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Strom und Gas: Durch Anbieter-Wechsel mehrere Hundert Euro sparen

Strom und Gas: Durch Anbieter-Wechsel mehrere Hundert Euro sparen

Wenig Aufwand, hohe Ersparnis: In vielen Fällen lohnt es sich, den Gas- oder Stromanbieter zu wechseln. In einigen Städten liegt die Differenz zwischen teuersten und günstigsten Versorger rund 300 Euro.

Strom: Ein Wechsel des Stromanbieters kann für Kunden vom Grundversorger eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro im Jahr bringen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 12/2013). Bei einem Jahresstromverbrauch von 5500 Kilowattstunden kann ein Haushalt in Essen 321 Euro im Jahr sparen, in Frankfurt am Main sind fast 280 Euro möglich.

Laut Bundesnetzagentur haben 2011 nur rund 17 Prozent der Stromkunden den Anbieter gewechselt. „Die meisten Kunden bleiben bei ihrem Anbieter und wechseln nur den Tarif“, erklärt „Finanztest“-Redakteurin Marion Weitemeier.

Zusätzlich lassen sich die jährlichen Kosten um bis zu 100 Euro im Jahr senken, indem Verbraucher Strom sparen. Wer zum Beispiel ein Notebook statt des PCs benutzt, spart fast zwei Drittel der Stromkosten für diesen Posten. Waschen mit 40 Grad statt mit 60 bringt 40 Prozent Stromersparnis und Geschirrspülen mit dem Sparprogramm 30 Prozent, rechnen die Experten in der „Finanztest“ vor.

Gas: Ein Anbieterwechsel kann sich auch für Gaskunden auszahlen. Laut einer Studie des Vergleichsportals Toptarif sparen Verbraucher durchschnittlich bis zu 171 Euro im Jahr, wenn sie vom Grundversorger zu einem günstigeren Wettbewerber wechseln. Für die Untersuchung wurden die Tarife der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Wettbewerber am Beispiel eines dreiköpfigen Musterhaushalts mit einem Jahresverbrauch von 15 000 Kilowattstunden Gas verglichen.

Die Einsparmöglichkeiten bei einem Versorgerwechsel sind regional sehr unterschiedlich. Das größte Sparpotenzial beim Anbieterwechsel haben Erdgaskunden in Sachsen-Anhalt und Berlin. Hier ist die Preisschere zwischen Grundversorgern und alternativen Anbietern mit 212 Euro im Jahr am höchsten. Ähnlich hoch sind die Preisunterschiede für den Musterhaushalt in Sachsen (198 Euro) und Thüringen (190 Euro). Geringer fällt das Einsparpotenzial in Bremen (139 Euro) und Nordrhein-Westfalen (148 Euro) aus.

Bei einem Wechsel des Anbieters sind Verträge mit Vorauskasse oder Kautionszahlungen eher zweite Wahl. Das rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Denn diese Zahlungen gehen bei einem Konkurs des Anbieters verloren. Auch von Verträgen mit langen Kündigungsfristen und undurchsichtigen Preisgarantien nehmen Verbraucher besser Abstand.