Kaum noch Schwärze an der Hand

Kaum noch Schwärze an der Hand

Der Traditionsberuf des Druckers bietet auch im Zeitalter der Digitalisierung zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten.

Trier (dpa/red) Als Johannes Gutenberg vor mehr als 500 Jahren den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand, war das eine Revolution. Heute arbeiten Drucker am PC und an modernen Maschinen. Das verlangt viel technisches Verständnis.
Zeitungen, Bücher und sogar Tapeten: Medientechnologen Druck produzieren sie massenweise. Die Fachkräfte steuern in Druckereien die Maschinen. Längst haben sie nicht nur Papier im Blick. Immer häufiger ist crossmediales Arbeiten die Devise.
Während des Drucks überwachen Medientechnologen die Druckmaschinen. Sie passen auf, dass das Endprodukt dem Probedruck entspricht. Ständig gibt es andere Aufträge. Das kann der Druck von Visitenkarten, Flyern oder Katalogen sein. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind enorm. Dabei pendeln die Fachkräfte zwischen der Hightech-Druckmaschine und dem Computer, der den Produktionsprozess steuert, hin und her.
Früher hießen Leute des Fachs Drucker. Heute ist die korrekte Bezeichnung Medientechnologe Druck. Die Arbeitsprozesse in der Branche haben sich stark verändert. Sie sind inzwischen stärker automatisiert als in der Vergangenheit. Außerdem müssen die Fachkräfte immer stärker crossmedial arbeiten. "Crossmedial bedeutet, dass Informationen für Print und Digitalmedien aufbereitet werden", erläutert Bettina Knape vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm). Ein Prospekt wird zum Beispiel nicht nur als Zeitungsbeilage produziert. Zusätzlich ist es auch auf der Homepage der Firma abrufbar. Von angehenden Medientechnologen Druck wird ein ausgeprägtes Verständnis für Technik, Elektronik und Mechanik erwartet. Sie müssen Druckmaschinen einrichten und Störungen im Produktionsprozess beheben. Grundvoraussetzung ist außerdem ein guter Blick für Farben. Um die Maschinen exakt einstellen zu können, ist eine sorgfältige Arbeitsweise Pflicht.
Während der Ausbildung lernen die Fachleute in spe Druckverfahren wie Offsetdruck, Digitaldruck, Flexodruck oder Tiefdruck kennen. Im Offsetdruck werden etwa Zeitungen gedruckt.
Die Ausbildung zum Medientechnologen Druck dauert drei Jahre. Auszubildende lernen im Betrieb und in der Berufsschule.
Auch das Medienhaus Trierischer Volksfreund beschäftigt Drucker, und die TV-Tochter DHVS (siehe Info) sucht derzeit auch noch Nachwuchs. Die Ausbildungsvergütung startet bei 650 Euro und steigt im zweiten Lehrjahr auf 700 und im dritten Lehrjahr auf 750 Euro an.Extra: INFOS ZU HUNDERTEN AUSBILDUNGSBERUFEN


Trier

(hw) Wer sich für eine Ausbildung zum Medientechnologen Druck interessiert, sollte am Freitag, 20. Oktober, 14 bis 17 Uhr, bei der Messe "Dein Tag, Deine Chance, Ausbildung jetzt!" im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer Trier in der Herzogenbuscherstraße vorbeischauen. 65 regionale Unternehmen stellen dort ihre Ausbildungsberufe vor, auch das Medienhaus Trierischer Volksfreund, mit Ausbildungsberufen Mediengestalter, Kaufmann zum Dialogmarketing oder Büromanagement, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und eben auch zum Medientechnologen Druck. Insgesamt präsentiert die Wirtschaft aus der Region bei der Messe die große Vielfalt der Ausbildungsberufe mit Hunderten unterschiedlichen Lehrberufen.

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