Schritt für Schritt zur eigenen Website

Webhosting : Schritt für Schritt zur eigenen Website

Auf dem Markt für Webseiten-Hosting wimmelt es geradezu vor Anbietern. Es gibt sogar eine Vielzahl von kostenlosen Diensten, die damit werben, in Sekundenschnelle eine Homepage nach individuellen Wünschen zu gestalten. Doch ist das wirklich so unkompliziert?

Ja und nein. Denn es hängt davon ab, ob Sie die Homepage für professionelle Zwecke nutzen möchten, etwa als eine berufliche Präsenz im Internet, oder ob sie rein privaten Absichten dienen soll. Ersteres stellt ganz andere Ansprüche an Aufbau und Inhalt der Seite. Meistens ist es privaten Nutzern nicht so wichtig, ein hervorstechendes Design zu haben, wohingegen auf der beruflichen Website alles perfekt abgestimmt sein muss - schließlich soll sie Professionalität und Kompetenz vermitteln. Nachfolgend finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen hilft, erfolgreich Ihre eigene Homepage aufzubauen.

Eine eigene Website - warum?

Am Anfang steht die Überlegung, warum Sie eigentlich eine eigene Webpräsenz erstellen wollen und was diese beinhalten soll. Grenzen Sie klar ab, was inhaltlich hinein darf und was nicht. Es ist nur logisch, Privates und Berufliches zu trennen, aber denken Sie auch daran, wer eventuell Ihre Urlaubsfotos zu sehen bekommt, wenn Sie diese auf Ihrer Homepage hochladen, und ob Sie damit einverstanden sind. Wollen Sie bloß unterhalten, etwa im Blogger-Stil mit persönlichen Geschichten, oder wollen Sie mit einem informativen Mehrwert punkten?

Der Aufbau

Der Aufbau der Seite organisiert alle redaktionellen und visuellen Inhalte, er sollte also möglichst übersichtlich sein. Überlegen Sie sich sinnvolle Unterkategorien und Schlagworte. Davon werden später beim Aktualisieren der Seite nicht nur Sie profitieren, sondern auch Ihre Leser, wenn sie nach älteren Inhalten oder einem ganz bestimmten Beitrag suchen.

Die Domain

Aufgrund der Vielzahl aller schon verfügbaren Internetseiten kann es schwerfallen, die passende Domain zu finden. Im besten Fall gibt es logische und offensichtliche Verbindung zwischen den Inhalten und Schlagwörtern Ihrer Seite und der URL. Heutzutage sind nicht nur Endungen wie .de oder .org möglich, sondern es gibt auch Kategorien wie .info oder .news, die Sie sogar mit Ihrer Domain reservieren können. Mehr Informationen zu Domain-Endungen finden Sie hier. Bei einem Online-Domain-Check können Sie überprüfen, ob die von Ihnen gewünschte Adresse noch verfügbar ist. Investieren Sie genügend Zeit, um über Ihre URL nachzudenken. Schließlich können Sie diese hinterher nicht mehr ändern, und ein Umzug Ihrer Homepage auf eine andere URL bedeutet mitunter viel Arbeit und eine Verringerung der Besucherzahl, zumindest für die erste Zeit.

Design

Ein professionelles Design erfordert umfangreiche Programmier-Arbeit. Es gibt jedoch ein paar kleine Tricks, mit denen Sie Ihre Seite auch ohne entsprechende Kenntnisse visuell attraktiver gestalten. Ein hilfreiches Tool ist der Favicon Generator von 1&1, der personalisierte Favoriten-Icons erstellt, die später in der Adresszeile des Browsers neben der URL angezeigt werden. Ein 16 x 16 Pixel großes Bild sorgt für die individuelle Note Ihrer Seite und steigert deren Wiedererkennungswert. Weiterhin können Sie bei Homepage-Baukasten-Anbietern zwischen verschiedenen kostenlosen Designs wählen. Denken Sie bei den redaktionellen Inhalten daran, eine einheitliche Schriftart und -größe zu benutzen.

Die technische Umsetzung

Für viele ist die Erstellung einer Website absolutes Neuland. Aber es muss nicht gleich kompliziert sein: Wenn man bereit ist, einige Abstriche zu machen, kann man auch ohne Informatik-Vorkenntnisse solide Webseiten erstellen. Das ist mithilfe von vorprogrammierten Homepage-Baukästen möglich, die einige Anbieter kostenlos zur Verfügung stellen. Die Content-Management-Systeme, auf die diese Anbieter zurückgreifen, sind meist leicht verständlich und einfach im Gebrauch. Einziger Nachteil: Alle diese Anbieter schreiben ihren eigenen Namen in die Nutzer-URL hinein, sodass in Ihrer Domain permanent ein Fremdname auftaucht. Außerdem werden Werbeanzeigen in Ihre Website eingebunden, die Sie nicht entfernen können. Upgrades, die zu einer werbefreien Website führen, sind kostenpflichtig. Wenn Sie die Werbung nicht stört, kann es natürlich eine unkomplizierte Lösung sein, auf ein kostenloses Hosting-Angebot zurückzugreifen.

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