Talentierte Maler im Doppelpack

Talentierte Maler im Doppelpack

In der Serie Ausbildung im Fokus stellen sich heute Kim und Kay Bill aus der Vulkaneifel vor. Beide lernen Maler und Lackierer und haben sich für eine Ausbildung im heimischen Betrieb entschieden.

Üdersdorf. Familienbetriebe gibt es im Handwerk besonders viele. Selten jedoch arbeitet gleich die ganze Familie in demselben Beruf, dazu noch unter einem Dach. Bei den Bills in Üdersdorf (Vulkaneifel) ist das so: Eltern und Kinder haben sich gemeinsam im heimischen Betrieb dem Malerhandwerk verschrieben. Rudolf Bill ist Maler- und Lackierermeister, Ehefrau Monika hat den Gesellenbrief, ihre Kinder Kim (20) und Kay (18) machen im elterlichen Betrieb die Ausbildung zum Maler und Lackierer.Unternehmen 1964 gegründet

Den Grundstein dazu legte der Fünfte im Bunde, Rudolf Bill Senior. Er gründete den Betrieb 1964. Dreißig Jahre später übernahm sein Sohn, der heutige Firmenchef, das Unternehmen. Mittlerweile arbeiten im Betrieb neben der Familie Bill noch vier weitere Mitarbeiter. Kim und Kay sind derzeit beide im dritten Lehrjahr und gehören somit zu den insgesamt 194 Malerlehrlingen im Kammerbezirk Trier. Aufgrund hervorragender Leistungen des Geschwisterpaars wurde die Handwerkskammer Trier auf die vorbildlichen Azubis aufmerksam. Schon bei den Zwischenprüfungen bewiesen Kim und Kay, dass sie zu den besten Azubis ihres Faches gehören.Ausbildung jetzt!

Während Kay gleich nach dem Realschulabschluss zum Vater in die Malerausbildung ging, kam Kim über einen Umweg in den elterlichen Betrieb. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Konditorin wollte sie doch lieber im elterlichen Betrieb mitarbeiten und entschied sich damit zu einer weiteren Lehre im Handwerk.Schon ein Bundessieger

Dem Betrieb ist nach Aussage der Bills stark an der Ausbildung seiner Lehrlinge gelegen. Wie stark, zeigt die Tatsache, dass der Betrieb schon einen Bundessieger im praktischen Leistungswettbewerb hervorgebracht hat. Im vergangenen Jahr hat der damalige Lehrling Niklas Maas beim Leistungswettbewerb der Handwerksjugend die bundesweite Konkurrenz ausgestochen. Monika Bill über das Erfolgsgeheimnis: "Wir fordern die Lehrlinge fachlich und kreativ. Auch bei der Planung binden wir sie mit ein. Auf diese Weise interessieren wir sie für die einzelnen Arbeitsabläufe. Außerdem legen wir Wert darauf, dass die Lehrlinge neben traditionellen auch neue Techniken lernen. Dabei experimentieren wir gerne auch mit ausgefallenen und extravaganten Designs."Die Geschwister Bill sind nicht nur talentierte Maler, sondern begeistern sich auch für Musik und Sport. Schon seit gut elf Jahren spielt Kay Bass. Kim nahm drei Jahre lang Keyboard- und außerdem noch sechs Jahre lang Ballettunterricht. Ansonsten malt und liest sie gerne in ihrer Freizeit, während ihr Bruder lieber Volleyball spielt. Nach der Abschlussprüfung strebt Kim den Meistertitel und eine Weiterbildung in Gestaltung und Malerei an. Kay kann sich gut vorstellen, ebenfalls die Ausbildung zum Maler- und Lackierermeister zu machen. Ein Ingenieurs- oder Architekturstudium würde ihm aber auch gefallen. redSie sind im Neubau wie auch bei der Sanierung und Modernisierung von Wohnungen oder Gebäuden tätig. Maler und Lackierer der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung bereiten die Untergründe vor und bessern Putzschäden an Wänden und Decken aus. Mit den unterschiedlichsten Maltechniken, aber auch mit Tapeten und Dekorputzen gestalten sie Innenräume. Durch den Einbau von Dämmstoffen oder durch das Aufbringen von Wärmedämm-Verbundsystemen leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung. Holz und Holzwerkstoffe oder Fenster, Türen und Zäune schützen sie mit geeigneten Lasuren, Farben oder Lacken vor der Witterung. Sie ver- und bearbeiten Kunststoffe, dichten Gebäude ab oder erstellen Beschriftungen und Schilder. Ausbildungsvergütungen: Im ersten Lehrjahr verdienen sie 465 Euro, im zweiten Lehrjahr sind es 500 und im dritten Lehrjahr 635 Euro. Ausbildungsdauer: 3 Jahre Ausbildungsbetriebe im Kammerbezirk: In der Stadt Trier 27, in den Landkreisen Trier-Saarburg 37, Bernkastel-Wittlich 39, Vulkaneifelkreis (Daun) 22 und Eifelkreis Bitburg-Prüm. 40. Voraussetzungen: ordentlicher Hauptschulabschluss, besser eine mittlere Reife wird in der Regel von Betrieben erwartet. red

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