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Gut zu wissen
Der allgemeine Proteinbedarf

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Nach einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. benötigen Erwachsene einen täglichen Kalorienbedarf von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Eigentlich liegen die Menschen in Deutschland eher über als unter dieser empfohlenen Schwelle.

Nach Studien sind es nur 11 % aller Männer und 15 % aller Frauen, die zu wenig Protein über die Nahrung aufnehmen. Doch es gibt trotzdem Situationen, in denen sich die Einnahme von Supplementen aus Proteinpulver lohnt. Was sind dies für Situationen?

Lesen Sie dazu auch den Proteinpulver Ratgeber unter diesem Link.

Proteinpulver für den Muskelaufbau

Proteine versorgen den Körper mit wertvollen Aminosäuren und Stickstoffen, die er für den Muskelaufbau benötigt. Dies gilt umso mehr, als dass die Muskeln selbst zu einem großen Teil aus Eiweißen bestehen. Wer Kraftsportler ist oder Bodybuilding betreibt, hat deswegen einen wesentlich höheren Bedarf an Proteinen als andere. In diesem Fall steigt der Energiebedarf auf 1,4 bis 1,8 Gramm pro Kilogramm an.

Proteinpulver für diätische Zwecke

Auch zum Abnehmen leistet Proteinpulver gute Dienste. Ernährungswissenschaftler sprechen bei Proteinen von füllenden Makronährstoffen, da diese einen hohen Sättigungsgehalt aufweisen, aber nur wenig Kalorien aufnehmen. In einem Gramm Protein stecken demnach nur vier Kilokalorien. Der Einsatz von Eiweißen zum Abnehmen kann somit eine Diät gut unterstützen, hat aber ihre Grenzen. Denn die Einnahme von proteinhaltigen Lebensmitteln oder entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln sollte nicht übertrieben werden, weil ab einer bestimmten Schwelle der Körper beginnt, die überschüssigen Aminosäuren in Glucose umzuwandeln. Sind auch die Glucose-Speicher voll, findet eine Umwandlung in Fette statt.

Proteinpulver bei einer Mangelernährung

Menschen können sich bewusst für eine Mangelernährung entscheiden, so wie dies Vegetarier, Veganer und Frutarier tun. Sie können aber auch an diversen Unverträglichkeiten leiden wie an einer Lactose-Intoleranz, das heißt an einer Intoleranz für Milchprodukte. Nun sind Milchprodukte wie Joghurt, Milch, Käse und Eier allerdings ähnlich wie Fisch- und Fleischprodukte die Hauptlieferanten von Proteinen für den menschlichen Körper. Wer also proteinreiche Lebensmittel nicht mag, nicht verträgt oder aus ethischen Gründen darauf verzichtet, verfügt mit Proteinpulver über eine sinnvolle Alternative.

Kein Protein ist wie das andere

Wer sich nun für eine Einnahme von Proteinpulver entscheidet, sollte einige Faktoren beachten, um noch stärker von dem Supplement zu profitieren. So werden Proteine nicht nur aus Milch-, Fleisch- und Fischprodukten gewonnen, sondern beispielsweise auch aus Reis, Casein (Käse), Sonnenblumen, Soja, Haferflocken, Lupinen (Pflanzen), Erbsen und Hanf. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine variable Einnahme, um von den verschiedenen Vorzügen der einzelnen Proteine zu profitieren. Außerdem sind spezielle Proteine auch für bestimmte Situationen besser geeignet als andere. So sind fleischliche Proteine für den Muskelaufbau besonders gut, während Milchproteine (Whey-Proteine) ausgezeichnete Kraftquellen sind. Da Casein-Proteine nur langsam aufgenommen und verwertet werden, empfehlen sich diese vor dem Schlaf und während der Regeneration. Wer hingegen abnehmen möchte, der ist mit pflanzlichen Proteinen am besten bedient.

Tipps für die Einnahme

Damit die Effekte der Protein-Supplementierung greifen können, empfiehlt sich eine regelmäßige Einnahme. Da bei einer proteinreichen Einnahme Stickstoffe im Körper verbleiben können, sollte während der Anwendung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Der menschliche Körper verwertet die Proteine zudem besser, wenn diese über den Tag verteilt eingenommen werden. Trotzdem gibt es Situationen, wo eine Einnahme besonders wertvoll ist, und zwar vor der Bettruhe, nach dem Training (zum Beispiel als Getränk) und während der Mahlzeiten. Eine Kombination mit Kreatin und Glutamin kann den Effekt von Eiweißen verstärken. Natürlich sollte die Einnahme der Eiweiße nicht ausschließlich über Nahrungsergänzungsmittel laufen. Wie auch bei den Proteinpulvern empfiehlt sich bei den Nahrungsmitteln wieder eine breite Palette, um von einem großzügigen Spektrum an unterschiedlichen Proteinen zu profitieren.

Auf seriöse Verkäufer achten

Wie überall gibt es bei den Verkäufern der Supplemente schwarze Schafe. Um diese Kurpfuscher zu erkennen, sollte bei den Anbietern darauf geachtet werden, dass diese über gängige Gütesiegel verfügen und dass die Daten wie die Adresse und der Firmensitz im Impressum stimmen. Auch hilft es, sich die Erfahrungsberichte von Kunden im Internet durchzulesen. Auch hier kann manches gefälscht sein, was aber mittlerweile mit ein bisschen Übung auch vom Laien erkannt werden kann. Gekaufte oder gefälschte Bewertungen wirken nämlich nicht authentisch, sondern wie aufgezogen.