Online-Werbung: Wo sich Kleinunternehmen unnötig sträuben

Online-Werbung: Wo sich Kleinunternehmen unnötig sträuben

Kleine Lokalunternehmen tun sich weiterhin schwer, digitale und mobile Werbemaßnahmen in ihr Marketing zu integrieren. Dadurch könnten sie langfristig den Anschluss an die Konkurrenz verlieren.

Eine eigene Webseite ist inzwischen selbst für den Friseur, Nagelsalon oder das Café an der Ecke eine Selbstverständlichkeit. Besucher können sich dort nach den Öffnungszeiten erkundigen, das Angebot checken, vielleicht sogar direkt per Formular Termine ausmachen. Aber was, wenn potenzielle Neukunden die Online-Präsenz gar nicht erst finden und auch nicht zufällig am Schaufenster vorbeilaufen? Ist es für Kleinbetriebe wirklich klug, sich einzig und allein auf die Durchlauf- und Stammkundschaft in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verlassen?


Bedenken ablegen!
Solche Fragen kommen unweigerlich auf, wenn man die Ergebnisse einer im Auftrag von Greven Medien durchgeführten Umfrage betrachtet. 200 kleine und mittelständische Unternehmen wurden nach ihren digitalen Werbemaßnahmen gefragt. Wie sich herausgestellt hat, kommen vor allem lokale und mobile Werbung deutlich zu kurz. Die Begründungen dafür seien hier kurz und knapp zusammengefasst: Entweder verstehen die Firmenleitungen das immense Potenzial nicht oder ihnen fehlen schlichtweg die Möglichkeiten, es auszuschöpfen - Skepsis und Vorurteile, die von konservativen Großkonzernen im aktuell "verunsicherten Digital-Deutschland" weiter genährt werden.

Dabei lassen sich die meisten Bedenken kleiner Unternehmen gegenüber Online-Werbung innerhalb nur eines Absatzes ausräumen, was im Folgenden bewiesen werden soll: Kunden in der direkten Umgebung lassen sich mit digitaler Werbung und Social-Media-Anzeigen zielgenau und nahezu ohne Streuverlust erreichen; die Kostenkalkulation von Werbemaßnahmen im Internet ist absolut transparent und die Resultate eindeutig messbar; auch der lokale Kundenstamm informiert sich zuerst im Internet über das Angebot an Produkten und Dienstleistungen; und zu guter Letzt müssen auch fehlende Zeit und mangelndes technisches Know-how kein Hemmnis sein, denn es existieren mehr als genug externe Agenturen (wie etwa Intriweb in Trier ), die sich bestens mit dem komplexen Medium Internet auskennen. Diese können einen die letzten Sorgen auch in unverbindlichen Beratungsgesprächen nehmen.

Aber wo anfangen?
Hat man erst einmal verstanden, dass die Möglichkeiten des Online-Marketings vielfältiger und komplexer sind als sie es bei Radio, Print und TV jemals waren, kann das einen als Kleinunternehmer dennoch in Angststarre versetzen. Dabei geht es zu Beginn lediglich darum, den ersten Schritt zu wagen, um die eigene Bekanntheit zu steigern und ein Image aufzubauen. Die grundlegenden Maßnahmen dafür sind vergleichsweise übersichtlich und können auch von Laien mit wenig Aufwand ergriffen werden.

Fakt ist, dass inzwischen 92% aller Suchen nach Firmen und Geschäften online durchgeführt werden, anstatt dass die Verbraucher wie früher in den Gelben Seiten blättern (das bekannte Branchenbuch unterhält übrigens längst eine eigene Internet-Plattform). Mit leistungsstarken Suchmaschinen wie Google lässt sich eine größere Auswahl in einem Bruchteil der Zeit abrufen. Jedoch sind die Ergebnisse eher breit gefächert und listen nicht zwangsläufig die Webseite des eigenen Restaurants, wenn ein potenzieller Gast z.B. "Griechisches Essen in der Umgebung" eingibt. Deshalb ist es unabdingbar, in den wichtigsten Online-Branchenverzeichnissen aufzutauchen. Unter dem Link https://hosting.1und1.de/list-local kann man überprüfen, wie sichtbar das eigene Unternehmen im Internet ist, und bei Nachholbedarf gleich eine Eintragung in die "List Local" vornehmen lassen, welche die wichtigsten Verzeichnisse wie meine Stadt und Google Maps enthält.

Der Eintrag in Google Maps kann nicht nur durch zusätzliche Informationen wie die Webseiten-Domain, Telefonnummer, Öffnungszeiten und sogar Fotos ergänzt werden, er legt auch einen Grundstein für die mobile Werbung auf Smartphones oder Tablets. So können Kunden etwa automatisch Gutscheine per SMS oder Email zugeschickt werden, wenn sie sich in der Nähe des Geschäfts aufhalten.

Das Fazit: Verzeichniswerbung ist neben einer Homepage das mindeste, was im Marketing-Mix jeder modernen Firma - egal welcher Größe - vorhanden sein muss. Auf diesem Fundament aufbauend können weitere Maßnahmen abgewogen und umgesetzt werden, etwa ein eigener Webshop, mit dem man sich laut Greven-Medien-Studie durchaus von der Masse der kleinen und mittelständischen Unternehmen abheben würde.

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