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Wellness für Zwiebelblumen

Die im Gartenbeet erscheinenden Vorfrühlingsblüher müssen jetzt vorsichtig vom Vorjahreslaub befreit werden. TV-Foto: Kathrin Hofmeister
Die im Gartenbeet erscheinenden Vorfrühlingsblüher müssen jetzt vorsichtig vom Vorjahreslaub befreit werden. TV-Foto: Kathrin Hofmeister
Zeigt sich der Neuaustrieb von Schneeglöckchen & Co, ersetzt man die Laubschicht des vergangenen Jahres durch eine Humusschicht aus lockerem Laubkompost. Danach machen Zwiebelblumen zum Verwildern keine Arbeit mehr. Von unserer Mitarbeiterin Kathrin Hofmeister

Trier. Die ersten Schneeglöckchen spitzen aus der Erde, und Elfenkrokusse stehen stramm. Jetzt wird es höchste Zeit, noch verbliebenes Herbstlaub von den Zwiebelblumen zu entfernen.

Liegt eine dicke Blattschicht über austreibenden Winterlingen und Traubenhyazinthen verderben die Triebe. Mit überlangen Hälsen sehen die gelb statt grün gefärbten Zwiebelblumentriebe unschön aus und sind wenig standfest.

Steinmehl hilft gegen Fäulnis



Zum Abrechen zwischen den empfindlichen Spitzen eignet sich ein Handlaubrechen am besten. Stellt man fest, dass die Schneeglöckchen unter dem alten Herbstlaub bereits zu faulen begonnen haben, hilft eine Handvoll Steinmehl. Der "schwarze Puderzucker" wirkt gleichzeitig als Dünger.

Gegen starke Fröste schützt man die an sich robusten "Eisbrecher" mit etwas eingestreuter Komposterde. Im Idealfall besteht sie aus verkompostiertem Laub.

Frühlingsblüher werden wieder zugedeckt



Vorwitzige Tulpen und Narzissen, die eigentlich erst in zwei bis drei Monaten mit der Blüte an der Reihe sind, sollte man dagegen noch einmal zudecken. Ideal ist eine Mischung aus lockerer Komposterde und halb verrottetem Haselnusslaub. Die Blätter der Haselnussbüsche zersetzen sich im Gegensatz zu gerbstoffhaltigen Walnussblättern schnell und sind ein guter Bodenbereiter. Für den Rest des Jahres schicken die Vorfrühlingsblüher ihre Gärtner in die Ferien. Man muss nichts weiter tun, als Schneestolz, Blausternchen und Märzenbecher in Ruhe zu lassen. Geeignete Plätze zum Verwildern sind alle Gartenbereiche, in denen nicht geharkt oder gerecht wird. Am Heckensaum oder im Übergangsbereich von Rasen zu Blütensträuchern entstehen so zauberhafte Blütenteppiche. zur person Kathrin Hofmeister ist gelernte Gärtnerin für Stauden und Gehölze. Nach Praxisjahren im Rosengarten Zweibrücken und dem weltbekannten Staudensichtungsgarten Weihenstephan widmete sie sich im Studium unter anderem der Gartenkultur. Als Redakteurin bei "Mein Schöner Garten" machte sie sich einen Namen und schreibt seitdem auch für führende Gartenzeitschriften. Die Diplom-Kulturwirtin hat mehrere Bücher zur Gartengestaltung veröffentlicht.