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Studentenwerk: Wohnheim-Wartelisten „voll bis übervoll“

Ausbau gefordert : Studentenwerk: Wohnheim-Wartelisten „voll bis übervoll“

Die Zahl der Hochschulstudierenden stieg in den letzten Jahren um einiges schneller als die der staatlich geförderten Wohnheimplätze. Die Wartelisten für die günstigen Apartments explodieren schier. Das Studentenwerk fordert daher einen raschen Ausbau.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat einen zügigen Ausbau staatlich geförderter Wohnheimplätze gefordert. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum halte trotz Pandemie an, sagte DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl. „Die Wartelisten auf einen Wohnheimplatz sind in nahezu allen Studenten- und Studierendenwerken voll bis übervoll.“

Man begrüße das im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien angekündigte „Bund-Länder-Programm für studentisches Wohnen“ und fordere eine rasche Umsetzung und kräftige Ausfinanzierung, sagte Anbuhl weiter.

Plätze für weniger als zehn Prozent der Studierenden

Das DSW veröffentlichte am Donnerstag neue Zahlen zur Wohnraumsituation für Studierende. Demnach gibt es derzeit bundesweit knapp 240.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze. Mehr als 10.000 Plätze sind bei den Studenten- und Studierendenwerken aktuell in Planung oder im Bau.

Die Zahl der Studierenden sei seit 2007 um 52 Prozent auf rund 2,5 Millionen gestiegen, die der öffentlich geförderten Wohnheimplätze der Studierendenwerke nur um 9 Prozent, kritisierte das DSW. Anfang der 1990er Jahre gab es den Angaben zufolge noch für fast 15 Prozent der Studierenden geförderte Wohnheimplätze, nun für weniger als 10 Prozent.

Wer einen der begehrten Wohnheimplätze ergattert, zahlt eine besonders günstige Miete: Laut DSW lag sie zum Jahresende 2020 im Schnitt bei gut 260 Euro - einschließlich Nebenkosten.

© dpa-infocom, dpa:211216-99-409408/4

(dpa)