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Statt ins Steak-Haus ins Gewächshaus

Statt ins Steak-Haus ins Gewächshaus

Nicht nur durch die Sanierung des Eigenheims, sondern auch mit der Umstellung von Gewohnheiten kann der Ressourcenverbrauch verringert werden. Zum Abschluss der TV-Serie "Wer saniert, profitiert" zeigen wir Ihnen, wie sich der eigene Lebensstil auf die persönliche CO{-2}-Bilanz auswirkt.

Trier. 200 Kühlschränke wiegen eine Menge, wohl kaum jemand möchte diese Masse die Treppe hochschleppen. 200 Kühlschränke oder 10 000 Kilo - das ist die Kohlenstoffdioxid (CO{-2})-Last, die jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr der Umwelt zumutet.

Kohlenstoffdioxide machen rund 20 Prozent der für den Treibhauseffekt verantwortlichen Gase aus - Wasserdampf gilt mit 60 Prozent als Hauptverursacher. Doch im Gegensatz zum Dampf, der zum größten Teil im natürlichen Wasserkreislauf entsteht, wird der Ausstoß von Co{-2} direkt durch das inviduelle Verhalten des Menschen beeinflusst. Eine Änderung von Gewohnheiten kann helfen, das Treibhausgas zu verringern.

In welcher Höhe CO{-2} eingespart werden kann, kann durch eine persönlich CO{-2}-Bilanz bestimmt werden.

Das Bundesumweltamt, der BUND und verschiedene Umweltministerien bieten Verbrauchern im Internet dazu einen passenden Rechner an. Diese versuchen Daten aus verschiedenen Lebensbereichen zu erfassen und sie mit dem durchschnittlichen CO{-2}-Ausstoß zu vergleichen. So erfährt der Verbraucher, ob er ein Umwelt-Saulus oder ein Umwelt-Paulus ist. Die eigene Bilanz zeigt aber auch, wo gespart werden kann.

"Am meisten lässt sich beim Thema Verkehr einsparen"; sagt Michael Ullrich, Referent für Umweltschutz beim BUND Rheinland-Pfalz. "Eine Flugreise in die Dominikanische Republik erzeugt alleine rund zehn Tonnen CO{-2}."

Auch ein Flug ins türkische Antalya erzeugt rund eine Tonne CO{-2}. Dreimal so viel wie eine Zugfahrt - den Faktor Zeit muss man natürlich ausklammern. Letzteres gilt oft auch für einen Umstieg vom Auto (insgesamt rund 1,5 Tonnen pro Person im Schnitt pro Jahr) auf öffentliche Verkehrsmittel. "Doch auch hier ist es relativ leicht möglich, eine halbe Tonne einzusparen", schätzt Ullrich.

Zweiter Faktor sind Konsum und Ernährung. "Wer mit regionalen und saisonalen Produkten kocht, sich fleischarm ernährt und generell sparsame, langlebige und nachhaltige Produkte kauft, kann viel CO{-2} einsparen", sagt Ullrich. Alleine die Umstellung von fleischbetonter auf vegetarische Kost würde in einem Zwei-Personen-Haushalt (Verbrauch 2000 Kilowattstunden pro Jahr) rund eine Tonne CO{-2} ausmachen.

Dritter Punkt ist der eigene Haushalt. "Wer auf Ökostrom setzt, senkt den CO{-2}-Ausstoß pro Person um rund eine halbe Tonne", sagt Ullrich.

Allerdings müsse man darauf achten, dass der Anbieter auch tatsächlich Strom aus regenerativen Quellen bietet. "Einsparen kann man auch, indem man durch eine Umstellung des Verhaltens Strom spart. Den Stand-By-Modus braucht niemand wirklich", sagt Ullrich. Ohne neue Geräte anschaffen zu müssen, seien dadurch 20 Prozent weniger CO{-2} pro Jahr ohne weiteres möglich. TV-Energiequiz Die Gewinner stehen fest: Im Rahmen der TV-Serie "Wer saniert, profitiert" hat der TV in Kooperation mit dem Umweltzentrum der Handwerkskammer Trier und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mehrere Preise verlost. Teilnehmer mussten dafür in den vergangenen Wochen zumindest einmal unsere Quiz-Frage der Woche richtig beantworten. Jetzt stehen die Gewinner fest: Ein ausführliches Energiegutachten im Wert von mehr als 400 Euro hat Johannes Dichter aus Alsdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) gewonnen. Ein thermografisches Gutachten wird für das Eigenheim von Brigitte Schmitz aus Schweich angefertigt. Ein großes Bücherpaket rund ums Thema energetische Sanierung erhält Elfriede Woletz aus Trier. Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner werden von der TV-Redaktion in den kommenden Tagen schriftlich benachrichtigt. (fun)