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Gesunder Schlaf
So bettet sich Deutschland am liebsten

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Schlaf ist für den Mensch überlebenswichtig, denn während der Nacht regenerieren sich die Zellen und der Körper tankt neue Energie. In den letzten Jahren entstand rund um das Thema Schlaf ein gigantischer Markt. 2019 rechnet die Matratzenbranche mit einem Umsatz von 2.248 Millionen Euro.

Um den Deutschen in den Schlaf zu helfen, hat die sich Branche in den letzten Jahren einiges einfallen lassen. Die Auswahl an Matratzen ist größer denn je. Kaltschaum- und Taschenfederkernmatratze ringen gemeinsam mit Latexmatratzen um die Gunst der Verbraucher. So unterschiedlich wie die Matratzen selbst sind auch die Preise. Dass die Schlafqualität dabei nicht ausschließlich von dem Preis der Matratzen abhängig ist, haben Schlafberater, aber auch unabhängige Experten von der Stiftung Warentest in den letzten Jahren schon mehrfach belegt.

Die Deutschen lassen sich die Qualität ihres Schlafs durchaus einiges kosten. 2019 rechnet die Branche mit einem Matratzenumsatz von 2.248 Millionen Euro. In den kommenden Jahren soll dieser den Erwartungen zufolge weiter steigen, sodass er dann bis 2023 bei einer Summe von 2.349 Millionen Euro liegt. Damit würde die Branche jedes Jahr einen Umsatzanstieg von etwa 1,1 Prozent verzeichnen können.

Auf die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher hat die Branche längst reagiert, was der Blick auf die Preise im Fachgeschäft bestätigt. Bis zu 1000 Euro kosten die Matratzen beim Fachhändler. Die Versprechen der Hersteller sind groß. So werben sie mit wohltuendem Schlaf, einer optimalen Entlastung des Körpers und beschwerdefreiem Aufstehen.

Einer der großen Matratzentrends der vergangenen Jahre sind die Boxspringbetten. Hier wird anstelle einzelner Unterlagen auf zwei Matratzenlagen gesetzt. Bekannt sind die Matratzen aus vielen US-amerikanischen und skandinavischen Hotels. Hierzulande waren die Boxspringmatratzen lange unbekannt, wurden dann aber zu einem der großen Schlaftrends der vergangenen fünf Jahre. Die Nachfrage ist so hoch, dass es mittlerweile bundesweit Geschäfte gibt, die sich darauf spezialisiert haben und auch online sind die großen Betten zu finden.

Ganz klassisch sind aber in den meisten Haushalten noch andere Matratzen zu finden. Vorteilhaft bei einer Taschenfederkernmatratze ist, dass sie günstiger in der Anschaffung ist, im Umkehrschluss aber auch häufiger getauscht werden muss als ein Boxspringbett. Für eine Kaltschaummatratze gilt grundlegend das gleiche.

Die Bereitschaft zum Neukauf bei einem Boxspringbett sinkt, da viele Verbraucher ihre Schlafqualität durch die Unterlage in Sicherheit wiegen. Doch wie jede andere Matratze müssen auch die Unterlagen des Boxspringbettes ausgetauscht werden.

Ob eine Taschenfederkernmatratze nun aber einer Latex- oder Kaltschaummatratze vorgezogen werden sollte, hängt vor allem von den individuellen Schlafgewohnheiten ab. So spielt beispielsweise die bevorzugte Liegeposition eine wichtige Rolle. Rückenschläfer brauchen eine andere Matratze als Seitenschläfer. Weiterhin fließt das Gewicht des Verbrauchers in die Entscheidung ein. Das Gewicht gibt den Härtegrad der Matratze vor. Umso höher das Gewicht, desto höher sollte auch der gewählte Härtegrad sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte nach Empfehlung von Schlafberatern Probeliegen. Fachhändler bieten auf der Suche nach der perfekten Schlafumgebung mittlerweile eine ganze Reihe von Serviceangeboten.

So gibt es beispielsweise Computersysteme, die dabei helfen, ein gesundes Schlafen zu fördern und die Schlafposition zu ermitteln sowie zu analysieren. Hier wird zunächst eine Sensormatte eingesetzt. Die Sensoren übertragen die gemessenen Werte schließlich an die Software, die eine Druckvermessung vornimmt.

Nach der Anschaffung einer neuen Matratze darf zudem nicht so schnell mit einer spürbaren Verbesserung der Schlafqualität gerechnet werden. Der Körper braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, bevor er sich an die neuen Eigenschaften der Matratze gewöhnt hat.