieses sich nicht in den Wurzeln einlagert, sollte viel gegossen werden, wenn der Boden aufgetaut ist, rät Van Groeningen. Das Gießwasser schwemme die Salze weg. Auch alle anderen Immergrünen brauchen dann vielleicht Wasser.

Webseite der Königlichen Gartenakademie