Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 12:17 Uhr

Vereisten Gehweg nicht mit Holzspäne streuen

Ob Sand oder Streusplitt - wichtig ist, dass das Streugut eine abstumpfende Wirkung hat. Laut dem Oberlandesgericht Hamm trifft dies bei Holzspäne nicht zu. Foto: Bodo Marks
Ob Sand oder Streusplitt - wichtig ist, dass das Streugut eine abstumpfende Wirkung hat. Laut dem Oberlandesgericht Hamm trifft dies bei Holzspäne nicht zu. Foto: Bodo Marks
Hamm (dpa). Um Gehwege bei Eisglätte zu sichern, ist ein Streugut unverzichtbar. Wer für den Winterdienst verantwortlich ist, sollte dabei ein wirkungsvolles Granulat verwenden. Laut dem Oberlandesgericht Hamm zählt Holzspäne nicht dazu.

Holzspäne eignen sich nicht als Streumittel für einen

vereisten Gehweg - das hat das Oberlandesgericht im Hamm entschieden.

Geklagt hatte eine 61-jährige Frau aus der Nähe von Soest. Sie hatte

sich bei einem Sturz im Januar 2011 den Oberarm gebrochen und musste

operiert werden.

Wie das Gericht mitteilte, hätte die an diesem Tag für

den Winterdienst verantwortliche Mieterin keine Hobelspäne streuen

dürfen, da das Material keine abstumpfende Wirkung hat. Laut

Gutachter saugt sich das Holz mit Flüssigkeit voll und wird so zu

einer Art Eisflocke mit Rutscheffekt. Auch der Vermieter haftet mit,

da er vom Einsatz der Hobelspäne wusste (Az.: 6 U 92/12 vom 24.

November).

Kleiner Trost für die Beklagten: Die Klägerin muss für die Hälfte des

Schadens selbst aufkommen. Um einem fahrenden Auto auszuweichen, war

sie von der schneefreien und damit sicheren Fahrbahn auf den sichtbar

vereisten Gehweg ausgewichen und dort weitergelaufen. Damit trägt sie

nach Meinung des Gerichts eine Mitverantwortung für den Sturz.