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Einölen oder vorkochen: So gelingt Gemüse auf dem Grill

Aubergine bis Zucchini : Einölen oder vorkochen: So gelingt Gemüse auf dem Grill

Gemüse und Grillen, das passt gut zusammen. Denn die Röstaromen sorgen hier für viel Geschmack. Doch ein wenig Know-how gehört dazu, sonst bleiben Kartoffeln fest und Paprika brennt an.

Blumenkohl statt Bratwurst: Wer ohne Fleisch grillen mag, kann auch bei Grünzeug aus dem Vollen schöpfen. Denn fast alle Gemüsearten lassen sich gut auf dem Grill zubereiten, so das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Doch manches Gemüse braucht einen Pinselstrich Öl, um geschmacklich voll zur Geltung zu kommen - oder sollte vorher besser gekocht werden.

So gelingen Avocado, Möhren, Kohlrabi und Co. am besten auf dem Grill:

Schmelzglocke für Knollen und festes Gemüse verwenden

Tomaten, Spargel, Zucchini und Co: Fast jedes Gemüse kann gegrillt werden. Doch nicht alle Sorten sollten direkt auf der Glut brutzeln.
Tomaten, Spargel, Zucchini und Co: Fast jedes Gemüse kann gegrillt werden. Doch nicht alle Sorten sollten direkt auf der Glut brutzeln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Als Faustregel fürs richtige Gemüsegrillen gilt laut BZfE: Gemüse, das man leicht in Stücke oder Scheiben schneiden kann, ist zum direkten Grillen über der Glut geeignet. Feste Gemüsearten lassen sich hingegen gut vorkochen und dann indirekt grillen, also neben der Glut und mit geschlossener Grillhaube oder unter der Schmelzglocke. So wird die fehlende Oberhitze auf dem Rost ausgeglichen.

Besser vorgekocht werden zum Beispiel Möhren, Kohlrabi oder Kürbis, die sonst oft sehr knackig bleiben. Und auch wer Kartoffeln auf den Grill legen möchte, kann die Knollen vor dem Grillen in den Kochtopf geben - und anschließend mit Öl einpinseln. Auf dem Rost werden sie dann in rund zehn Minuten fertig.

Wer mehr Zeit mitbringt, ist hingegen mit dem Klassiker gut beraten: Folienkartoffeln. Dafür mittelgroße Knollen mehrfach mit der Gabel einstechen, in Alufolie wickeln und circa 50 Minuten indirekt grillen.

Jedes Gemüse hat seine eigene Grillzeit

Nicht jedes Gemüse hält es gleich lange auf dem Rost aus. Champignons sollten beispielsweise von jeder Seite etwa drei Minuten lang direkt gegrillt werden. Halbierte Paprika können auf dem heißen Grill unter Wenden für circa fünf Minuten geröstet werden. Und auch Avocados, halbiert und mit Zitronensaft beträufelt, garen einmal gewendet in fünf Minuten auf dem heißen Grill.

Etwas länger brauchen hingegen gegrillte Tomaten. Sie werden am besten in einen Grillkorb gegeben, wo sie zehn bis 15 Minuten unter gelegentlichem Wenden rösten können.

Öl nicht vergessen

Manches Gemüse gelingt besser, wenn es vor dem Grillen mit Öl bestrichen wird. Das gilt zum Beispiel für Auberginen. Das BZfE rät, die Auberginenscheiben mit Salz zu würzen, zunächst 15 Minuten lang ziehen zu lassen, trocken zu tupfen und anschließend mit Olivenöl zu bestreichen. Dann geht es für vier bis fünf Minuten auf den Grill.

Und auch Blumenkohl- und Brokkoliröschen am Spieß werden am besten mit Salz, Pfeffer und Olivenöl gewürzt. Zucchini lässt sich in Scheiben geschnitten gut in einer Mischung aus Olivenöl und Limettensaft marinieren. Champignons schmecken gut, wenn sie mit etwas Kräuterbutter bestrichen werden, bevor sie auf den Rost kommen.

Gut zu wissen für die nächste Spargelsaison: Hier die holzigen Enden abschneiden, weißen Spargel zusätzlich schälen. Die Stangen mit Öl bestreichen, salzen, pfeffern und fünf bis zehn Minuten bei großer Hitze grillen, am besten auf einer Grillschale.

© dpa-infocom, dpa:220812-99-364507/2

(dpa)