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Ostdeutsche pendeln seltener für Lehre in den Westen

Ostdeutsche pendeln seltener für Lehre in den Westen

Junge Menschen aus den neuen Bundesländern sind weniger darauf angewiesen, sich einen Ausbildungsplatz in Westdeutschland zu suchen. Die Zahl der ostdeutschen Lehrstellenbewerber ging deutlich zurück.

Ostdeutsche Jugendliche finden immer öfter eine Lehrstelle in den neuen Bundesländern. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg hervor. Musste 2001 noch fast jeder zehnte (9 Prozent) ostdeutsche Lehrling für seinen Ausbildungsplatz nach Westdeutschland pendeln, waren es 2011 nur noch 4 Prozent.

Grund ist eine entspanntere Lage am Ausbildungsmarkt. 2001 gab es 229 000 ostdeutsche Lehrstellenbewerber - von ihnen fanden nur 134 000 einen Ausbildungsplatz im Osten. In der Folge nahmen viele für ihre Lehre in Kauf, nach Westdeutschland zu pendeln. 2011 hat sich die Lage grundlegend verändert: Von den 84 700 registrierten ostdeutschen Lehrstellenbewerber fanden 84 500 einen Ausbildungsplatz im Osten.

Auch innerhalb Ostdeutschlands pendeln Lehrlinge weniger. 2001 verließen zum Beispiel 35,1 Prozent für die Ausbildung den Landkreis - 2011 waren es nur noch 31,7 Prozent. Außerdem pendelte 2001 rund jeder Fünfte (22 Prozent) zu einem Job außerhalb seiner Region - zehn Jahre später waren es noch 19,2 Prozent. Auch die zurückgelegten Distanzen verringerten sich: Im Jahr 2005 legten die jugendlichen Pendler im Schnitt 129 Kilometer zurück, 2011 waren es 102 Kilometer.

Link zur Studie