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Mietkürzung nicht automatisch bei überhitzten Büroräumen

Mietkürzung nicht automatisch bei überhitzten Büroräumen

Zu warm zum Arbeiten: Wenn die Sonne auf das Gebäude brennt und die Luft im Büro steht, fällt es schwer sich zu konzentrieren. Soll dies jedoch als Mangel an gemieteten Büroräumen durchgehen, muss der Mieter das gut belegen können.

Überhitzte Büroräume rechtfertigen nicht ohne weiteres eine Mietkürzung. Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht“ unter Berufung auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin. Das gilt vor allem dann, wenn der Mieter lediglich pauschal behauptet, die Innenraumtemperatur sei den Mitarbeitern nicht zumutbar (Aktenzeichen: 8 U 48/11).

In dem verhandelten Fall hatte ein Gewerbemieter einen Teil der Miete mit der Begründung einbehalten, in den Büroräumen sei es im Sommer zu warm. Konkret meinte der Mieter, in der warmen Jahreszeit herrschten in den Räumen „nahezu durchgängig 30 Grad Celsius und mehr“.

Dem Kammergericht war diese Mängelbeschreibung zu pauschal. Es sei allgemein bekannt, dass nicht jeder Sommer gleich warm und sonnig verlaufe, befanden die Richter. Bei einem behaupteten baulichen Mangel müsse der Mieter präzise Angaben über die konkreten Außentemperaturen und die Innenraumtemperatur machen.