Verbraucher: Naschen auf dem Weihnachtsmarkt

Verbraucher : Naschen auf dem Weihnachtsmarkt

Liebevoll geschmückte Stände und herrliche Düfte locken auch dieses Jahr zahlreiche Menschen in die Innenstädte. Neben Glühwein, Lebkuchen und Bratwurst sind auch Maronen ein Klassiker auf jedem Weihnachtsmarkt.

Kreuzweise eingeschnitten landen die Maronen auf dem Backblech oder im Kochtopf. Beim Erhitzen der kleinen Köstlichkeiten wandelt sich Stärke in Zucker um, der angenehm süße Geschmack entsteht. Im Vergleich zu Hasel- oder Walnüssen können Maronen mit niedrigem Fettgehalt punkten. Es kann daher reichlich genascht werden. Dann also schnell weg mit der Schale – fertig. Die Meisten genießen sie pur, wie auch auf den Weihnachtsmärkten üblich. Aber auch als besondere Beilage auf dem Teller oder Füllung verschiedener Speisen machen sich Maronen gut. Wenn es mal schnell gehen muss, eignen sich vakuumierte Angebote. Sie sind bereits geschält sowie gegart und in vielen Supermärkten zu finden.

Schon gewusst? Maronen gehören botanisch zu den Nüssen und sind mit den Esskastanien verwandt. Sie schmecken jedoch süßer und intensiver. Bevorzugt wachsen Maronen in Südfrankreich, Italien und Spanien. Man merkt schon, die Kastaniensorte mag es gern warm. Auch in Deutschland fühlt sich die Nussfrucht wohl, besonders in den Weinanbaugebieten entlang des Rheins.

Übrigens: Die Menschen im Mittelmeerraum verarbeiten sogar Kastanien zu Mehl. Daraus werden landestypische Pasta, Brot oder andere Gebäcke hergestellt. Für Menschen, die auf herkömmliche Mehle verzichten wollen oder gar das darin enthaltenen Gluten nicht vertragen, bietet Kastanienmehl eine gute Alternative.

Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. www.volksfreund.de/kolumne