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Ernährungskolumne
Möhren nicht zu früh waschen

Susanne 
Umbach.
Susanne Umbach. FOTO: Stefan F. Saemmer
Möhren sind beliebt bei Jung und Alt. Allein ihre orangene Farbe macht Lust aufs Knabbern. Karotten sind das ganze Jahr erhältlich, allerdings variiert das Angebot je nach Jahreszeit. Von Susanne Umbach

Im Frühjahr und Sommer erobern die zarten und im Geschmack süßlichen jungen Bundmöhren die Märkte. Mit ihren grünen Blättchen wirken sie besonders frisch. Damit das möglichst lang so bleibt, sollte das Kraut nach dem Einkauf entfernt werden. Ohne Grün verdunsten die Möhren weniger Feuchtigkeit und halten länger. Möhren werden in modernen Waschanlagen für den Verkauf vorgewaschen und in Folien verpackt verkauft. Bei diesen Verfahren wird die natürliche Schutzschicht der Rüben „abgerubbelt“, das macht sie anfälliger für Schimmelpilze. Zudem fördert die hohe Luftfeuchtigkeit in den Beuteln, dass sich schwarzer Schimmel bildet. Bei beginnender Dunkelfärbung auf der Möhrenschale reicht es aus, wenn man sie gründlich entfernt. Sollte sich allerdings bereits ein sichtbarer Schimmelrasen gebildet haben, werfen Sie die Möhren besser weg.

Am besten nehmen Sie Möhren, die Sie in der Plastiktüte gekauft haben, direkt aus dem Beutel raus und legen Sie sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. So bleiben Bundmöhren bis zu zwei Wochen und Lagermöhren bis zu vier Wochen frisch. Achten Sie schon beim Einkauf darauf, dass die Möhren frisch und knackig sind. Sie sollten auf Druck oder beim Biegen nicht nachgeben, weder braun noch aufgeplatzt sein und auch keine Flecken haben.

Übrigens: Wer Möhren aus dem eigenen Garten besonders lang lagern will, kann auf eine alte Methode zurückgreifen. Die Rüben werden an einem kühlen Ort ungewaschen in einem Eimer mit Sand „verbuddelt“.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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