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Cabernet Franc: Einer der großen französischen Rotweine​

Wein-Lexikon : Cabernet Franc: Einer der großen französischen Rotweine

Dem Cabernet Franc eilt ein hervorragender Ruf voraus. Sein Name steht für höchste Qualität und französische Weinkultur. Er hat sich längst über viele Anbaugebiete in aller Welt verbreitet.

Bei Cabernet Franc handelt es sich um eine der besten Rotwein-Rebsorten der Welt. Sie ist seit Jahrhunderten im Bordeaux heimisch, in Frankreich unter 30 Synonymen bekannt, aber nicht so verbreitet wie ihr Verwandter Cabernet Sauvignon. Sie wächst außerdem in Italien, aber auch in Kalifornien und Australien – und sogar in Deutschland.

Wie schmeckt Cabernet Franc?

Die Weine des Cabernet Franc sind meist etwas schlanker, weniger tanninbetont, frühreifender und eleganter als die seines Verwandten, des Cabernet Sauvignon. Ein Cabernet Franc ist sehr intensiv im Aroma und Duft. Er riecht und schmeckt nach Himbeeren, nach schwarzen Johannisbeeren, Erdbeeren und Veilchen. Bei frühreifen Weinen kann man auch Paprika und grünen Pfeffer ahnen. Cabernet Franc hat viel mit Merlot und Cabernet Sauvignon gemeinsam, darum sind dies auch die drei Hauptrebsorten in den Bordeaux-Cuvées. Ein Cabernet Franc hat wenig Tannine, und man kann ihn schon als jungen Wein bald nach der Ernte trinken.

Ist Cabernet Franc trocken oder lieblich?

Weil es sich hier um einen Rotwein handelt, wird auch der Cabernet Franc wie alle anderen Rotweine eher trocken ausgebaut.

Was bedeutet Cabernet bei Wein?

Cabernet ist der Name einer Traube und die gemeinsame Bezeichnung für die zwei alten, ursprünglich französischen, heute weltweit verbreiteten Rotweinsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sowie für Neuzüchtungen gewählt. Sauvage heißt übersetzt aus dem Französischen „wild“, weil man dachte, beim Cabernet Sauvignon handele es sich um eine Wildzüchtung.

Was heißt Cabernet auf Deutsch?

Das Wort Cabernet steht für einen Wein, der aus Cabernet-Trauben gekeltert wurde.

Wie wird Cabernet Franc getrunken?

Da es sich beim Cabernet Franc um einen Rotwein handelt, sollte er – wie alle Rotweine – bei etwa 14 Grad Trinktemperatur serviert werden. Früher wurden Rotweine bei Zimmertemperatur getrunken – das ist aus heutiger Sicht viel zu warm, weil unsere geheizten Räume höher temperiert sind. Ein Rotwein sollte in einem kühlen Raum oder im Weinklimaschrank lagern, es ist auch keine Schande, ihn im Kühlschrank etwas herunterzukühlen. Serviert wird er in einem klassischen Bordeaux-Glas. Je wertiger der Wein, desto größer sollte das Glas sein.

Was isst man zu Cabernet Franc?

Der rote Cabernet Franc passt perfekt zu Fleischgerichten, aber auch sehr gut zu Cannelloni mit Tomaten, zu Lasagne mit Pesto und er harmoniert mit Kartoffelgratin und Bergkäse, aber auch mit Risotto mit Pilzen und Parmesan und begleitet das Huhn aus dem Ofen mit gedämpftem Gemüse ebenso gut.

Woher kommt der Cabernet Franc?

Der Cabernet Franc kommt ursprünglich aus Frankreich, wird mittlerweile aber auch in anderen Ländern angebaut. Er gilt bei vielen Winzern als beliebter Verschnittwein. Guten Cabernet Franc findet man in Saint-Émilion (Château Cheval Blanc) und Pomerol im Bordeaux, aber auch an der Loire, wo Cabernet Franc eine der am meist-kultivierten Rebsorten ist. Lange Zeit glaubte man, dass der Cabernet Franc der kleine Bruder des Cabernet Sauvignon sei. Eine exakte Gen-Analyse brachte aber an den Tag, dass der vermeintliche „kleine Bruder“ ein Elternteil des Cabernet Sauvignon ist. Cabernet Sauvignon stammt demnach von Cabernet Franc und Sauvignon blanc ab und ist vermutlich eine wilde Spontan-Kreuzung der Natur, die sich ohne menschliches Zutun verbreitete.

Wie wird Cabernet Franc angebaut?

Cabernet Franc bevorzugt ein ausgeglichenes und eher gemäßigtes Klima und eignet sich von daher auch gut für die deutschen Weinregionen, wo er aber aktuell nur auf 110 Hektar Rebfläche angebaut wird. In Frankreich sind weit mehr als 30.000 Hektar mit Cabernet Franc bestockt. Sie ist eine der sechs Rebsorten, die für Rotweine im Bordeaux, generell die Heimat großer Weine, verwendet werden dürfen (die anderen Sorten sind Cabernet Sauvignon, Carménère, Malbec, Merlot und Petit Verdot). Außerhalb von Frankreich findet man Cabernet Franc in den USA, vor allem in Kalifornien und insbesondere auf den Weingütern, die Cuvées nach Art eines Bordeaux machen. Weiteren Anbau gibt es noch in Chile, im Norden Italiens, in der Toskana und auch in Ungarn. Die Sorte ist außerdem seit 1986 für österreichischen Qualitätswein zugelassen und ist im Burgenland und Niederösterreich vertreten. In Südafrika beginnt man Cabernet Franc zu entdecken und produziert Rotweine mit intensivem Geschmack. Das exotischste Land, das Cabernet Franc anbaut, ist China. Hier hält die Sorte schon rund zehn Prozent des gesamten Weinanbaus.

Was kostet ein Cabernet Franc?

Bei diesem Wein handelt es sich um ein hochwertiges Produkt, das nur selten für unter zehn Euro verkauft wird. Im Gegenteil: Es gibt deutschen Cabernet Franc, der für gut 40 Euro verkauft wird, noch teurere Flaschen bewegen sich bei knapp 100 Euro.