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Kollege will mit zur Kantine: Nur mit gutem Grund ablehnen

Kollege will mit zur Kantine: Nur mit gutem Grund ablehnen

Knigge für die Mittagspause: Auch wenn es ums Essengehen geht, kann es unter Kollegen schnell zu Befindlichkeiten kommen. Dabei lassen sich diese mit ein paar kleinen Tricks locker umschiffen.

Verabreden sich zwei Kollegen zum Mittagessen, wirkt es schnell unhöflich, wenn sie andere nicht dabeihaben wollen. „Man muss schon einen guten Grund dafür haben, das abzulehnen, wenn ein anderer mitkommen will“, erklärt die Imagetrainerin Imme Vogelsang aus Hamburg. Außerdem sollten die Kollegen dem anderen gleich eine Alternative anbieten, damit er sich nicht zurückgesetzt fühlt. „Man kann ja sagen: 'Wir wollten heute etwas besprechen, wie wäre es morgen?'“ Bloß zu sagen, dass man lieber nur zu zweit essen gehen möchte, reicht als Grund nicht. „Das heißt ja: Mit dir lieber nicht. Und das ist verletzend.“

Umgekehrt kann es aber ebenfalls unhöflich wirken, einfach „Ihr geht essen? Ich komm' mit!“ zu sagen und sich anderen ungefragt anzuschließen. Auch eine Frage wie „Habt ihr etwas dagegen, wenn ich mitkomme?“ ist eher ungeschickt. Denn sie lasse den anderen eigentlich keine Wahl, erklärt Vogelsang. Und eventuell bringt sie andere sogar in die peinliche Lage, es erklären zu müssen, wenn sie etwas dagegen haben. Besser ist es, früh auf die Kollegen zuzugehen und die Frage offener zu formulieren - etwa so: „Ich würde auch gern mal wieder mit euch essen gehen - wann passt es bei euch?“ Dann lässt sich immer noch ein anderer Termin ausmachen, falls es nicht sofort passt. „Und so verliert keiner sein Gesicht.“