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| 13:39 Uhr

Ideenfindung
Wie man mit den richtigen Techniken Kreativität fördert

Steht man im Beruf unter Druck, bleiben gute neue Ideen oft aus. Geistesblitze tauchen dann meist wie zufällig erst wieder in stressfreien Situationen auf – etwa beim Duschen oder bei einem Spaziergang nach der Arbeit. Wer keine Zeit hat, auf die zündende Idee zu warten, kann verschiedene Techniken anwenden, die helfen, Kreativität zu fördern und die Fantasie anzuregen.

Kreativitätstechnik – was ist das?

Die Definition von Kreativitätstechniken beinhaltet, dass strukturierte Vorgehensweisen die Denkenden bei der Ideenfindung unterstützen sollen, indem sie ihnen eine mentale Hilfestellung bieten. Dafür gibt es verschiedenste etablierte Methoden – derzeit etwa 350 – mit denen man es schafft, viele Ideen zu produzieren und diese zu neuen Gedanken zu verknüpfen. Bei einigen Techniken gibt man keine bestimmte Denkrichtung vor, sondern lässt die Teilnehmer am Ideenfindungsprozess spontan äußern, was sie mit einem bestimmten Ansatz assoziieren. Ein Beispiel ist hier das klassische Brainstorming. Andere Methoden geben Grundstrukturen vor, kombinieren verschiedene Einfälle oder stellen die Gruppe vor ein kniffliges Problem, das es zu lösen gilt.

Kreativität mithilfe von provokativen Problemstellungen fördern

Eine Möglichkeit, die Fantasie anzuregen, ist das Aufbrechen gewohnter Denkmuster. Sucht man im Team nach neuen Ideen, kann man vorhandene Ansätze mit frei ausgewählten Begriffen kombinieren, die augenscheinlich nicht in Verbindung mit dem Thema stehen. Versucht man, daraus einen Zusammenhang herzustellen, denkt man automatisch eher um die Ecke.

Visualisierungen nutzen

Wer seine Kreativität fördern möchte, kann auch einen Stift in die Hand nehmen. Manche Menschen profitieren davon, ihre Einfälle niederzuschreiben oder sie mit einer Zeichnung bzw. einem Diagramm zu visualisieren. Das hat den Vorteil, dass man selbst und eventuell weitere Teilnehmer am Ideenfindungsprozess, die Gedankengänge direkt vor Augen haben. Egal ob man eine Mindmap erstellt, Stichworte notiert oder eine Skizze malt - den Beteiligten fällt es so leichter, auf die jeweilige Idee aufzubauen. Für diese Kreativitätstechnik ist es empfehlenswert, sich ein Notizbuch als alltäglichen Begleiter anzuschaffen. Praktisch ist das, da man es einfach einstecken und einen Einfall, der unterwegs entsteht, sofort aufschreiben kann.

Morphologischer Kasten

Diese Technik eignet sich beispielsweise für die Verbesserung von bestehenden Produkten oder das Zusammenfügen verschiedener Sachverhalte zu einer Gesamtlösung. Hier betrachtet man die für die Fragestellung wichtigen Merkmale und listet deren verschiedene Ausprägungen oder Attribute auf. Im Anschluss kombiniert man diese intuitiv oder systematisch, so neue Produkt-Ideen oder Denkansätze zu erhalten.

Kreativitätshemmende Situationen vermeiden

  • Neben dem Einsatz der bereits genannten Techniken sollte man zur Förderung der Kreativität außerdem Faktoren vermeiden, welche die Ideenfindung generell erschweren können. Beispielsweise sollte man gegebenenfalls mit Normen oder Traditionen brechen – auch wenn dies mit Aufwand verbunden ist. Dadurch ist ein freies weitläufigeres Nachdenken möglich.
  • Fehlende Konzentration kann die Kreativität ebenfalls hemmen. Ist man auf der Suche nach Geistesblitzen sollte man zur daher gut gesättigt und an einem möglichst störungsfreien Ort arbeiten. Genügend Schlaf und ein Arbeitsplatz, der wenig Ablenkungsmöglichkeiten bietet, sind ebenfalls sinnvoll.
  • Zudem ist es wichtig, konstruktive Kritik an einer Idee nicht persönlich zu nehmen und sie stattdessen nutzen, um den jeweiligen Ansatz noch zu verbessern.
  • Oft stellen außerdem die eigenen Zweifel ein Problem bei der Ideenfindung dar. Man sollte nicht sofort davon ausgehen, dass ein Einfall nicht realisierbar ist oder es noch eine bessere Lösung gibt. Manchmal hilft es, etwas zu wagen, um sich eine geniale Idee auszudenken.