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Gut zu wissen
Neue Gewerbeflächen nahe A64 geplant

FOTO: pixabay.com / Tolea1
Trier. In der Stadt Trier und dem angrenzenden Umland sind Industrie- und Gewerbeflächen knapp. Die Verbandsgemeinde Trier-Land prüft deshalb aus aktuellem Anlass den Bau eines neuen Gewerbegebiets, das jedoch über die interkommunale Grenze zwischen der Stadt und der Gemeinde Trierweiler hinaus gehen soll.

Die aktuellen Pläne sind bereits von Oberbürgermeister Wolfram Leide, dem Ortsbürgermeister Matthias Daleiden und dem Verbandsgemeinde-Bürgermeister Wolfang Reiland in einer entsprechenden Sitzung in Sirzenich vorgestellt worden. Zunächst handele es sich nur um eine genaue Prüfung, ob die Anlage eines solchen Gewerbegebiets überhaupt möglich ist. Ein Handeln ist dennoch gefragt. Schließlich brauche Trier zeitnah neue Gewerbeflächen. Das letzte Gebiet wurde bereits vor etwa 25 Jahren geplant und ist komplett ausgebaut. Neue Grundstücke gibt es nur wenige, die Anfragen häufen sich dagegen.

Neue Arbeitsplätze und Perspektiven schaffen

Für neue Unternehmen in Trier müssen also neue Flächen geschaffen werden. Gleichzeitig will man den bereits bestehenden Firmen neue Perspektiven bieten. Der geplante Ausbau würde dann nicht nur mehr Gewerbesteuern einbringen, sondern natürlich neue Arbeitsplätze für die Einwohner schaffen. Genau genommen handelt es sich um das Gelände der alten General-von-Seidel-Kaserne in Euren, was als Gewerbe- und Industriegebiet zwischen zwei Kommunen ausgebaut werden könnte. Ein Teil der Fläche erstreckt sich entlang der Autobahn 64 und ist insgesamt 119 Hektar groß. Von hier aus gäbe es eine gute Anbindung, sodass auch der Verkehr von den anliegenden Ortschaften abgefangen werden könnte. Das neue Gebiet erstreckt sich dann zu beiden Seiten der Autobahn und ist für viele Unternehmen im Bereich Im- und Export geeignet. Voraussetzung ist jedoch die Zusammenarbeit zwischen Trier und Trierweiler. In der Vergangenheit haben sich jedoch beide Gemeinden als verlässliche Partner gezeigt und die Bürgermeister sehen hier keinen Grund, dass die Planung nicht realisiert werden könnte.

Trier ist ein interessanter Standpunkt für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Dabei punktet die Stadt nicht nur als eines der größten Ballungsgebiete in Rheinland-Pfalz, sondern bietet Handelswege zu den angrenzenden Ländern. Die A64 stellt beispielsweise die Verbindung zu Luxemburg dar und ist Knotenpunkt für verschiedene Waren, die mit einer Spedition von/nach Trier gebracht werden. Aber die Anbindung Richtung Frankreich ist ebenso gegeben. Der Flughafen Luxemburg ist nur 40 Kilometer entfernt und auch der Flughafen Frankfurt-Hahn kann von Trier aus in 70 km angesteuert werden.

Projektplanung kostet 120.000 Euro

Wolfram Leibe bestätigt dabei das Gebiet als „innereuropäische Verkehrsachse“ und steht dem Plan positiv gegenüber. Allerdings handelt es sich aktuell nur um eine Eignungsprüfung. Wann genau das Gebiet für Gewerbezwecke umgebaut wird und wann es von den ersten Unternehmen genutzt werden kann, ist bisher noch nicht bekannt. Das Projekt wird zeitnah in Auftrag gegeben und in den nächsten ein bis zwei Jahren könnte die erste Studie dazu vorliegen. Daraufhin müssen die nötigen Beschlüsse in den Gremien eingeholt werden, bevor es an die Vergabe der ersten Aufträge gehen kann. Allein für die Planung sind bisher Kosten von etwa 120.000 Euro kalkuliert, die sich die Beteiligten durch drei teilen wollen.